Rente mit 67

Mit den Stimmen der Koalition hat der Bundestag die „Rente mit 67“ beschlossen. Von der SPD stimmten 11 Abgeordnete gegen das Gesetz, ebenso die Oppositionsparteien FDP, Die Linke und Bündnis 90/Grüne. Um die volle Rente zu beziehen, müssen die Jahrgänge ab 1964 künftig bis 67 arbeiten.

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Dafür gestimmt
407
Dagegen gestimmt
169
Enthalten
4
Nicht beteiligt
33
Abstimmungsverhalten von insgesamt 613 Abgeordneten.

Durch das Zusammenwirken von Geburtenrückgang und ansteigender Lebenserwartung stehen immer weniger Erwerbstätige einer immer größer werdenden Zahl von Rentenempfängern gegenüber. Während die Menschen vor 40 Jahren durchschnittlich noch sieben Jahre Rente bezogen, liege die Bezugsdauer heute bei 17 Jahren, heißt es in dem Gesetzesentwurf von CDU/CSU und SPD. Folgende Maßnahmen sind laut Gesetzesentwurf geplant: Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre: Für Menschen, die 1947 oder später geboren wurden, soll das Renteneintrittsalter bis 2029 stufenweise von derzeit 65 auf 67 Jahre angehoben werden, und zwar ab 2012 jährlich um einen Monat und ab 2024 um 2 Monate pro Jahr. 2029 läge das Renteneintrittsalter dann bei 67 Jahren.

Somit müssten die Jahrgänge ab 1964 insgesamt bis zum Alter von 67 arbeiten, um die volle Rente zu beziehen Einführung einer neuen abschlagsfreien Altersrente ab 65 Jahren: Wer mindestens 45 Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt hat, kann schon mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Angerechnet würden auch Betreuungszeiten bei der Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr des Kindes. Modifizierung der "Schutzklausel" bei der Rentenanpassung: Eine 2004 beschlossene "Schutzklausel" sollte den Rentenanstieg tendenziell dämpfen. Auf diese Weise sollte die beschlossene Beitragsobergrenze von 21,9 % bis zum Jahr 2030 und ein Rentenniveau von mehr als 43 % (vor Steuern) bis zum Jahr 2030 eingehalten werden. Durch das nun vorliegende Gesetz soll die seit 2005 unterbliebene Anpassung der Renten an die Lohnentwicklung ab 2011 nachgeholt werden, "wenn aufgrund der Lohnentwicklung Rentensteigerungen möglich sind", heißt es im Gesetzesentwurf.

Da die Anhebung des Renteneinstiegsalters und die Modifizierung der "Schutzklausel" erst nach 2010 wirksam werden, kommt es bis dahin zu keinerlei finanziellen Auswirkungen auf den Bundeshaushalt. In den Folgejahren wird laut Gesetzesentwurf eine "dauerhafte Entlastung des Beitragssatzes und somit auch der Lohnzusatzkosten" erwartet. Flankiert wird die Anhebung des Renteneintrittsalters durch die "Initiative 50plus" (BT-Drs. 16/4371, PDF), wodurch die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbessert werden soll. Dazu ist u.a. die Einführung eines Kombilohns vorgesehen: Ältere Arbeitslose, die eine Beschäftigung aufnehmen, die geringer bezahlt ist als die letzte Tätigkeit vor der Arbeitslosigkeit, würden demnach einen teilweisen Ausgleich ihrer Einkommenseinbußen erhalten. Zudem würden die Rentenversicherungsbeiträge aus der neuen Beschäftigung zwei Jahre lang auf 90 Prozent des vorherigen Niveaus aufgestockt werden. Im Rahmen der "Initiative 50plus" sollen außerdem Unternehmen, die Ältere für mehr als ein Jahr einstellen, einen Eingliederungszuschuss erhalten. Mit der Anhebung des Renteneinstiegsalters und der Förderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werde einem drohenden Fachkräftemangel entgegengewirkt, heißt es in dem Gesetzesentwurf.

