Tempolimit auf deutschen Autobahnen

17 Okt 2019

Der  Antrag der Grünen fordert die Bundesregierung auf, eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf deutschen Autobahnen einzuführen. 

Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt und folgt damit der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Grünen und die Linken befürworteten die Forderung.

 

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Dafür gestimmt
126
Dagegen gestimmt
498
Enthalten
7
Nicht beteiligt
77
Abstimmungsverhalten von insgesamt 708 Abgeordneten.

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NameFraktionWahlkreisStimmverhalten

Alle Abstimmungen des Parlamentes

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16.05.2019
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Kommentare

Eine weiterer Beleg für die unkonsequente Haltung der SPD.
Sie wird scheitern und weiter Stimmen verlieren!

Definitiv ein typisches Verhalten, was die "Politikverdrossenheit" und den Entschluss Randparteien zu wählen fördert. Die SPD diskutiert über die Fortführung der großen Koalition und kneift dann bei so was.

Was ist SPD😉

Das Problem mit freier Fahrt für freie Bürger ist folgendes: Wegen Nichteinhaltung der Richtgeschwindigkeit von 130 kmh "schießen" sich oft PS-starke
Fahrerzeuge/Fahrer "von hinten" den Weg frei und gefährden so andere Autobahnfahrer, die "schwächere" Autos fahren, da im Rückspiegel nicht die Geschwindigkeit eines herannahenden Fahrzeugs exakt eingeschätzt werden kann.
Alle anderen europäischen Staaten haben mit Höchstgeschwindigkeits-Begrenzungen diese Zusammenhänge verstanden, nur das Ministerium mit dem Herrn be-SCHEUER-t nicht. Die Autolobby wird es ihm danken!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die leistungsstarken Fahrzeuge defensiv und mit großem Abstand fahren, da sie bei dann freier Spur locker vorbei kommen.
Die Probleme sind häufig bei dichtem Verkehr das enge auffahren zum Vordermann, damit keiner von rechts sich auf die Überholspur einreihen kann.
Gern würde ich mal die Statistik sehen, die die Unfallursache in einer Geschwindigkeit über 130 sieht.

Zustimmung. Aber wo spielen sachliche Argumente heute noch eine Rolle? ich fahre mit Tempomat, Abstandhalter und Verkehrszeichenerkennung. Wer fährt mir im Schnitt alle fünf Kilometer zu dicht auf? Langsamere Mittelklassefahrzeuge oder Lastkraftwagen.

Eben, dass ist genau das Problem, wenn man kein Tempolimit hat. Untersuchungen und Simulationen zeigen, schon allein durch unterschiedliche Geschwindigkeiten kommt es auf Autobahnen zu Staus. Wenn (fast) alle 130 fahren, wird es wesentlich flüssiger. Das ist ein typisches Phänomen der Suboptimierung. Ich bin schneller aber der Gesamtdurchsatz sinkt (kurz zusammengefasst).

Sachliche Argumente? Ist das Beispiel mit der A24 keines?

Als Smart Fortwo Fahrerin meide ich inzwischen Autobahnen.
Das ist mir zu gefährlich.

Mir geht es genauso! Ich fahre seit Januar dieses Jahres einen Elektro Smart for two, vermeide Autobahnen -und habe erfahren, dass die Strecke oft kürzer ist! Weiterhin gute Fahrt

Es zeigt einmal mehr ... die AfD ist keine wirkliche Alternative für eine nachhaltige, friedliche und faire Zukunft. Die Autobahn ist keine Renn- oder Teststrecke. Verkehrswege sind Allgemeingut, die jeder gefahrlos nutzen können sollte. Es gibt viele vernünftige Verkehrsteilnehmer aber eben auch "Spinner", die es in Kauf nehmen andere zu gefährden. Zusätzlich müssten aber auch die Strafen für Rasen und Drängeln wesentlich erhöht werden. Ein Porsche-Cayenne-Fahrer interessieren die aktuellen Strafen nicht. Wie überall ist der mit dem dicken Geldbeutel raus aus sämtlichen Diskussionen (Umweltschutz, Nachhaltigkeit, ... ). Es interessiert einfach nicht.

