Verena Häggberg

| Kandidatin Hamburg 2011-2015
Verena Häggberg
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Jahrgang
1973
Wohnort
Hamburg Groß Flottbek
Berufliche Qualifikation
Pastorin
Wahlkreis

Wahlkreis 3: Altona

Parlament
Hamburg 2011-2015

Die politischen Ziele von Verena Häggberg

ÖDP Kurzprogramm für
WK 3 Altona

Verena Häggberg, Wahlkreiskandidatin der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), geht mit folgendem Kurzprogramm für ihren Wahlkreis 3 in die Bürgerschafts- und Bezirksversammlungswahl am 20. Februar 2011.

1. Altonaer Bahnhof
Ökologische und familienfreundliche Bebauung des Altonaer Bahnhofsgeländes, statt teuren Spekulationsobjekten.

2. Kreisverkehr Holstenstr./Holstenplatz/Stresemannstraße
Die Verkehrssituation in der Stresemannstraße, besonders zwischen Kaltenkircher Platz und S-Holstenstraße, ist katastrophal. Die Anwohner sind übermäßig belastet.
Ursache ist u.a. die Ampelschaltung. Abhilfe würde ein Kreisverkehr im Dreieck Holstenstr./Holstenplatz/Stresemannstr. bringen. Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn, d.h. auf der Stresemannstr. nur stadtauswärts, der Verkehr stadteinwärts wird über Holstenstraße und Holstenplatz geleitet.

3. Buslinie S-Holstenstraße/S-Iserbrook
Schaffung einer zusätzlichen Buslinie in direkter Verbindung von S-Iserbrook zur S-Holstenstraße, ggf. Weiterführung zur U-St. Pauli. Damit wird die ÖPNV Lücke zwischen Ebertallee und Von-Sauer-Straße geschlossen und die hochfrequentierte Strecke der Linie 3 entlastet.
Die neue Situation durch den Fernbahnhof Diebsteich ist zu berücksichtigen.

4. Ikea
Trotz aller Widerstände wird Ikea gebaut. Wir fordern nun, dass zumindest entsprechende Ausgleichsmaßnahmen für die zusätzliche Belastung der Anwohner und des gesamten Stadtteils realisiert werden: Öffentliche Grünanlagen, Entschärfung der Verkehrssituation, Parkplatzprobleme. Hier ist auch Ikea in die Pflicht zu nehmen.

5. Altonaer Museum
Erhalt des Altonaer Museums als wichtige Kultureinrichtung zur Dokumentation und Bewahrung der Altonaer und Hamburger Geschichte.

6. Naturschutz und Naherhohlung
Erhalt und Pflege des Bahrenfelder Sees und vergleichbarer kleiner Gewässer.
Bessere Pflege und öffentliche Zugänglichkeit des Elbstrandes, besonders im Bereich Altona.
Erhalt des Altonaer Volksparks als Naherholungsgebiet in seiner jetzigen Form. Keine weitere Bebauung.

7. Förderung für Altona Nord
Nachhaltige Förderung der sozialen Maßnahmen, Stadtteilinitiativen und insbesondere der Kultur- und Bildungsprojekte in Altona Nord.

8. Demokratie
Unabhängige Vertretung für Altona, Altona-Nord, Ottensen, Bahrenfeld, Groß-Flottbek, Othmarschen in der Bürgerschaft ohne den Lobbyismus der Großparteien – frei von Konzernspenden und Korruption.
Entflechtung von Wirtschaft und Politik auch auf kommunaler Ebene.

9. Begrenzung des Kommerz in Altona/Ottensen
Keine weiteren Einkaufszentren rund um den Altonaer Bahnhof. Stattdessen Förderung preisgünstigen und ökologischen Wohnraums in dieser Gegend.

10. Schanzenfest
Das Schanzenfest hat sich etabliert und ist größtenteils friedlich. Daher soll die behördliche Genehmigung bei der Duldung eine untergeordnete Rolle spielen. Gewaltsame Ausschreitungen sind unabhängig von
behördlichen Genehmigungen ein Problem.

10 Punkte-Programm der ÖDP Hamburg zur Wahl 2011:

1. Bildung:
Erhalt des gegliederten Schulsystems, aber mit größtmöglicher Durchlässigkeit. Schrittweise Weiterentwicklung von Stärken und Beseitigung von Schwächen im bisherigen System.
Verwaltungsarbeit in den Schulen müssen von entsprechenden Fachkräften gemacht werden. Lehrer sollen wieder lehren, die Fortbildungspflicht für Lehrer muss stärker eingefordert werden.
Abschaffung der Studiengebühren.
Keine Kitagebührenerhöhung. Einführung eines sozialversicherungspflichtigen Erziehungsgehaltes.
Bildung dient der Persönlichkeitsbildung und ist nicht unmittelbar an ökonomischen Interessen ausgerichtet.