Die FDP kritisiert die "Rente mit 67" als "verkappte Rentenkürzung", da drei Viertel der Menschen zwischen 60 und 65 schon nicht mehr arbeiteten. Eine starre Anhebung des Rentenalters sei "keine Lösung". Es müsse einen flexiblen Rentenbeginn ab 60 geben: Rentenabschläge ja, aber unbegrenzte Hinzuverdienstmöglichkeiten als Arbeits-Anreiz. Auch für die Linke ist die Verlängerung der Lebensarbeitszeit eine staatlich verordnete Rentenkürzung. Schon heute hätten Rentnerinnen und Rentner, Beschäftigte und Empfängerinnen und Empfänger sozialer Leistungen Jahr für Jahr weniger im Portemonnaie. Darum unterstütze man die Proteste der Gewerkschaften.

Bündnis 90/Die Grünen kritisieren u.a., dass Beschäftigte in besonders belasteten Berufen durch die "Rente ab 67" benachteiligt würden. So müssten beispielsweise Dachdecker, die heute mit durchschnittlich 50 Jahren in den Ruhestand gingen, mit hohen Abschlägen rechnen. Aus diesem Grund fordern die Bündnisgrünen u.a., dass die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Erwerbsminderungsrente bei 63 Jahren belassen und nicht angehoben wird.

Links zur "Rente mit 67" (PDF-Format):

Gesetzesentwurf der CDU/CSU und SPD-Fraktion (BT-Drs. 16/4372), beschlossen

Antrag der Fraktion Die Linke (BT-Drs. 16/2747), abgelehnt

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (BT-Drs. 16/3812), abgelehnt

Kommentare

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Die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ist beschäftigungspoltischer Unfug und eine sozialpolitische Sauerrei.
Arbeitszeitverlängerung kostet Arbeitsplätze und ein/eine ArbeiterIn ist schon mit ",50-plus", kaputt.

Am meisten stört mich jedoch die Begründung, die demographische Entwicklung lasse keine andere Politik zu. Biologistische Antworten auf geschellschaftliche Probleme waren schon immer falsch!
Geht die Produktivkraftentwicklung ähnlich dynamisch weiter wie in den letzten Dekaden so werden im Jahre 2029 weniger Erwerbstätige ein höheres Bruttosozialprodukt erarbeiten als heute. Die entscheidende Frage bleibt: Wer bekommt wie viel vom Kuchen, wie verteilen wir den gesellschaftlich erarbeiteten Reichtum?

Der gesellschaftliche Wandel lässt sich solidarisch gestalten! Eine Erwerbstätigenversicherung in die Selbstständige, BeamtInnen, Vorstandsmitglieder und geringfügig Beschäftigte einzahlen würde die Rente zukunftsfest machen.

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Unabhängig von meiner persönlichen Bewertung der konkreten Maßnahme bin ich geradezu schockiert über die Mutlosigkeit und Zögerlichkeit unserer Politiker, die die Umsetzung der Maßnahme auf satte 22 Jahre aufteilen! Demnächst wird dann vermutlich die Einführung des Nichtraucherschutzes in Bundesbehörden über Einzelschritte bis ins Jahr 2120 beschlossen!

Moral: Wenn schon, denn schon!

P.S.: Meine persönliche Meinung ist zwiespältig. Einerseits handelt es sich natürlich hauptsächlich um ein Rentensparprogramm. Andererseits ist die Einsparung von Staatsausgaben unbedingt nötig. Und zwar leider auch im sozialen Bereich, denn der ist der größte Ausgabenblock. Deshalb sind sinnvolle Sparmaßnahmen nötig!

