Von Französisch als Pflichtsprache absehen

An Gymnasien im Grenzgebiet zu Frankreich sollen die Schüler Französisch statt Englisch als 1. Fremdsprache lernen. Die Grünen sehen darin eine politische Entscheidung, die pädagogisch nicht zu rechtfertigem sei.

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Dafür gestimmt
52
Dagegen gestimmt
77
Enthalten
0
Nicht beteiligt
10
Abstimmungsverhalten von insgesamt 139 Abgeordneten.

Nach Ansicht der Grünen ist die Festlegung der Landesregierung, Französisch verpflichtend als 1. Fremdsprache an allen Gymnasien entlang der sog. Rheinschiene einzuführen, rein politisch. Eine pädagogische Begründung dafür gebe es nicht.

In dem Antrag wird die Landesregierung aufgefordert,
von einer verpflichtenden Einführung von Französisch als erster Fremdsprache an den Gymnasien entlang der Rheinschiene abzusehen,
die bisherigen Angebote bezüglich der Sprachenfolge der ersten und zweiten Fremdsprache (Englisch oder Französisch) entlang der Rheinschiene im Gymnasium auch künftig bedarfsorientiert zuzulassen,
im württembergischen Landesteil bedarfsorientiert die Möglichkeit zuzulassen, weiterhin mit Französisch als erster Fremdsprache im Gymnasium zu beginnen,
auch künftig die Kombination Englisch und Latein ab der fünften Klasse am Gymnasium entlang der Rheinschiene zuzulassen, wo Bedarf besteht und Gymnasien dieses Angebot organisieren können,
dabei bedarfsorientiert Angebote zur Fortsetzung von Französisch zu machen (z. B. Brückenkurse, einzelne Module im Fachunterricht),
mit diesen Sprachangeboten die Anschlussfähigkeit der Grundschulfremdsprache Französisch im Gymnasium zu sichern, dabei eine Französischpflicht zu vermeiden und dem Willen der Eltern und der Region Rechnung zu tragen.

Kommentare

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Tut mir leid, aber diesem Antrag kann ich nicht zustimmen.

Im Rahmen der Annäherung von Franzosen und Deutschen finde ich es sehr traurig, dass man sich als Nachbar nicht verständigen kann.
Warum denn immer nur alles in Englisch.

Ich bin der Meinung dass, die Einführung diese Regelung nicht politisch sondern wirklich pädagogisch ist, und Ihr Antrag auf Ablehung politisch ist, um Oposition zu zeigen.

Aber mich wundert in diesem Zusammenhang nichts, wenn die Parlament sich überwiegend nur aus Beamten, Lehrkräfte und sonstigen weltfremden
Perssonen zusammen setzt.

Mfg
Bernhard Löhle

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Diesem Antrag kann man nur zustimmen!
Wieso sollen die Badner französisch lernen und der Rest der BRD das international gebräuchlichere Englisch? Wieso will man badischen Schüler diesen Nachteil zumuten?
Hat man sich auch mal überlegt, welchen Nachteil man hat, wenn man in seiner schulischen Laufbahn das Bundesland wegen Umzugs der Eltern wechseln muss?

International hat Französisch gegenüber dem Englisch fast keinen Stellenwert!

Um Herrn Löhle noch kurz zu kommentieren:
Sollen dann die an Polen grenzenden Bundesländer polnisch lehren und die an die Beneluxländer grenzenden Bundesländer französisch, niederländisch und flämisch? Die Bayern lernen dann am Besten tschechisch? In Schleswig-Holstein dänisch?
Somit wären dann die Hessen die einzigsten, die Englisch lernen dürften, da diese nur ",deutsche", (Bundes)länder als Nachbarn haben.

Freundliche Grüße,
Lars Bohnsack

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Als früherer Sprachlehrer und Exportkaufmann bin ich generell dafür, die schwierigere Fremdsprache Französisch früher zu lernen. Man lernt sie leichter in jungen Jahren und man braucht dafür mehr Jahre als für Englisch. Diese Sprache ist so leicht und wir sind bereits so amerikanisiert, dass diese Sprache auch ganz von selbst nebenbei zu erlernen ist.

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Lieber Herr Löhle,

warum sollten die Badner französisch lernen? Wenn es den Franzosen nach Kommunikation ist, würden sie deutsch lernen. Die ganzen Elsässer, die hier im Badischen arbeiten und ihre Steuern nicht in Deutschland sondern in Frankreich zahlen, sprechen ja auch ein halbwegs akzeptables Deutsch.

Mfg
Lars Bohnsack

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