2. Umweltschutz:
Förderung von ökologisch nachhaltigen Renovierungs- und Umbaumaßnahmen. Strenge, aber bezahlbare Auflagen für Neu- und Umbauten. Insbesondere bei Gewerbebetrieben muss auf die Verpflichtung zur Wärmedämmung besonderer Wert gelegt werden.
Umsetzung verschiedener ökologischer Strategien besonders bei öffentlichen Gebäuden soll gefördert werden. Mehr kleine dezentrale Blockheizkraftwerke und Solaranlagen.
Keine Elbvertiefung. Stattdessen Entwicklung eines langfristigen Konzeptes für den Hamburger Hafen ohne ständige Vertiefung der Elbe.
Schaffung neuer Arbeitsplätze im Umweltbereich.

3. Lobbyismus:
Vermeidung von Lobbyismus durch konsequente Entflechtung von Wirtschaft und Politik. Wer für wen gegen Entgelt tätig ist, muss transparent gemacht werden.

Trennung von Amt und Mandat.

Allgemeinverbindliche Mindeststandards für Demokratie innerhalb der Parteien.

Spenden von Wirtschaftsunternehmen an Parteien müssen verboten werden.

4. Wohnraum:
Die unverzügliche Schaffung von bezahlbarem Wohnraum durch maßvolle Nachverdichtung und schnelle Bebauung von Freiflächen. Konzept der kurzen Wege.

Ökologische und familienfreundliche Bebauung des Altonaer Bahnhofsgeländes, statt teuren Spekulationsobjekten.

5. Öffentlicher Nahverkehr:
Die Vergünstigungen beim HVV im Rahmen des "Familienpasses" sind wieder einzuführen.

Die Fahrpläne sind mit Blick auf die ausgeweiteten Ladenöffnungszeiten umfassend zu überarbeiten und vor allem die Taktzeiten in den Abendstunden zu erhöhen.

Prüfung des Konzeptes des Stadtbahn hinsichtlich Kosten und Anbindungsmöglichkeiten an andere Systeme. Vorrang hat der Ausbau der S4 und die bessere Anbindung des Hamburger Ostens.

6. Verkehr:
Der Ausbau eines befahrbaren und sicheren Radwegenetzes mit Räum- und Streupflicht für Radwege im Winter.
Weiterverfolgung des Konzeptes der Gemeinschaftsstraßen (Shared Space).

Keine einseitige Förderung des motorisierten Individualverkehrs. Ausbau umweltfreundlicher Mobilität (alternative Kraftstoffe, kurze Wege, regionale Produkte).

Wir fordern, dass der Deckel über der A 7 endlich gebaut wird.

7. Rekommunalisierung:
Die Energieversorgung, die Krankenhäuser und der Maßregelvollzug müssen wieder in die öffentliche Hand.

Keine Verschuldung auf Kosten späterer Generationen.

Angemessene Bezahlung des städtischen Personals, besonders in bürgernahen Bereichen.

Verbesserung der bezirklichen Mitsprache.

Abschaffung von Doppelarbeit in der Verwaltung (Spiegelreferate etc.)

8. Direkte Demokratie:
Bürgernahe Vor-Ort-Politik. Wir wollen nicht "am Volk vorbei" regieren, sondern wir wollen das Volk vertreten.

Förderung von Volksentscheiden auf allen Ebenen.
Erhalt der Hamburger direktdemokratischen Gesetzgebung.

9. Verbraucherschutz:
Verschärfung der Kennzeichnungspflicht für industriell produzierte Lebensmittel, besonders in Hinblick auf künstliche Zusatzstoffe und Gentechnik, sowie die Veröffentlichung von "Schwarzen Schafen", die gegen Kennzeichnungspflichten verstoßen.
Förderung regionaler Produkte.

Förderung des regional verankerten Öko-Landbaus, statt Subventionierung von Agrar-Fabriken.
Verschärfung der Tierschutzbestimmungen.

10. Integration:
Überprüfung und Förderung deutscher Sprachkenntnisse bereits im Vorschulalter. Die kindgerechte Vermittlung guter Kenntnisse der deutschen Sprache durch dafür ausgebildetes Personal mit besserer Bezahlung muss möglichst gleiche Startchancen bei Schuleintritt sicherstellen.