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Kürzlich hat der Bundestag beschlossen, dass Minister künftig eine Pension erst mit 65 erhalten (zuvor 60) sollen. Hier hätten die Politiker mit guten Beispiel vorangehen können, in dem Sie für die Minister und die vielen Staatssekretäre das Pensionsanspruchsalter gleich auf 67 Jahre angehoben hätten. Dies heute viel zur Glaubwürdigkeit der Politiker beitragen können!

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Es sollte auch der Beruf gesehen werden.Ich verkaufe Blindenprodukte am Telefon.Das kann ich wenn ich gesund bleibe sehr lange machen.Ein Schwerstarbeiter sollte viel eher in Rente gehen können.Es sollten mehr Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit wagen.Ich bin so aus langer Arbeitslosigkeit rausgekommen.der Staat allerdings ist nicht alleine verantwortlich, vielmehr müssen wir uns von 20-30 jahre Ruhestand verabschieden und jeder sollte mehr für sich selber verantwortlich sein.Dieses Land hat zuviele Bürger die es schröpfen ohne an die nachfolgende Generation zu denken.jeder sollte irgendwas tun und wenn es gemeinnütziges ist. Fürs nichtstun darf niemand Geld erhalten.

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Noch so eine Diskussion in der Ursache und Wirkung vermischt
wird und dann den Menschen die Schuld für politische Fehlentwicklungen zugeschoben wird. Um was geht es denn bitte? Um die Rente, also ein Versicherungssystem in das die Arbeitnehmer ihr Berufsleben lang einen Beitrag entrichten müssen, damit sie im Austausch ein Anrecht auf die Auszahlung einer Rente erhalten. Nun stimmen Einzahlungsbeiträge und Auszahlungssumme nicht überein. Bisher lief es seit Einführung der gesetzlichen Rentenversicherung seit etwa 100 Jahren so, dass viele durch Tod und Krieg garnicht oder kaum in die Lage kamen, etwas von der Summe zu erhalten, die ihnen als Rente zugestanden hätte. Nun hat die Evolution dem Menschen die Möglichkeit gegeben, eben mal länger zu leben, als das den Politkern recht sein mag, und von daher gibt es mehr Rentenbezugsberechtigte als im letzten Jahrhundert. Clevere Weise hatten die Politker in der Grundüngsphase der gesetzlichen Rentenversicherung so ihre Gedanken über das System gemacht und sind zu dem Punkt gekommen, dass man eigentlich 45 Jahre in das System einbezahlen sollte um den vollen Rentenanspruch zu bekommen. Nun hängt es heute vom Schulsystem ab, wann ein junger Mensch in das Berufleben treten könnte und sich an der gesetzlichen Rentenversicherung beiteiligen muss, will er etwas aus dem System zurückbekommen. Dies ist heute mit 18 und 19 Jahre der Fall, rechnet am die 45 Mindestjahre dazu, dann hat er in der Zukunft mit 63 bis 65 Jahren Anspruch auf die volle Rente, und so sollte es auch bleiben. Der Rest sind wie immer im Leben Änderungen der Beitragszahlunsgsätze oder Zuwendungen die der Staat entrichten könnte, wenn er wollte. Das Loch in der Rentenkasse kam durch externe Faktoren zustande, die die Politik nicht lösen wollte, sondern an das Rentenversicherungssystem abgeschoben hat, also Aussiedler, Vereinigungsproblem, Frühverrentung, Arbeitslosigkeit und und und. Würde diese Probleme gelöst und nicht verschoben, so wäre das Rentensystem genau so sicher, wie geplant. Nur, die Erhöhung der jährlichen Rente, die muss natürlich von der Einnahmeseite abhängig gemacht werden. Als würde es anstatt jedem Jahr in einem Block von 10 Jahren wahrscheinlich nur 5 bis 7 mal eine Anpasung der Rente ergeben. Und, um auch die Einnahmeseite aus dem so gehuldigten demographischen Faktor zu verstärken, sollten der Nachlass eines Rentners, der keine Eben hat, nicht von den Kommunen für Pipifaxausgaben eingesackt werden, sondern in die solidarische Rentenversicherung einfleißen, quasi die letzte solidarsiche Handlung eines Rentners an das Rentensystem. Und bei der heutigen Lage würde dann die Rentenversicherung in den nächsten 20 Jahren so viel Einnahmen erhalten, dass sogar die Beiträge der jungen Menschen mit Kindern fast gegen Null gefahren werden könnten und so ein System entsteht, dass alle einen Vorteil verschafft, nur nicht den Beamten und Unternehmern, denn die haben sich noch nie in einer Gesellschaft solidarisch Verhalten, sondern immer nur Ansprüche gestellt.

