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Frage an Stephan Eisel von Tristan H. bezüglich Wirtschaft

Unser Staat krankt überall an zuwenig Geld. Auf allen Ebenen und in allen Bereichen.

Als Lösung für die Finanzprobleme wird eine Politik versprochen, die "Wirtschaftswachstum" fördern soll. Mit diesem Wachstum würden Steuereinnahmen steigen und damit die Finanzprobleme lindern. Damit würde alles gut werden.

Aber was passiert, wenn dieses Wachstum nicht erreicht wird? Der "Wachstumsbegriff" kommt aus der Finanzwirtschaft und bezieht sich immer auf das Vorjahr. Wenn eine Volkswirtschaft schon riesig und [relativ] reich ist wie die unsrige, ist bei stagnierender und tendenziell älter werdernder Bevölkerung eigentlich kein nennenswertes Wachstum mehr möglich. Die Statistik der letzten 20-30 Jahre spricht da Bände.

Angesichts dieser zwingenden Gesetzmässigkeit gesättigter Volkswirtschaften wäre es doch angebracht und logisch, wenn die Politik Lösungen anbietet für den Fall, dass die Wirtschaft NICHT MEHR WÄCHST, sondern stagniert. Zumindest als Plan-B Szenario für den [wahrscheinlichen] Fall, dass das Wunschszenario (Wachstum) nicht oder nicht ausreichend ausfällt.

Warum wird keine Politik formuliert für eine Zukunft ohne nennenswertes Wachstum (wenn Wachstum kleiner als 2%/Jahr)? Das wäre doch ehrlicher.

Frage von Tristan H. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 19 Stunden 29 Minuten

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

ich teile Ihre Einschätzung nicht. Z. B. wächst in einer älter werdenden Gesellschaft - und auch unabhängig davon - der Gesundheitsbereich, schon heute einer unserer wichtigsten Wirtschaftszweige. Außerdem schafft auch sog. "qualitatives" Wachstum (z. B. 3-Liter-Auto) Arbeitsplätze. Auch unsere -- im Vergleich mit vielen anderen Ländern sicherlich reiche - Gesellschaft steht immer wieder vor der Notwendigkeit der Anpassung und damit auch des Wachstums Als weiteres Bespiel nennen ich hier nur einmal die kinderfreundliche Besellschaft und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Eisel