Über Verena Häggberg

Verena Häggberg wurde 1973 in Hamburg geboren. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann Florian in Groß-Flottbek. Ihr Sohn Benjamin ist zwei Jahre alt.

Nach dem Abitur 1993 am Gymnasium Bahrenfeld (heute Kurt-Tucholsky-Gymnasium) studierte Verena Häggberg Theologie in Hamburg, Greifswald und Tübingen. Nach dem 1. Theol. Examen arbeitetet sie als pädagogische Referentin in der KZ-Gedenkstätte Bergen Belsen. Als Jugendmitarbeiterin der Ev. Kirchengemeinde Peter und Paul in Schneverdingen leitete sie den von Jugendlichen geführten Weltladen der Gemeinde. Ehrenamtlich arbeitete sie als Telefonseelsorgerin. Es folgte 2003-2005 das Vikariat an der Ev. Kirchengemeinde St. Jürgen in Langenhorn und das 2. Theol. Examen. 2005-2006 arbeitete sie als Fair-Handelsberaterin beim Verein Mobile Bildung e.V. Seit 2006 ist sie hauptamtliche Geschäftsführerin der ÖDP Hamburg und machte berufsbegleitend eine Fortbildung zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK). Ehrenamtlich ist sie Pastorin an der Ev. Melanchthongemeinde in Groß-Flottbek und in der Partnerschaftsarbeit mit Tansania aktiv.

In die ÖDP trat Verena Häggberg 2003 ein. Seit 2004 ist sie Mitglied des Landesvorstandes, sowie seit November 2010 2. stellv. Bundesvorsitzende.

Verena Häggberg ist Mitglied bei attac und Mehr Demokratie.

Alle Fragen in der Übersicht
# Familie 18Feb2011

Guten Tag, Frau Häggberg,

es ist schön, daß sich jemand viel Zeit nimmt die Fragen der Wähler auch ernsthaft zu beantworten.

Ich...

Von: Xbywn Unpx

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Ich habe zahlreiche Kontakte zu Eltern mit Kleinkindern. Viele sind hin und her gerissen zwischen arbeiten müssen/wollen, keinen Kitaplatz finden und dem Wunsch die (eigentlich noch viel zu kleinen) Kinder bei sich behalten zu wollen. Oft hat man etweder keinen Job, aber die Kita bietet überraschend einen Platz an (nach Kriterien die keiner kennt) oder man hat plötzlich ein Jobangebot, aber kann es nicht antreten weil kein Kitaplatz da ist. (...)

# Umwelt 17Feb2011

Sehr geehrte Frau Häggberg,

1990 gab es für Atomkraftgegner ein Jubiläum, das von allen in der Hamburger vertretenen „Politikern“...

Von: Rhtra Evrfr

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) jedes aufgeschaltete AKW ist bein Grund zum feiern! Der sofortige Ausstieg aus der Kernenergie ist eines der wichtigsten Ziele der ÖDP. In Bayern konnten wir dafür sorgen, dass neue AKW Standorte gestrichen wurden. (...)

Hallo Frau Häggberg,

in den letzten Tagen haben diverse TV-Duelle von Kandidaten stattgefunden. Auffällig war, dass offenbar bestimmte...

Von: Senaprfpb Cbagvsvpvb

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) die sogenannten "kleinen" Parteien werden von den Medien in der Regel nicht beachtet. Man fasst sie als "Sonstige" zusammen oder erwähnt sie gar nicht. Auch im Internet werden unter der Überschrift "die Parteien" meist nur die etablierten vorgestellt. (...)

# Gesellschaft 15Feb2011

Sehr geehrte Frau Häggberg,

wie stehen Sie bzw. die ÖDP zu dem Thema Integration von Migranten?

Grüße
L. Bauer

Von: Ylqvn Onhre

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) ich glaube, dass eine gesteuerte Einwanderung den drastischen Rückgang von Erwerbstätigen abmildern kann. Allerdings ist Zuwanderung kein Allheilmittel für die Alterung der Bevölkerung, die sich als Folge jahrzehntelanger falscher Familienpolitik abzeichnet. (...)

# Gesellschaft 15Feb2011

Sehr geehrte Frau Häggberg,

ich habe gerade das Buch: „Die grosse Verschleierung“ von Alice Schwarzer gelesen. Dort schreibt sie zum Thema...