Es gibt eine Möglichkeit, doch noch ein Speedlimit einzuführen. Das wird zum Glück kommen. Ebenso wichtig ist aber endlich ein stringentes Verbot aller lauten Fahrzeuge (Autos und Krads) sog. Brüllaffen schnell und unnachgiebig umzusetzen. Verboten sind laute Autos nämlich schon seit Jahrzehnten aber Undank der Korruption in den zuständigen Stellen, wird das nicht verfolgt.

Es war leider schwierig die Listen auszudrucken(das sollte man einfacher ermöglichen), aber ich habe es mit Sceenshots geschafft.
Als CSU-Anhänger war ich doch sehr entäuscht und werde meine Meinung dorthin schreiben.
Fakt ist, dass ich bei der nächsten Wahl keine Partei wähle, welche den Antrag überwiegend abgelehnt hat!
Ich fahre seit 6 Jahren mehrmals im Jahr nach Spanien und habe erlebt wie angenehm und sicher die Beschränkungen unterwegs sind!
Gruß
Wolfgang Meyer
Strigelstraße 21
87700 Memmingen

Sehr lobenswert, ein solches Thema zum Ausschlag einer Wahlentscheidung zu machen. Ich kann erst recht von den USA berichten. Dort sechst Stunden über 1000 km zu fahren ist überhaupt kein Problem (außer man steckt in den Metropolen im Stau) und man ist selbst am Ziel noch einigermaßen fit. Hier ist schon der Trip Berlin Nürnberg Stress pur, auch wenn man es in vier Stunden mit dem Auto schaffen kann. ABER der ICE braucht nur drei!

Nicht böse gemeint: um in USA in sechs Stunden mehr als 1000 km zu schaffen, muss man sich schon ganz schön dreist über das Tempolimit hinwegsetzen 😉

Tut mir leid, ich fahre diese Strecke oft, kann die Angaben aber nicht bestätigen!!
Mit dem KFZ brauche ich (Roth, südlich von Nürnberg bis Berlin Mitte) rund fünf Stunden. Leider fährt der ICE nicht von Roth bis an mein Ziel in Berlin. Dafür brauchen Taxi , Bahn und und öffentlicher Verkehr sechs bis sieben Stunden.
Für einen ehrlichen Zeitvergleich muss die Zeit von Haustür (Start) bis Haustür (Ziel) gerechnet werden.
Also bitte erst überlegen, wie lange ich unterwegs bin und dann rechnen.
Aber natürlich hat die Bahn auch ihre Vorteile. Der wichtigste Vorteil ist wohl die CO2 Einsparung, auch wenn pro Fahrgast das nur wenig ausmacht. Aber erstens macht Kleinvieh auch Mist und weitens kommt es hier auf die Gesamtheit der "Umsteiger" an.
Peter

Ich war in Frankreich, USA und Spanien auf den Autobahnen
unterwegs, es war ein entspanntes und ruhiges Fahren...
hier in Dt. ist das purer Stress... zu dichtes Auffahren und
drängeln...riskante Überholmanöver...

Ich wäre für ein Tempolimit von ca. 120 km/h, wenn das dann für alle (!) Fahrzeuge gälte - auch LKWs etc. (sofern sie die technischen Voraussetzungen dafür erfüllen). Erst damit wäre wirklich angenehmes Dahingleiten möglich. Wenn LKWs weiterhin nur 80 fahren dürfen gäbe es immer noch genug Drängler die's brandeilig haben, dicht auffahren etc..

Übrigens, wenn die Regierung was für Elektroautos tun wollte müsste sie nur ein Tempolimit von 120 oder 130 km/h für alle Fahrzeuge AUSSER Elektroautos einführen :-) Es würde nicht lange dauern bis die ganzen Bonzen etc. alle Elektroautos führen.

