(...) nicht nur Ärzte stellen um auf Billiglohn, wir beobachten diesen Trend in vielen Branchen. Ein kleiner Indikator dafür ist, dass in Hamburg aber auch bundesweit die Zahl der Menschen rasant wächst, die Hartz IV-Leistungen bekommen, obwohl sie auch erwerbstätig sind. In Hamburg ist diese Zahl im letzten Jahr um 13.500 Menschen gestiegen. (...)
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(...) Erlauben Sie mir noch einen generellen Satz zu dem Problem der Arbeitslosigkeit: Leider ist es so, dass man durch umfangreichen Schutz einzelner gesellschaftlicher Gruppen häufig das Gegenteil erreicht. So werden Mindestlöhne leider nicht beschäftigungsfreundlich wirken, sondern Arbeitsplätze zerstören oder neue verhindern. Wer z.B. aufgrund seiner beruflichen Qualifikation nicht die Möglichkeit hat, einen Lohn am Arbeitsmarkt zu erzielen, der dem Mindestlohn entspricht, der wird jetzt keinen Job mehr finden. (...)
(...) Im Übrigen finde ich es ein wenig anbiedernd und überhaupt nicht hanseatisch, dass Herr von Beust sich als "Dein Bürgermeister" plakatieren lässt. (...)
(...) ich denke, dass wir mit der Union eine Einigung hinbekommen. Aber wahrscheinlich nicht , so sieht es aus, für die FH-Studentenfrage. Generell sind in meiner Fraktion Anette Kramme und Gabriele Lösekrug-Möller dafür zuständig. (...)
(...) Zur Ihrer Frage : ich befürworte einen Mindestlohn, so wie er auch in vielen anderen Ländern der Europäischen Union Bestand hat : flächendeckend und nicht nur für einzelne Branchen. Wenn die neoliberalen Wirtschaftstheoretiker und auch neoliberalen Politiker immer wieder darauf hinweisen, daß ein Mindestlohn kontraproduktiv ist und Arbeitsplätze vernichten würde, antworte ich : es kann nicht sein, daß Menschen von ihrem Lohn ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können und vielfach noch auf öffentliche Leistungen angewiesen sind. (...)