Von: Xbafgnamr Eöguvt

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Insofern würde ich bei jeder Entscheidung erstmal die Betroffenen fragen. Grundsätzlich wäre ich daher nicht für ein generelles Kopftuchverbot. Das kann nämlich auch zum Ausschluss führen. (...)

Sehr geehrte Frau Häggberg,

dass sich die ÖDP das Thema Umwelt (neben echter Demokratie und Soziale Fragen) in einer anderen Weise (...

Von: Gubznf Oreare

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Wenn die Menge des Geldes durch Zinsen wächst, kann man damit auch immer mehr Rohstoffe kaufen. Auf diese Weise plündern wir mit immer höherem Tempo unsere Ressourcen und zerstören die Umwelt. (...)

# Internationales 13Feb2011

Sehr geehrte Frau Häggberg

Welche Vorstellungen haben Sie zur Wiederbelebung einer kommunalen Friedenspolitik?

Mit freundlichem Gruß...

Von: Unaar-Zneterg Ovepxraonpu

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Zur Konfliktvorbeugung gehört vor allem die gerechte Verteilung knapper Ressourcen wie z. B. (...)

# Gesellschaft 12Feb2011

Guten Tag Frau Häggberg !

Die Präimplantationsdiagnostik ist rechtlich und moralisch sehr umstritten. Meine Frage: Wie ist hier die...

Von: Neab Xbuyreg

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Das oft gehörte Argument, durch PID ließen sich Spätabtreibungen wegen Behinderung des Kindes vermeiden, trifft nur in extrem eingeschränktem Maß zu, weil PID nur bei der In-vitro-Fertilisation möglich ist und außerdem die meisten Spätabtreibungen nicht wegen einer genetisch bedingten Behinderung des Fötus vorgenommen werden. Eine Erlaubnis zur PID könnte den gesellschaftlichen Zwang fördern, die natürliche Befruchtung mehr und mehr durch die In-vitro-Fertilisation zu ersetzen und den Gen-Check des Embryos von Eltern als Routine-Untersuchung zu verlangen! Eine umfassende Gefährdung der gesellschaftlichen Position von Menschen mit Behinderung wäre die ebenso fatale wie zwangsläufige Folge dieser Entwicklung. (...)

# Gesellschaft 11Feb2011

Sehr geehrte Frau Häggberg,

wie stehen Sie bzw. die ÖDP zum bedingungslosen Grundeinkommen und dem damit einzuleitendem Paradigmenwechsel...

Von: Qvrgre Xynzxr

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) ich persönlich bin eine BGE Vertreterin der ersten Stunde und glaube, dass dadurch tatsächlich ein grundsätzlicher Pradigmenwechsel möglich wäre. Dies ist allerdings nicht ÖDP Programm! (...)

Guten Tag Frau Häggberg,

es wird immer viel über Bildungsorganisation, Art der Schulen oder ähnliches gestritten.
Wäre es nicht...

Von: Neab Xbuyreg

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Klar, man muss sich auch tagespolitisch positionieren, aber im Grunde geht es der ÖDP um eine grundsätzliche Veränderung was die Haltung gegenüber der Bildung betrifft. Bildung darf sich nicht nur an der wirtschaftlichen Verwertbarkeit von Informationen orientieren, sondern dient der Persönlichkeitsentwicklung. Ich gebe zu: Das kostet. (...)

Die Finanzlage ist schlecht - die Renten sind ein globales Problem mit vielen Lösungsansätzen - jedoch mit der Gewissheit, dass auch trotz der...

Von: Treg Uvyqroenaqg

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Wird die fehlende Nachhaltigkeit im Sozialsystem nicht korrigiert, werden die dadurch verursachten überhöhten Lohnnebenkosten und Steuern zu weiterer Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland führen. Unser Sozialsystem bleibt damit mitverantwortlich für die hohe Arbeitslosigkeit. Die daraus folgenden sozialen Probleme werden dann die Lösung drängender ökologischer Aufgaben erschweren und sogar die bereits erreichten ökologischen Standards wieder gefährden. (...)

Sehr geehrte Frau Häggberg,

wie steht die ÖDP eigentlich zum Thema Elbvertiefung?

Immerhin würde diese ja weitere Arbeitsplätze im...

Von: Vevf Fpuncre

Antwort von Verena Häggberg
ÖDP

(...) Natürlich ist der Hafen für Hamburg nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch von großer identitätsstiftender Bedeutung. Hamburg und Hafen, das gehört zusammen. Trotzdem sollten wir darüber nachdenken, welche Rolle der eines Tages wohl zwangsläufig nicht mehr ausbaubare Hafen für die Stadt noch spielen soll. (...)

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