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Erst einmal müssten die Beamten und Politiker ihre Pension für die Jahre einzahlen und nachzahlen von der Zeit an wo Sie ihren ersten Berufsabschluß haben. Und nicht auf der Tasche der Arbeitnehmer liegen. Dann müsste Politiker Pensionanspruch erst mit 70 oder 75 Jahren erhalten, da Sie keine körperliche Arbeit leisten. Ein weiteres müssten die Pensionen der Politiker erst einmal an die Allgemeinrente angeglichen werden, denn unsere Politiker leben in ein Pensionparadis.(Schlaraffenland)
Die Arbeitnehmer die 45 Arbeitsjahre körperlich gearbeitet haben schaffen das Rentenalter
mit Eintrittalter 67 Jahre aus Gesundheitlichen gründen meistens gar nicht und werden dann von denjenigen um Ihre Rente betrogen die bis Heute nicht ein Cent einzahlt haben, dann aber
bei Pensionsanspruch mit sehr hohen Pensionen die Sie sich selbst im Bundestag verabschiedet haben in Rente gehen.

Antwort auf von Rolf Hornickel

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Sie haben Recht!e und am Schluss alles zum Wohle des Volkes,nur frage ich mich welches Volk die da oben meinen?

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Ich brauche keine Rente, denn ich werde nie 67 werden, wenn ich vorher verhungern muß

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Es ist nicht gerecht, das Lebensalter zum Maßstab des Bezugs der Rente zu machen. Die Lebensarbeitszeit - die Zeit also, in der ein Mensch Leistungen für die Gesellschaft erbracht hat - muss der bestimmende Faktor sein. Hier eine Anzahl von 45 Jahren zum Maßstab zu machen, würde Gerechtigkeit in ein bisher sehr fragwürdiges System bringen. Aber vermutlich sind die maßgeblichen Entscheider nicht bereit 45 Jahre ihre Leistung zu erbringen und setzen lieber auf das Lebensalter. Alter allein ist aber kein Verdienst - und nur der sollte herangezogen werden.
Das will aber keiner

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Quod licet Jovi, non licet bovi
Obwohl mich der gestrige Beschluß auch betreffen würde, ist die ganze Aufregung umsonst. Im Jahre 2012 wird es meines Erachtens das heutige Rentensystem eh nicht mehr geben und manche von unseren Volksvertretern werden sich vielleicht dereinst in Ihrer selbst geschaffenen Realität, z. B. Hartz 4 oder so ähnlich wiederfinden. Der ganze Politikerapparat ist so degeneriert heutzutage, manche sind Richter, Beamte, Schullehrer schon in der Zweiten und Dritten Generation, die wissen gar nicht mehr wo das Geld überhaupt herkommt geschweige denn wie es erwirtschaftet wird oder was es überhaupt ist. Der heutige Euro oder das grün bedruckte Papier Namens Dollar sind im Grunde genommen nur noch Giralgeld (Schulden) fast ohne irgendwelche Deckung (z. B. Gold/Silber) im Hintergrund und diese Spiel kann, trotz Glauben Vieler die sich heutzutage an diesem Spiel bereichern, nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag fortgeführt werden. Ganz nebenbei würde es unser Planet auch gar nicht verkraften.
(Chemtrails, Gen-food, atomare Verseuchung und und und)
Doch in nicht all zu ferner Zukunft naht der Tag der Abrechnung. Schon jetzt werden es täglich mehr die dieses Hirnlose Treiben, trotz medialer Dauerverdummung durchschauen. Dann werden die Ochsen wieder in den Stall geführt, notfalls an der Kette und die Menschen können wieder ein selbstbestimmtes Leben führen.

