Frage an Ulla Burchardt von Qraavf Qnvore bezüglich Bildung und Forschung

22. Februar 2010 - 19:32

Sehr geehrte Frau Burchardt,

Hartz4-Empfänger werden, so keine neue Stellung unmittelbar in Sicht, von einer Fortbildung zur nächsten geschickt. Mittlerweile ist aus der "Arbeitslosenfortbildung" ein richtiger kleiner Industrie-Zweig geworden. Allein, mit den angebotenen Fortbildungen lässt sich mMn keine auch nur annähernd für den 1. Arbeitsmarkt hinreichende Qualifizierung erreichen. Die betroffenen Bürger verweilen in der Abhängigkeit und liegen "den anderen" auf der Tasche.

Ganz "mutige" jedoch, die ernsthaft an ihrer Bildung arbeiten, sie es durch Nachholen des Abitur oder Aufnahme eines Studiums, werden doppelt bestraft:

- sie verlieren sämtliche finanziellen Anreize (Wegfall aus dem Gebiet des SGBII hinein in die BAFÖG-Falle)
- die müssen neben dem Studium einen schlecht bezahlten Nebenjob antreten, den sie auch VORHER hätten antreten können, nur wäre dann der Lohn grösstenteils einbehalten/gekürzt worden.

Auf diese Weise belohnt man diejenigen, die sich im System der Alibi-Fortbildungen auf Hartz4-Niveau durchmogeln und bestraft die, die risikobereit und wirklich WILLENS sind, sich eine Zukunft zu erarbeiten.

Ich frage Sie: Wäre es nicht denkbar, für ALG/Hartz-Empfänger die Möglichkeit des Studiums explizit vorzusehen, um einen ECHTEN Anreiz zu geben, aus der Bildungsfalle auszubrechen?

Frage von Qraavf Qnvore

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