Wie verhindern Sie die Kürzungen zur Psychotherapie (Honorar, Wegfall des Kurzzeittherapiezuschlags, Budgetierung?), die, wenn sie so beschlossen werden, zu einem Praxiststerben führen werden?
Sehr geehrter Herr Klüssendorf,
die im Referentenentwurf angedachten Einsparmaßnahmen im Bereich der Psychotherapie (die in ihrer Gesamtheit ca. 20-30% Honorarkürzungen und eine Deckelung der abrechenbaren Leistungen bedeuten würden), würde zu einem Praxissterben und zu einer noch schlechteren Versorgung psychisch Erkrankter führen. Ich leite eine Psychotherapie-Praxis in Würzburg mit 18 Angestellten.
Sollten die Vorschläge der Expertenkommission zu weiteren Kosteneinsparungen im Psychotherapiebereich "durchgewunken" werden, muss ich ernsthaft über eine Schließung nachdenken: Ich lade sie gerne ein, vorbeizukommen und sich meine Zahlen und Kalkulationen anzuschauen. Es ist existenzgefährdend. Für die Mitarbeiter, für mich und meine 2 Mädels, vor allem aber für das Land und die Menschen, die aufgrund ihrer unbehandelten psych. Erkrankung dann nicht mehr arbeiten können. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und ihre Reflexion!
Christine L.
www.psychotherapiezentrum-wuerzburg.de