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Ist man bis 67 auf der Piste kommt man eher in die Kiste.Das neue Rentenanpassungsmodell nach MünteferingCO.Wann reduzieren diese Herren endlich ihre überzogenen Ruhestandsbezüge auf das Niveau eines Durchschnittsrentners ?

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Die Erhöhung des Rentenalters ist eine schamlose Rentenkürzung ! Von 1950 bis 2002(dann hört die Statistik auf)
wurden aus der Rentenkasse einschließlich Zinsen nachweislich für versicherungsfremde Leistungen 720 Milliarden Euro geplündert !
Warum wird eine einheitliche Rentenhöhe in Ost und West
von 67 eingeführt, während man auf einen Beschluß für einen gleichen Rentenfaktor West und Ost noch immer vergeblich wartet ! Herr Müntefering wo bleibt dieser Beschluß ?

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Gobsch

Erwerbsunfähigkeitsrentner Ost

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die rente mit 67 ist defacto eine rentenkürzung und nichts anderes sonst. die maroden staatskassen und die misswirtschaft der sog.politischen elite,d.h. der sog.volksvertreter soll somit wenigstens ansatzweise
wieder auf konsolidierungskurs gebracht werden. dass dies auf dem rücken der arbeitnehmer, rentner und der künftigen generation geschieht kümmert die opportunisten der koalition wenig. immer schön in der schleimspur des kapitals kriechen und ducken, anstatt innovative ideen aufzunehmen und durchzusetzen.(kleines bsp.:mindestlohn, bürgerversicherung)

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Am 1.April 2007 habe ich 45 Klebejahre erreicht. Ich bin jetzt 59 Jahre und habe ohne Unterbrechung ge-arbeitet. Nur durch den 6 wöchigen Stahlarbeiterstreik wurde meine durchgehende Arbeitszeit unterbrochen. Da ich 1989 geschieden wurde, wurden zwanzig Ehe-jahre geteilt, denn meine Frau erzog unsere Tochter und ging nicht arbeiten. Da der wirtschaftlich stärkere für den wirtschaftlich Schwächeren aufkommen muß, steht mir dann die sagenhafte Rente von ca 970€ zu. Auch so ein tolles Gesetz was im Bundestag verabschiedet wurde.
Also 970€ Altersrente, außerdem kommen für 45 Arbeitsjahre noch sagenhafte 150€ Betriebsrente hinzu, abzüglich der gesetzlichen KV u. PV. Somit bleiben mir, wenn ich noch 6 Jahre arbeiten muß, ca. 1000€ Rente zu Verfügung. Ich bin vom ersten Tag bis heute als Dreher tätig. Ich weiss nicht ob ich das körperlich bis zu meinem 65 Jahr noch durchhalte.
Ich lade Herrn Münteferung und Genossen gerne ein bei Thyssen 2-3 schichtig mal einen Monat zu arbeiten. Vielleicht kommt man dann mal zu einer etwas anderen Ansicht bis 67 arbeiten zu müssen. Ich nehme aber mal an, das man sich in der SPD nicht darum reißen wird bei mir einen Monat an der Dreh bank zu arbeiten!
Am Ende meines Arbeitsleben frage ich mich nun, warum bin eigentlich solange arbeiten gegangen?
Als Hartz IV Empfänger hätte im Rentenalter ein ähn- liches Einkommen.