Kein Wunder, da diese Personen wohl die dicksten Brummer fahren, von der Auto- Öllobby geschmiert wurden und ihre Zweitgehälter von ihnen beziehen.

Der Kommentar des von mir angeschriebenen SPD-Politikers lautet zusammengefasst folgendermaßen:
Auch ich bin für die Einführung eines Tempolimits auf den Autobahnen da ein geringeres Unfallaufkommen zu erwarten sei und auch die CO2 Emissionen gesenkt werden können. Aber aufgrund des Koalitionsvertrages stimme ich dagegen.
Meiner Meinung nach sind Abgeordnete des Deutschen Bundestages aber nur ihrem eigenen Gewissen gegenüber verpflichtet und sollten danach abstimmen.

Dieses Koalitionsverhalten ist ein Abgesang auf demokratische Grundsätze. Damit auch der "demokratischen Politik" in Deutschland, die eh seit vielen Jahren eher über Lobbyisten und Co. der Konzerne und Wirtschaftsorganisationen gesteuert wird und nicht durch den allgemeinen Wählerwillen (was ist der schon wert - ausser bei Wahlen!?)

Da wäre ich vorsichtig - i.A. gebe ich Ihnen Recht, dass Koalitionen einer sinnvolleren Entscheidungsfindung im Weg stehen können, allerdings muss man aufpassen, nicht Weimarer Verhältnisse zu schaffen mit Regierungen, die nicht regierungsfähig sind. Denn das könnte dann eben auch den Eindruck erwecken, dass man eher Parteien wählen sollte, die, auch wenn sie noch so irrational sind, wenigstens einen Eindruck der "Geschlossenheit" vermitteln. Wie gesagt, ich gebe Ihnen prinzipiell nicht Unrecht, wäre in meiner Einschätzung aber vorsichtiger.

Ich halte ein generelles Tempolimit für absurt, es wir schon gleich gar nicht für weniger Unfälle sorgen. Die Unfälle passieren heute meist nur weil Fahrer ohne zu schauen, einfach rausziehen. Meist sogar ohne Blinker. Außerdem sind die meisten Autobahnen heute eh, schon Geschwindigkeitsbegrenzt. Ich habe viel beruflich in USA und CA gearbeitet, dort passieren genau so viele Unfälle wie hier, trotz Geschwindikeitsbegrenzungen, auch wenn die LKW sschneller fahren dürfen als hier, das halte ich für sträflich, wenn hier LKW's schneller als 80 km/h fahren dürften. Damit würden die Unfallzahlen erheblich nach oben gegen. Sicher gibt es unter den Fahrern, solche denen es bewusst ist was sie transortiern, aber es gibt auch genügend die es nicht tun. Man Sieht es auch an den Unfallzahlen von den Busunfällen, was hat uns die 100 km/h begracht, nichts außer schwere Unfälle. Man sollte lierber schauen das die Parteien besser zusammen finden und man sollte sich um wichtigere Dinge kümmern.

Ich teile Ihre Ansicht, dass einem Abgeordneten qua Koalitionsvertrag (den Leute mit ausgehandelt haben, die nicht einmal gewählte Mitglieder des Parlaments sind) für seine Mandatszeit im Voraus vorgeschrieben wird, wie er abzustimmen hat. Das ist m.E. nicht ein verfasssungskonformes Verständnis der Rolle eines immerhin vom "Volk" (und nicht von irgendwelchen Parteigremien) gewählten Abgeordneten. Im genannten Fall musste folglich ein MdB gegen seine persönliche Überzeugung (und auch gegen die Meinung seiner Partei , die 2007 beschlossen hatte : „Ein schneller und unbürokratischer Weg zum Klimaschutz ist die Einführung einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h.“).
Eine Zustimmung zu einem Tempolimit hat mit Weimar nicht das Mindeste zu tun und hätte die Regierung auch nicht am Weiterregieren gehindert.

Ein MERK-würdiges,unsensibles Verständnis von Demokratie von einer Partei, die sich selbst 'demokratisch' nennt.

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