Wie stehen Sie zur chinesischen Regierung und ihrem Streben nach globalem Einfluss unter der Berücksichtigung der groben Missachtung der Menschenwürde und Menschenrechte?
Sehr geehrter Herr Schröder,
Seit einigen Jahren praktiziere ich eine Meditationspraxis namens Falun Gong. Sie kommt aus China und umfasst sowohl körperliche Übungen als auch das Arbeiten an sich selbst anhand der Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht.
In den 1990er Jahre wurde Falun Gong sehr beliebt aufgrund seiner vielen Vorteile, ca. 70-100 Mio. Menschen übten es aus. Da es sich aber nicht staatlich kontrollieren ließ, beschloss Jiang Zemin u.a. deshalb, diese Gruppe restlos auszurotten.
Praktizierende werden verhaftet, gefoltert und für ihre Organe getötet – bis heute. Nun weitet die chinesische Regierung ihre Verfolgung aus, um Falun Gong und die Tanzgruppe Shen Yun weltweit mundtot zu machen, weil sie die Verbrechen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) öffentlich anprangern.
Wie positionieren Sie sich angesichts dieser Tatsachen?
Kontaktieren Sie mich gerne bei Fragen zu Quellen & Infos. Der Platz hier ist sehr begrenzt.
Beste Grüße,
Nora V.
China ist ein strategischer Akteur mit wachsendem globalen Einfluss. Für uns ist entscheidend, dass deutsche Interessen an erster Stelle stehen: Sicherheit, wirtschaftliche Handlungsfähigkeit, technologische Souveränität und der Schutz kritischer Infrastruktur. Wo es Hinweise auf schwere Menschenrechtsverletzungen gibt, darf das nicht ausgeblendet werden. Jedoch sollte Deutschland seine Politik nüchtern und wirksam ausrichten: Abhängigkeiten reduzieren, eigene Schlüsseltechnologien schützen und dort kooperieren, wo es für Deutschland konkret vorteilhaft und sicherheitstechnisch verantwortbar ist.“