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ich werde wenn ich jetzt in Altersteilzeit gehe meine ganze Kraft, die mir bleibt dafür sorgen, daß Menschen wie sie nicht mehr über andere Menschen bestimmen. Es macht einen Unterschied, ob man körperlich arbeitet oder geistig. Erst macht ihr euch die Hände nicht schmutzig, dann lebt ihr noch länger als die Malocher. Ich werde Linkspartei kräftig unterstützen. Ich hab jetzt ja Zeit :-)

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es ist schon traurig,daß müntefering und konsorten solch unsinnige reformen auf den weg bringen.los ging es mit hartz IV und weiter geht es mit gesundheit und rente.wer weiß was sich diese damen und herren da oben noch einfallen lassen.ich hoffe nur daß der deutsche michel langsam aufwacht und sich nicht länger diese schmach gefallen läßt.wer von da oben zahlt eigentlich auch mal die zeche???
warum bekommen die alles umsonst und brauchen nichts abzugeben?

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Was mich sehr wütend macht ist das SPD-Abgeordnete und dazu noch Gewerkschafter der Rente mit 67 zugestimmt haben..... Leute habt Ihr den Bezug zur Realität verloren...?

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Na warum denn aufregen ...ist doch prima .... mit diesem Gesetz werden in ein paar Jahren die Rentenkassen wieder voll sein , da kein Arbeiter die Rente mehr erleben wird da er vorher vermutlich gestorben ist ! Sozusagen kaputtmalocht !

Danke liebe VOLKSVERTRETER !

Was ich bei der nächsten Wahl wähle ist klar ...jedenfalls keine SPD ( die sich besser umbenennen sollte weil Sozial ist da nix mehr dran ! )

Ich frage mich die ganze Zeit wie ich als Rettungssanitäter mit 60 , 65 oder 67 einen Patienten aus dem 4. Stock schleppen soll , das soll mir mal einer der ach so schlauen Politiker vormachen ....

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Nach 35 Jahren Krankenpflege hatte ich das, was man Burnout-Syndrom nennt. Allerdings wurde das vom Medizinischen Dienst negiert, als ich eine Berufsunfähigkeitsrente beantragte. Also bleibt mir nichts anderes übrig (ALG II macht auch krank), als mit 60 Jahren in Rente zu gehen. Bekanntlich mit einer Kürzung von 18 %. Der Betrag wird ein bisschen über dem Sozialhilfesatz liegen. Diese Aussicht macht mutlos, wenn man bedenkt, dass ich all die Jahre Steuerklasse I hatte. Und schwindelig wird mir, wenn ich meine Beiträge mal zusammenrechne!
Zu guter Letzt habe ich dem Staat noch eine Menge Geld erspart, indem ich meine Mutter pflegte. All das zählt nicht! Mein Beispiel ist nur eines von vielen, deren Beruf es gar nicht erlaubt, bis 67 zu arbeiten. Sollten in diesem Bereich keine Ausnahmen zugelassen werden, ist wohl offensichtlich, auf diese Weise die Rentendauer kurz zu halten.
Schade, dass die Politiker sich schwertun, ebenfalls in das solidarische System einzuzahlen.
Deren Lebensabend ist nicht gefährdet.

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Immer weniger Menschen produzieren in immer kürzerer Zeit immer mehr. Computer und Technik bestimmen immer mehr die Produktion.

Deshalb wäre es äußerst sinnvoll, die Arbeitszeiten der Beschäftigten zu verkürzen und das Rentenalter vorzuziehen. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist einem denkenden Menschen nicht nachvollziehbar. Es ist genau das Gegenteil einer vernünftigen Entscheidung.

Dass die Renten nicht mehr durch Beiträge der Lohnabhängigen finanziert werden können, ist eigentlich klar wie Wasser. Weniger Beschäftigte - weniger Beiträge.
Damit auch in Zukunft ordentliche Renten gezahlt werden können, muss das System zwingend geändert werden.

