Stefan Wenzel
DIE GRÜNEN
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Frage von Urvab Serevpuf an Stefan Wenzel bezüglich Verwaltung und Föderalismus

# Verwaltung und Föderalismus 13. Okt. 2018 - 15:30

In einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Landtages vom 29.11.2012 kann man lesen,
dass

„Das Land Niedersachsen beginnt die Auslagerung des
Betriebs seiner PC-Arbeitsplatzsysteme an T-Systems“. Der Vertrag vom
September 2012 mit T-Systems sieht vor:
- Erweiterung auf 33.000 Arbeitsplätze,
- die Arbeitsplätze umstellen auf „Windows 7 und Office 2010“,
- Gesamtvolumen in Höhe von 280 Millionen €,
- Die Laufzeit des Vertrags beträgt bis zu zwölf Jahre.
Bereits ein knappes Jahr später wurde der Vertrag im gegenseitigem
Einvernehmen wieder aufgehoben. Danach gab es des die Vorgabe
eines „Niedersachsen-Client“ auf der Basis „Windows 8.1 und Office 2013“
und Ausführung & Betreuung durch ein landeseigenes Systemhaus
„NT.Niedersachsen“.

Im Mai 2015 kam die Cyber- Attacke auf den Deutschen Bundestag und
im Mai 2017 auf die weltweiten „Windows Systeme“.
Also wurde im Koalitionsvertrag folgerichtig festgehalten:
- weiter auch eine kritische Infrastruktur migrieren LINUX Windows
Siehe auch Seite 90ff auf http://pc-wedel.de/archiv/Alles_nur_Politik.pdf

Fazit:
In 6 Jahren nichts dazu gelernt, weiter so, koste es was es wolle!
Kann man diesen Irrsinn nicht mehr stoppen?

Von: Urvab Serevpuf

Antwort von Stefan Wenzel (GRÜNE) 05. Aug. 2019 - 19:32

Sehr geehrter Herr Serevpuf,

die Antworten auf Ihre Feststellungen finden Sie im wesentlichen in der Antwort auf ihre erste Frage.

Zur Frage ob man das noch stoppen kann: Der nächste Ansatzpunkt für eine Diskussion und eine mögliche Neuausrichtung der Vorentscheidungen der Landesregierung ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung zu Linux versus Windows. Dann wird sich zeigen, welche Annahmen getroffen wurden und welche Folgen das hat.

Erfreulicherweise wird dem Thema Cybersicherheit zunehmend Bedeutung beigemessen. Hier gibt es sehr wohl Lerneffekte auf den verschiedensten Ebenen. Leider oft erst nach konkreten Schäden.

Wenn Sie konkrete Vorschläge haben, können Sie mich gern direkt anschreiben. Die Adresse finden sie auf meiner Webseite.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Wenzel