Die Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg ist stark abhängig von der kriselnden Automobilindustrie. Wie stellen Sie und Ihre Partei sich eine gelungene Transformation der Wirtschaft vor?
Die Automobilindustrie schwächelt, da Absatzmärkte in Asien und Nordamerika wegbrechen. Daher wollen wir mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit durch eine starke Verankerung Baden Württembergs im europäischen Binnenmarkt. Wir wollen die Abhängigkeit von der Automobilindustrie reduzieren, aber auch dafür sorgen, dass Baden-Württemberg ein starker Standort für die Automobilindustrie bleibt. Wenn auch mit mit anderen Absatzmärkten, anderen Autos und anderen Produktionsprozessen.
Ich möchte mich im Landtag für eine Industriepolitik einsetzen, die die Stärken und Expertise unserer Unternehmen in Baden-Württemberg nutzt und mit diesen gezielt neue Wachstumsmärkte erschließt. Als Volt sehen wir unter anderem ein großes Potenzial beim Thema Kreislaufwirtschaft. Produkte aus Baden-Württemberg stehen für Qualität und Langlebigkeit und sind somit gut geeignet, in mehreren Lebenszyklen gedacht und genutzt zu werden.
Zusammengefasst: Wir können keiner Arbeitsnehmerin und keinem Arbeitsnehmer versprechen, dass sie oder er in fünf Jahren noch den gleichen Job hat wie bisher. Wir können aber dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft gezielt in den Bereichen wächst, wo genau diese Menschen gebraucht werden. Mit gezielten Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogrammen, die den Übergang aus bestehenden Industriejobs in neue ermöglichen, können wir diesen Prozess begleiten.

