Private- und kommunale Holzvermarktung auf Landesebene erlauben

Die Grünen kritisieren unnötige Kartellverfahren gegen Baden-Württemberg in Bezug auf die staatliche Holzvermarktung. Der Antrag wurde abgelehnt.

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Dafür gestimmt
114
Dagegen gestimmt
448
Enthalten
0
Nicht beteiligt
68
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.

In ihrem Antrag betonen die Grünen mehrfach die besondere Bedeutung der Wälder im ökologischen sowie ökonomischen Sinne. Die Wälder seien für das Gemeinwohl zu erhalten, weiterzuentwickeln und zu beschützen. Dafür müsse eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sichergestellt werden.

In dem Grünen-Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert zu prüfen,
- inwieweit durch Anpassungen im Bundeswaldgesetz eine dauerhafte Fortführung der bewährten länderspezifischen Strukturen zur Unterstützung des nichtstaatlichen Waldbesitzes durch die Landesforstverwaltungen im Sinne einer nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Waldbewirtschaftung in den Bundesländern ermöglicht werden kann,
- im Bundeswaldgesetz insbesondere klarzustellen, dass Leistungen, die der Vermarktung des Holzes vorgelagert sind, wie z. B. die Auswahl und Markierung der für den Einschlag des Holzes vorgesehenen Bäume, als waldbauliche Maßnahmen anzusehen sind, die der langfristigen ökologischen und ökonomischen Wertsteigerung der Wälder dienen und nicht der Holzvermarktung zugerechnet werden können.

Der Antrag wurde von der Großen Koalition abgelehnt.

Kommentare

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Alles was dem Gemeinwohl dient, sollte auch in dessem Sinne gewahrt bleiben. Der Antrag ist wäre zu 100% untestützungswürdig!

Sinvollere Maßnahme als A+E Maßnahmen, die nach 3 Jahren nicht mehr gepflegt werden, da die Entwicklungspflege ausgelaufen ist.

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In diesem Antrag forderte die Grünen-Fraktion die Erhaltung einer Waldbewirtschaftung, die über 40 Jahre lang von der CDU- Regierung in Baden-Württemberg aufgebaut und erfolgreich praktiziert wurde.
Und nun stimmt die CDU gegen diesen Antrag! Unglaublich!
Damit wird wieder einmal deutlich, dass es der CDU immer weniger um aktive Gestaltung im Sinne des Gemeinwohles geht, sondern sie sich in krasser Weise zum Werkzeug großer Lobbyisten machen lässt.

Sehr geehrter Herr Donth, ich würde mir wünschen, dass Sie zuerst die Förster und Waldbesitzer in Ihrem Wahlkreis befragen, bevor Sie über eine solche Frage abstimmen!

Entsprechendes gilt für andere Themen: Fragen Sie doch bitte nach, was Ihre Wähler wissen, können, wollen und brauchen! Holen Sie sich Rat von engagierten Kennern des Fachs und von Leuten aus der Praxis und nicht nur von so genannten Expertenkommissionen! Dann müssen Sie sich auch keine Gedanken machen, dass Sie von Ihren Wählern unterstützt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Flad

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Unfassbar, was die SPD mit Ihrer Stimme, Frau Hiller-Ohm, an neoliberalen, das Gemeinwohl schädigenden Entscheidungen trifft.

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