(...) Ebenfalls für ungeeignet halte ich Cannabis-Clubs. Weder die angebrachten Argumente hinsichtlich der Einschränkung des Gebrauchs und der Verbreitung, noch die Behauptung, solche Clubs könnten die Risiken des Konsums einschränken, wollen überzeugen. (...)
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(...) Dieser Auffassung bin ich jedoch nicht. Ich widerspreche zudem der Einschätzung der Fraktion DIE LINKE, dass die Risiken, durch den Konsum von Cannabis abhängig zu werden, als gering einzuschätzen sind. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen außerdem, dass der Gehalt an Tetrahydrocannabiol in Cannabisprodukten unterschiedlich hoch ist und stetig ansteigt, so dass die Einführung einer Höchstgrenze für den Straßenverkehr nicht möglich ist. (...)
(...) für Ihre Zuschrift danke ich Ihnen. Ihre Auffassung, Cannabis zu legalisieren, teile ich nicht: Cannabis ist eine Droge, die gravierende Schäden und Abhängigkeit verursachen kann, bis hin zur Einstiegsdroge. Eine Legalisierung halte ich aus diesem Grund für nicht angebracht. (...)
(...) ich teile Ihre Auffassung, dass Cannabis-Produkte legalisiert werden sollten, um die vielen KonsumentInnen zu entkriminalisieren und legale Wege zur Beschaffung sauberer Cannabisprodukte zu eröffnen. Und das ist ja auch seit langem grüne Position. (...)
(...) Insbesondere die Weitergabe von Cannabis an Minderjährige ließe sich – würde man dem Antrag der Linkspartei folgen - nicht wirklich verhindern, da eine wirksame Kontrolle der Social Clubs schwierig wäre, wie man beispielsweise bei der Kontrolle der Weitergabe von Alkohol an Jugendlichen sehen kann. Es gilt hier zu unterscheiden zwischen der Entkriminalisierung von Süchtigen, für die sich die SPD-Bundestagsfraktion seit Jahren einsetzt, und der generellen Legalisierung von Cannabis. Ich stimme Ihnen zu, dass Alkohol und Zigaretten mindestens ebenso schädliche – wenn nicht schädlichere – Suchtmittel darstellen und dass ihre Legalität im Verhältnis zu Cannabis wissenschaftlich nicht begründbar ist. (...)