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Ulrich Born
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Frage von Marianne B. •

Frage an Ulrich Born von Marianne B. bezüglich Umwelt

Grüß Gott, Herr Dr. Born !

Ein CDU Kandidat in Hessen gibt folgende Losung aus:

Natur + Mensch = ein gutes Gespann "Die Natur ist Gottes Schöpfung. Daher ist Umweltschutz ein christliches und konservatives, sowie ein zutiefst menschliches Zukunftsanliegen und wird von der CDU aktiv betrieben."

Gem. Programm der CDU in MV wird aber folgende Losung ausgegeben:

Weiterentwicklung der (...) Gentechnologie in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und anerkannten Saatgutbetrieben.

Höflich frage ich Sie darum:

"Ist Gottes Schöpfung und unberührte Natur zu erhalten kein christliches Anliegen der Christdemokraten in MV?

Möchten Sie als Christ und Demokrat durch die bereits genannten (u. a) Genraps Felder wandern und in der altehrwürdigen Kirche von Groß-Eichsen für den Erhalt von Gottes Schöpfung sogar beten wollen?

19205 Schönfeld, Mühlen Eichsen, Flur 1, Flurstücke: 2,3/1,3/2,3/3,3/4,3/5,3/6,4,5,6,7,8,9,10,48,49,50,51,52,53, 54,56,57,58,59,62,233,235,237,238,239,240; RKI-Meldenummern: 6786-01-0101; 6786-01-0090; Organismus: Raps; Firma: AgrEvo; Zeitraum bis 2008; Phänotyp; Herbizidresistenz und männlich steril; genehmigt in: 1999; 2000; 2001

Gott segne Sie !

M. Baum

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Antwort von
CDU

Grüß Gott Frau Baum,

gerne erwidere ich Ihre Anrede, über die ich mich ebenso wie über Ihre Anfrage gefreut habe. Ich entnehme Ihrem Beitrag, daß Sie wie ich zutiefst davon überzeugt sind, daß wir als Christen eine besondere Verantwortung für die Bewahrung und den Erhalt von Gottes Schöpfung tragen.

Ich bin froh, daß die CDU insgesamt – und nicht nur einzelne ihrer Politiker – sich dieser Verantwortung bewußt sind. Diese Tatsache findet ihren Widerhall in den programmatischen Aussagen der Christlich Demokratischen Union, so auch im Landtagswahlprogramm der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der uns anvertrauten Natur gehört nach meinem biblischen Verständnis aber auch und gerade, daß wir mit den uns anvertrauten Gütern, Gaben und Talenten wuchern und sie nicht etwa verkümmern oder verkommen lassen. Das ist nach meiner Überzeugung jedenfalls die klare und unmißverständliche Botschaft des Gleichnisses von den anvertrauten Talenten (Zentnern) in Matthäusevangelium 25, 14-30 und Lukasevangelium 19, 12-27.

Die CDU Mecklenburg-Vorpommern steht für den Erhalt und die Bewahrung der Schöpfung. Schon heute befinden sich genetisch optimierte Produkte im Handel und werden weltweit genutzt. Allen Verantwortlichen ist klar, dass die grüne Gentechnik entscheidendes leisten kann, um die künftige Welternährungslage deutlich zu verbessern und damit einen wirksamen Beitrag christlicher Nächstenliebe zu leisten.

Gleichzeitig können gentechnisch optimierten Pflanzen höhere Schadresistenzen und wirksame Abwehrmechanismen gegen Salz oder Dürre besitzen und gleichzeitig einen verminderten Aufwand an Dünger und Pflanzenschutzmitteln benötigen. Gerade dies ist ein Beitrag zum Schutze der Umwelt und der Natur und entspricht somit dem christlichen konservativen Wertbild meiner Partei.

Aus den genannten Gründen vertritt die CDU die Auffassung, dass die Erforschung der Gentechnologie in nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen zu fördern ist, Demonstrationsfreilandversuche zu ermöglichen sind, Kleinbäuerlichen Betrieben der Zugang zu genetisch optimierten Pflanzensorten zu ermöglichen ist und Sachliche Informationsarbeit im Bereich der Gentechnologie geleistet werden muss.

Sehr geehrte Frau Baum,

die EU-Vorgaben hinsichtlich der Anwendung der grünen Gentechnik sind mit der Freisetzungsrichtlinie (2001/18/EG), der Verordnung für Lebens- und Futtermittel aus GVO (1829/2003) und der Verordnung über die Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von GVO (1830/2003) konkret geregelt. Nur bei der Koexistenz von konventionellen und gentechnisch veränderten Anbauverfahren eröffnet die EU-Vorgabe in Form von Leitlinien den Ländern der EU einen Freiraum für nationale Regelungen. Um ein Nebeneinander des Anbaus von konventionellen, ökologischen und gentechnisch veränderten Kulturen zu ermöglichen, haben die Länder daher die Möglichkeit einer eigenen Gestaltung, die es auszuschöpfen gilt. Wichtig ist dabei festzuhalten, dass es sich bei der Frage der Koexistenz nicht um eine Frage der Sicherheit handelt. Die Bewertung der ökologischen und gesundheitlichen Risiken der GVO wurde bereits im Rahmen der Genehmigungsverfahren vor der Zulassung der Sorten zum Anbau vorgenommen. Die Auswirkungen der neuen gentechnisch veränderten Sorten werden dabei mit denen konventioneller bzw. ökologischer Sorten verglichen und bewertet.