Nicht mehr durch Beiträge der Arbeitenden, sondern durch Erhebung einer Sozial-Steuer auf Umsätze und Gewinne der Unternehmen, die ja mit immer weniger Beschäftigten immer höhere Gewinne machen, muss künftig die Rente und nach Möglichkeit auch die Gesundheitsfürsorge bezahlt werden. Dadurch gibt es ja auch eine Entlastung der ",Lohnnebenkosten", zugunsten der Unternehmen, die Personal beschäftigen. Allerdings muss sehr darauf geachtet werden, dass diese Steuer nicht wieder auf die Konsumenten abgewälzt wird, wie dies seit Einführung der Mehrwertsteuer so gemacht wird. Man könnte die neue steuer auch als ",Wertschöpfungsabgabe", bezeichnen.
Sie wäre weitaus gerechter und sozialer, als das jetzige System, das zu Bismarcks Zeiten noch funktionierte, aber heute nicht mehr.

Von der SPD haben 193 Abgeordnete der längeren Arbeitszeit zugestimmt, nur 11 SPDler waren dagegen. Das wird der SPD viele Stimmen kosten. Die Linkspartei freut es. Die könnte in wenigen Jahren schon die SPD stimmenmäßig überholen. Viele meiner Bekannten jedenfalls werden in Zukunft die Linke wählen...

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Was regt Ihr Euch alle den so auf? Meint Ihr etwa, irgend ein Politiker in diesem Land wird soweit auf uns herabschauen, um zu sehen was der kleine Bürger macht. Das interessiert unsere überschlauen Damen und Herren einen Dreck wie wir denken und was wir machen! Die haben doch alle den Sinn für die Realität schon lange verloren, bzw. sie haben ihn nie gehabt. Und jeder der in diesem Land lebt weiß, das all unsere Politiker korrupt sind und nur in die eigene Tasche wirtschaften. Jeder ist sich halt der Nächste.
Meine Meinung zu der Lage der Nation ist:
Alle Politiker sollten erst mal einen Führerschein machen und mit dem privaten PKW zur „Arbeit“ fahren. Oder was man bei dehnen so arbeiten nennt.
Alle Politiker dürfen nur einen Job machen, denn sie sind ja fürs Volk da und müssen dann auch ihre ganze Energie ihrer Aufgabe widmen und nicht nebenbei noch die ganzen Schwarzgelder kassieren, denn Schwarzarbeit ist in diesem Land nicht erlaubt.
Alle Politiker müssen nach Leistung bezahlt werden. Zwar müssten mindestens 99% aller noch Geld mitbringen, aber das währe ja nur gerecht.
Ich möchte keinem LKW- Fahrer auf der Strasse begegnen, der kurz vor seinem Renteneintrittsalter von 67 steht und als fahrende Zeitbombe unterwegs ist. Sorry, das war jetzt grad nicht bös gemeint, aber wir wissen alle das ab einem gewissen Alter das Risiko für einen Herzinfarkt oder ähnliches steigt. Wie gesagt, es ist nicht bös gemeint und es gibt garantiert noch tausend ähnliche Beispiele. Wobei ein Büromensch eine nicht so große Gefahr darstellt.
Aber alles in allem haben wir in Deutschland ja selber Schuld, wir lassen uns ja alles gefallen. Ein richtiger Generalstreik, bei dem der ganze Strom abgeschaltet wird. Und wenn unsere Politiker dann immer noch nicht aufgewacht sind, werden sie einfach entmachtet und ihr ganzes Vermögen wird den Staatskassen zugeführt. Dann hätte Deutschland auch keine Schulden mehr.
Ich weiß natürlich, das man meine hier niedergeschriebenen Zeilen als Volksverhetzend auslegen wird, aber ich habe hier nur meine Meinung gesagt, und das ist laut Grundgesetzt noch erlaubt. Wie gesagt, noch, aber das wird sich mit Sicherheit bald ändern, denn wir leben ja jetzt schon in einer Diktatur und dann kann man ja alles zu dem Vorteil unserer Politiker auslegen.
MfG
Stefan

