Frage an Ute Granold von Qnavry Nhfg bezüglich Bildung und Forschung

08. September 2009 - 09:25

Sehr geehrter Frau Granold,

es ist mir durchaus bewusst, dass Bildungspolitik nicht in Ihren Schwerpunktbereich fällt. Grundsätzlich interessiert mich aber Ihre Einstellung zur Tatsache, dass Bildungspolitik in Deutschland hauptsächlich Aufgabe der Länder und nicht des Bundes ist.

Natürlich bieten 16 Länder eine gute Grundlage für Reformen, weil nicht jeder von eventuellen Fehlschlägen betroffen ist. Würde nicht aber eine Bündelung der Kompetenzen vieles vereinfachen und mehr Transparenz schaffen?

Herzlichen Dank im Voraus, dass Sie sich die Zeit für eine Antwort genommen haben.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Aust

Frage von Qnavry Nhfg
Antwort von Ute Granold
25. September 2009 - 13:19
Zeit bis zur Antwort: 2 Wochen 3 Tage

Sehr geehrter Herr Aust,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema „Bildung und Forschung“, die Sie mir über Abgeordnetenwatch gestellt haben.

Gerade in der heutigen Zeit, in der die Menschen immer mobiler werden und Bildungsabschlüsse möglichst international vergleichbar sein sollten, halte ich es für unglücklich, dass die Bundesländer im Rahmen der Förderalismusreform ihre Kompetenzen im Bildungsbereich noch ausbauen konnten. Eine bessere Verzahnung bzw. Koordination - etwa über die Kultusministerkonferenz - ist dringend notwendig.

Wir haben uns in unserem Wahlprogramm dafür ausgesprochen, dass Bildung zwar Ländersache bleibt, so wie es im Grundgesetz geregelt ist. Gleichzeitig ist aber die länderübergreifende Verantwortung und die Notwendigkeit gewachsen, in zentralen Handlungsfeldern nationale Ziele und abgestimmte Maßnahmen von Bund und Ländern zu verabreden. Dies gilt es in der nächsten Wahlperiode mit Leben zu füllen.

Mit freundlichen Grüßen
Ute Granold