Meiner Meinung nach sollten wir auch im Interesse der Bewahrung der Schöpfung und der christlichen Nächstenliebe die Chancen der Gentechnik verantwortungsbewußt nutzen.

Gerne werde ich bei meinem nächsten Besuch der altehrwürdigen Kirche in Mühlen-Eichsen auch für den Erhalt und einen verantwortungsbewußten Umfang mit der Schöpfung Gottes beten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Mit freundlichen Grüßen

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Antwort von
CDU

Grüß Gott Frau Baum,

gerne erwidere ich Ihre Anrede, über die ich mich ebenso wie über Ihre Anfrage gefreut habe. Ich entnehme Ihrem Beitrag, daß Sie wie ich zutiefst davon überzeugt sind, daß wir als Christen eine besondere Verantwortung für die Bewahrung und den Erhalt von Gottes Schöpfung tragen.

Ich bin froh, daß die CDU insgesamt - und nicht nur einzelne ihrer Politiker - sich dieser Verantwortung bewußt sind. Diese Tatsache findet ihren Widerhall in den programmatischen Aussagen der Christlich Demokratischen Union, so auch im Landtagswahlprogramm der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der uns anvertrauten Natur gehört nach meinem biblischen Verständnis aber auch und gerade, daß wir mit den uns anvertrauten Gütern, Gaben und Talenten wuchern und sie nicht etwa verkümmern oder verkommen lassen. Das ist nach meiner Überzeugung jedenfalls die klare und unmißverständliche Botschaft des Gleichnisses von den anvertrauten Talenten (Zentnern) in Matthäusevangelium 25, 14-30 und Lukasevangelium 19, 12-27.

Die CDU Mecklenburg-Vorpommern steht für den Erhalt und die Bewahrung der Schöpfung. Schon heute befinden sich genetisch optimierte Produkte im Handel und werden weltweit genutzt. Allen Verantwortlichen ist klar, dass die grüne Gentechnik entscheidendes leisten kann, um die künftige Welternährungslage deutlich zu verbessern und damit einen wirksamen Beitrag christlicher Nächstenliebe zu leisten.

Gleichzeitig können gentechnisch optimierten Pflanzen höhere Schadresistenzen und wirksame Abwehrmechanismen gegen Salz oder Dürre besitzen und gleichzeitig einen verminderten Aufwand an Dünger und Pflanzenschutzmitteln benötigen. Gerade dies ist ein Beitrag zum Schutze der Umwelt und der Natur und entspricht somit dem christlichen konservativen Wertbild meiner Partei.

Aus den genannten Gründen vertritt die CDU die Auffassung, dass die
Erforschung der Gentechnologie in nationalen und internationalen
Forschungseinrichtungen zu fördern ist,
- Demonstrationsfreilandversuche zu ermöglichen sind,
- Kleinbäuerlichen Betrieben der Zugang zu genetisch optimierte Pflanzensorten zu ermöglichen ist und
- Sachliche Informationsarbeit im Bereich der Gentechnologie geleistet werden muss.

Sehr geehrte Frau Baum,

die EU-Vorgaben hinsichtlich der Anwendung der grünen Gentechnik sind mit der Freisetzungsrichtlinie (2001/18/EG), der Verordnung für Lebens- und Futtermittel aus GVO (1829/2003) und der Verordnung über die Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von GVO (1830/2003) konkret geregelt. Nur bei der Koexistenz von konventionellen und gentechnisch veränderten Anbauverfahren eröffnet die EU-Vorgabe in Form von Leitlinien den Ländern der EU einen Freiraum für nationale Regelungen. Um ein Nebeneinander des Anbaus von konventionellen, ökologischen und gentechnisch veränderten Kulturen zu ermöglichen, haben die Länder daher die Möglichkeit einer eigenen Gestaltung, die es auszuschöpfen gilt. Wichtig ist dabei festzuhalten, dass es sich bei der Frage der Koexistenz nicht um eine Frage der Sicherheit handelt. Die Bewertung der ökologischen und gesundheitlichen Risiken der GVO wurde bereits im Rahmen der Genehmigungsverfahren vor der Zulassung der Sorten zum Anbau vorgenommen. Die Auswirkungen der neuen gentechnisch veränderten Sorten werden dabei mit denen konventioneller bzw. ökologischer Sorten verglichen und bewertet.

Meiner Meinung nach sollten wir auch im Interesse der Bewahrung der Schöpfung und der christlichen Nächstenliebe die Chancen der Gentechnik verantwortungsbewußt nutzen.

Gerne werde ich bei meinem nächsten Besuch der altehrwürdigen Kirche in
Mühlen-Eichsen auch für den Erhalt und einen verantwortungsbewußten Umfang
mit der Schöpfung Gottes beten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Mit freundlichen Grüßen