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Rente mit 67? Das ist noch nicht das dicke Ende,es wird getestet wie weit man denn hier gehen kann. Durch die Bildzeitungs-mentalität ist das Deutsche Volk doch total verblödet worden- und das war auch politisch und erst recht Wirtschaftlich gewollt.Viele Unternehmen zahlen doch schon keinen Lohn mehr, sondern lassen sich den Arbeitsplatz für Ältere Arbeitnehmer, zunehmend aber auch für jüngere vom Staat bezahlen-also vom Steuerzahler. Somit bezahlt jeder seinen Arbeitsplatz selber. Und das bis 67 Jahre und die Arbeitgeber machen Gewinne auf kosten der Steuerzahler und bezeichnen die normalen Bürger als Faulenzer und Schmarotzer. Es muss endlich Bildung her, damit ist nicht das Abitur gemeint. Denn Bildung ist was anderes.Es gibt keine Solidarität unter der sogenannten Normalbevölkerung,die lässt sich ständig die Butter vom Brot nehmen und merkt es nicht einmal, so nach dem Motto- was sollen wir denn machen? Sie könnten eine menge machen, aber das Bewußtsein ist einfach nicht da. Im gegenteil sie freuen sich, weil sie den Nachbarn angezeigt haben , denn der hat Schwarzarbeit gemacht um zu Überleben und nicht zu verhungern.
Deshalb sage ich, die Rente mit 67 ist noch nicht das Ende, es werden noch ganz andere Dinge kommen wo wir im Moment noch gar nicht dran denken.
Wir jedenfalls rechnen mit noch mehr Schikanen und schweinereien seitens der Politik und erst recht der Wirtschaft, denn die haben das sagen hier- die Politiker sind doch nur Marionetten derer.
Daher kann ich nur sagen Bevölkerung haltet endlich zusammen und Informiert Euch und bildet Euch. Ihr könntet viel tun-dann braucht keiner mehr über die Rente mit 67 zu klagen- wenn ihr nur wolltet.

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Ich habe nicht mit den Händen gearbeitet. Aber mein Schwiegersohn arbeitet mit den Händen. Er ist Dachdecker. Jetzt ist er Anfang 40 und schon heute stöhnt er, dass er die Arbeit wohl nicht mehr allzu lange so weitermachen kann. Allerdings arbeiten die Dachdecker auch bei Sommer-Temperaturen von fast 40 Grad (!) und bekommen dann nicht etwa frei.

Die Rente mit 67 ist eine Farce. Nichts weiter als eine Rentenkürzung. Vor allem für Menschen, deren körperlicher (aber auch mentaler) Verschleiß schon mit 40 losgeht.

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Ich denke unsere Abgeordnete haben keine Ahnung vom Leben!
Und ich denke ,ich wähle Links.

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Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist von den
Menschen verabschiedet worden, die nicht wissen was es bedeutet täglich unter großer körperlicher Belastung zu arbeiten.Haben die Abgeordneten sich schon so weit von der Lebenswirklichkeit entfernt, oder halten sie die Menschen die sie eigentlich vertreten sollen für so dumm, daß sie eine Rentenkürzung auf diese unredliche Art verkaufen wollen.Wenn diese Herren wirklich ernsthaft glauben, dass ein Arbeitnehmer der täglich körperlich hart arbeiten muß,diese Knochenarbeit bis zum 67.Lebensjahr leisten kann, sollten sie für 4 Wochen
deren Arbeit samt der Entlohnung übernehmen. Diese könnten sich dann im Bundestag während dieser Zeit eine Pause von der Maloche gönnen und dafür die gut bemessenen Abgeordnetendiäten kassieren. Danach wäre Renteneintritt mit 67 sicher vom Tisch.

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