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Uwe Ralf-Dieter Dulias
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Frage an Uwe Ralf-Dieter Dulias von Sandra N. bezüglich Umwelt

Kann die FDP irgendwas in Sachen Tierschutz bewegen , bzw. möchte Sie das auch?
Z.B. Tierschutzorganisationen in Hamburg und Umkreis finanziell unterstützen, mehr finanzielle Mittel für Tierheime? Oder wäre es z.B. möglich strengere Bestimmung für den "Tierhandel" zumindest in Hamburg zu geben? Z.B. Verbot von Tierverkäufen in sogenannten Zooläden und strengere Bestimmung und Kontrollen für Tierzucht bei Haustieren?
Oder eine strengere Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel in Restaurants, Cafés etc.?
Wäre es möglich solche Bestimmung, wenn schon nicht in ganz Deutschland, dann zumindest in Hamburg ansatzweise durchzusetzen? Und wenn ja, wielange dauert soetwas?

Frage von Sandra N. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 6 Tage

Liebe Sandra Neumeier,

ich unterstütze voll ganz die Ziele von PETA. PETA Deutschland ist der Ansicht, dass die Grundrechte von Tieren, also ihre ureigensten Interessen, berücksichtigt werden müssen, egal, ob die Tiere für den Menschen von irgendeinem Nutzen sind. Genau wie wir, können sie leiden und haben ein Interesse daran, ihr eigenes Leben zu leben. Daher steht es uns nicht zu, sie für Ernährung, Kleidung, Experimente oder aus irgendeinem anderen Grund zu benutzen.

Wir müssen alles tun, um unsere Tierwelt zu schützen. Hamburg kann natürlich über den Bundesrat seinen Einfluss auf eine strengere Gesetzgebung ausüben, aber das ist ein langer zeitintensiver Weg. Dazu gibt es noch zahlreiche Verordnungen, auf deren Anwendung natürlich auch schärfer geachtet werden muss.

Ein paar gute Beispiele zeigen ja auf, dass auf Druck Initiative gerade der Tierschutzverbände einiges getan hat:

- Seit 2004 muss auf Eiern und Eierverpackungen das Haltungssystem angegeben werden.

- Ebenfalls 2004 wurde der Goldorfen-Fischtest abgeschafft, bei dem die Giftkonzentration im Abwasser durch das Einsetzen lebender Fische festgestellt wurde. Ihm fielen jährlich 50.000 Goldorfen zum Opfer.

- Seit März 2008 gibt es eine Zirkusregisterverordnung. Sie besagt, dass von Zirkussen Daten erhoben und abgefragt werden dürfen, damit Behörden und Tierärzte tierschutzwidrige Zustände besser kontrollieren können.

- Seit Januar 2009 ist das EU-Importverbot für Hunde- und Katzenfelle i in Kraft. Ab 2010 wird es auf Robbenfelle erweitert.

- Seit März 2009 ist der Draize-Test für Kosmetika verboten. Bei diesem sehr schmerzhaften Test werden den Tieren stark reizende Substanzen in die Augen geträufelt. Zwei Ersatzverfahren sind jetzt zugelassen.

Bremen hat 2007 als erstes Bundesland die Tierschutz-Verbandsklage eingeführt. Das bedeutet, dass dort nun anerkannte Tierschutzorganisationen im Namen der Tiere Klage erheben können, wenn sie deren Rechte verletzt sehen. Das wäre doch auch etwas für Hamburg.

Ich denke darüber hinaus, wir sollten in Hamburg das Amt eines Tierwächters einführen, bei dem Verstöße gemeldet werden können, aber der auch aktiv für Tierschützer und Politiker Konzepte und Vorlagen aufarbeitet.

Wir haben nur diese eine Welt. Für Mensch und Tier. Schützen wir sie. Für uns - aber besonders für unsere Kinder und Kindeskinder.

Liebe Grüße
Uwe Dulias