Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe

6 Nov 2015

Mit einer fraktionsübergreifenden Mehrheit hat der Bundestag ein Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe beschlossen. Bei der Abstimmung war die Fraktionsdisziplin aufgehoben.

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Dafür gestimmt
370
Dagegen gestimmt
232
Enthalten
9
Nicht beteiligt
19
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.

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NameFraktionWahlkreisStimmverhalten

Alle Abstimmungen des Parlamentes

23.05.2014
Rentenpaket Zur Abstimmung Ja 459 Nein 64
28.11.2014
22.09.2016
11.11.2016
25.11.2016
Haushalt 2017 Zur Abstimmung Ja 458 Nein 115
24.03.2017
08.06.2017
30.06.2017
Ehe für Alle Zur Abstimmung Ja 393 Nein 226

Kommentare

Was berechtigt Abgeordnete, die noch nie todesnah waren, über die Selbstbestimmung bzgl. des Todes anderer zu entscheiden. Sogar ein zum Tode helfender Arzt geht einem gewerblichen Einkommen nach und ihm droht bei Sterbehilfe Gefängnis. Das ist menschenverachtend. Welcher Ehtik folgt es, wenn man elendig verendenden Menschen aufzwingt, maximales Leid zu erfahren? (Auch die Schmerzmedizin kann nicht immer Schmerz mindern.) Diese Gleichgültigkeit gegenüber schwerstem Leid anderer betrifft jeden und ist - auch für mich als Arzt - unerträglich.

die Bevormundung von etwas über 300 Abgeordneten ist unerträglich. Diese z.T. unqualifizierten Vertreter stimmen gegen 85% der Bevölkerung. Hoffe es wird dagegen Klage eingereicht.
Ausserdem ist es natürlich ein riesiges Geschäft die Menschen in der letzten Phase möglichst lange noch am Leben zu erhalten, sollte dann ja auch wegen geschäftsmäßiger Quälerei bestraft werden.

Die Kirchen haben mit abgestimmt. Bei den Frommen dürfte die Zustimmung nahe 100% liegen.

Wenn man einen Qualifikationsnachweises für unsere Abgeordneten gefordert hätte,
so ist er hier geliefert worden.
Haben unsere Repräsentanten sich mal qualifiziert informiert - etwa mit dem Beitrag von Thomas Fischer, der genau gezeigt hat, das keiner die Rechtsunsicherheit beseitigt und den Vorgaben des Grundgesetzes gerecht wird, ohne hinter den jetzigen Status zurück zu fallen.
Oder ist das hier tatsächlich praktizierter Lobbyismus?

Ich empöre mich gegen die Fremdbestimmung. Nicht ein unerträgliches Leiden und die Beurteilung von zwei Ärzten darf ausschlaggebend sein. Auch jemand, der bei klarem Verstand "lebensatt" ist soll selber über ein frei gewähltes Ende entscheiden dürfen und dafür das bekannte sanfte Medikament erhalten.
Wie entwürdigend sind bereits die Überlegungen, eine Wahl treffen zu müssen zwischen den nicht verbotenen Selbsttötungsmethoden.

Die Frage muss erlaubt sein, wem nützt es und die Antwort könnte man bei den Lobbyisten der Kliniken und der Pharmaindustrie finden.

Wieder ein Grund mehr, weder SPD noch CDU zu wählen

Ein freier Mensch der sterben will, kann jederzeit auf ein Eisenbahngleis springen.
Freiheitsentzug von unschuldigen ist strafbar.
Eine Bestrafung von Angehörigen die im Sinne des Selbstmord-Behinderten handeln ist Freiheitsentzug.

Damit niemand vor einen Zug springt und andere verletzt/traumatisiert, dürfen wir keinem Menschen dies als einzigen Ausweg anbieten.

Es sollte sichergestellt werden, dass Suizid keine spontane Entscheidung ist und versucht wurde eine Lösung zu finden.

Und wenn wir es als schlichtweg-illegal erklären, haben wir keine Entscheidungsmöglichkeit mehr, sollte ein freier Mensch sich zum Suizid entscheiden.

Diese Arroganz unserer Regierung ist durch nichts mehr zu überbieten. Dies war einmal mehr ein Beweis, wie unsere Volksvertreter am Volk vorbei regieren. Dafür gibt es nur eine Erklärung: Lobbyismus pur.

dieses fatale Sterbehilfegesetz war in der vorausgegangenen Legislaturperiode mit der FDP nicht zu machen gewesen. Mit z.T. kriminellen Methoden,(eigene Erfahrung) seitens der Gesundheitsindustrie wurde versucht, die Gegner muntot zu machen.Die verbliebenen Liberalen innerhalb der FDP konnten sich nicht einmal innerparteilich durchsetzen. Für ihre "Zurückhaltung" bei der Diskussion gab es für die verarmte Partei eine großzügige Spende als Belohnung. Die SPD hat ihre Belohnung ja schon vorher erhalten.

Den Kommentaren 6 und 7 stimme ich uneingeschränkt zu. Ich hoffe ebenso, dass sich jemand findet, die oder der dagegen Klage einreicht!

Wie CDU/CSU abgestimmt hat ist okay. Linken Parteien geht es nicht ums Wohl der Menschen. Ein Mensch darf sich nicht als Herr über Leben und Tod aufspielen. Es gibt andere Mittel, um das Leiden Krebskranker zu mildern.

Sehr niederschmetternd wie selbst in den Linken Parteien für derartige menschenverachtende Gesetze gestimmt wird. Wer die CDU wählt weiß hoffentlich, was er bekommt, aber dass die Abgeordneten der anderen Parteien sich, wenn schon nicht zu Nein, doch zumindest zu einer Enthaltung durchringen konnten, ist verstörend.
Hätte man nicht andere Wege finden können, bevor man so ein Gesetz erlässt? Ich meine, das gewerbsmäßig Töten, was hier übertriebenerweise befürchtet wurde, hätte man anders verbieten können.
Natürlich ist es eine Lüge, wenn jemand sagt, einer der Seiten ginge es rein gar nicht ums Finanzielle. Einerseits die Einnahmen der Pharma andererseits die Entlastung der Gesundheitskassen. Einfachste Option: Lässt es jeden Patienten für sich entscheiden, wann er gehen will oder ob er alles bis zum Ende versuchen wird.

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