(...) Prophylaxe ist für mich das Zauberwort - im besten Sinne der betroffenen Personen verstanden. Man müsste meines Erachtens ein Fitnessprogramm für alle Pflegerinnen und Pfleger einführen, idealerweise unterstützt durch die Krankenkassen, mit einer Art Gutscheinsystem, das sie zu Übungen und Kursen 2 bis 3 x pro Woche verpflichtet. In diesen Kursen könnten sie gezielt die Muskelpartien aufbauen, die für den jeweiligen Pflegeberuf benötigt werden (Rücken, Bauch, Beine, etc.). (...)
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(...) Völlig zu Recht weisen Sie darauf hin, dass viele Menschen ihren erlernten und/oder praktizierten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht bis ans Ende ihrer Erwerbstätigkeit ausüben können. Dies ist nicht nur im Pflegebereich der Fall, sondern in vielen körperlich anspruchsvollen Branchen, wie ich in meiner eigenen Familie feststellen musste. (...)

(...) vielen Dank für Ihre Frage und den geschilderten Sachverhalt, der sehr transparent zeigt, mit welchen Problemen wir Arbeitnehmervertreter/-innen in den Betrieben zu kämpfen haben und aufgrund des zunehmenden durchschnittlichen Alters unserer Gesellschaft künftig noch mehr konfrontiert sein werden. Aus diesem Grunde bin ich auch ein vehementer Gegner des schleichenden Anstiegs des Rentenalters, da Kolleginnen und Kollegen, die über Jahrzehnte ihren Körper durch körperliche Tätigkeiten zerschlissen haben, ihrer Arbeit einfach nicht mehr nachkommen können. Letzteres war insbesondere von Kolleginnen und Kollegen aus den Sozialberufen schon des öfteren Thema bei von mir besuchten Verdi-Seminaren. (...)
(...) Zunächst ist natürlich sicherzustellen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ideale Zustände im beruflichen Umfeld vorfinden. Das heißt, dass das Pflegepersonal in der Ausbildung und während der Tätigkeit auch erfährt, wie man körperliche Belastungen abfedert, z.B. durch bestimmte Bewegungsabläufe und Übungen. Es gibt bei BMW beispielsweise ein interessantes Forschungsprojekt zur Anpassung der Arbeitssituation an die älter werdenden Arbeitnehmer dort. (...)
(...) Ich begrüße es, wenn Teile der SPD auf der Suche nach einer Neuorientierung näher an die Positionen der LINKEN heranrücken. Längerfristig wird es nur eine soziale Wende in einem linken Bündnis, unterstützt von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, geben können. Dazu scheint mir die SPD, insbesondere ihr Seeheimer Kreis, in der gegenwärtigen Situation ungeeignet. (...)