Stanislaw Tillich
CDU
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Frage von Sreqvanaq Qe. Ennor an Stanislaw Tillich bezüglich Soziales und Familie

# Soziales und Familie 28. Aug. 2009 - 16:31

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

welche Maßnahmen halten Sie für angemessen, um der entspr. Statistisches Bundesamt Deutschland-Mikrozensus zu erwartenden demographischen Katastrophe, die Deutschland auf Grund des am frühzeitigsten beginnenden Geburtenrückgangs und der niedrigsten Fertilitätsrate von allen europäischen Staaten am härtesten treffen wird, zu begegnen und die Folgen abzumildern?

Wie wir gesehen haben, war das von unserer Familienministerin angefachte Strohfeuer, genannt "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" vollkommen wirkungslos und das ließ sich auch vorhersehen (vgl. Peter Mersch, IBSN 3-8334-4922-5, Land ohne Kinder, Wege aus der demographischen Krise. Warum Kindergärten, Ganztagsschulen und Kindergeld die Geburtenraten nicht wesentlich erhöhen werden. Warum der Beruf der Familienmanagerin kommen muss). Krippenausbau hat keinen positiven Effekt, hinsichtlich Geburtenrate besteht in Deutschland eine negative Korrelation zur Anzahl der Krippenplätze in den einzelnen Bundesländern.

Beim Krippenausbau wird ein großer Teil der Mittel in Gebäude und Bürokratie investiert. Was halten Sie von dem Vorschlag von Prof. Paul Kirchhof, pro Kind 500€ Erziehungsgehalt (vgl. http://www.bpb.de/publikationen/CVMUAT.html ) zu zahlen anstelle in Kinderkrippen zu investieren oder alternativ das „Sächsische Erziehungsgehaltsmodell“ von 1999 (Dr. Hans Geisler) neu zu beleben? Auch der Pisa-Sieger Finland hat ein ausgebautes Betreuungsgeldsystem bei niedrigen Besuchsquoten in Kindereinrichtungen ("Wir vertrauen Eltern einfach“ MDL Panse in: Thüringische Landeszeitung, 22.5.08).
Damit würden die Folgen wenigstens etwas abgemildert.

Wirklich aus der Katastrophe, gegenüber der die augenblickliche Krise ein laues Lüftchen ist, würde das Modell einer Erziehungsmanagerin (s.o. Mersch) führen, für alles andere ist es wahrscheinlich zu spät, die Folgen sind irreversibel und scheinbar beginnen sich alle darauf einzurichten.

Hochachtungsvoll
Dr. F. Raabe

Von: Sreqvanaq Qe. Ennor

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