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Sabine Martiny
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Frage von Oliver P. •

Frage an Sabine Martiny von Oliver P. bezüglich Gesundheit

Sehr geehrte Frau Martiny,

Ich habe eine Frage zu Punkt 1.8.9 des Wahlprogramms der NRW-Piraten: "Missbrauch von AD(H)S-Medikamenten"

Wie stellt sich ihre Partei eine Eindämmung des Missbrauchs dieses Medikamentes vor?

Ich sehe durchaus die Gefahren, die durch den sprunghaft ansteigenden Missbrauch dieses Medikamentes drohen. Ich halte es für richtig, dass die Politik dort handelt.

Doch bitte bedenken Sie bei allem, dass diejenigen, die tatsächlich auf das Medikament angewiesen sind, nichts für den Missbrauch den andere betreiben können. Ich selber habe im Alter von 23 Jahren die Diagnose ADS bekommen und war erst seitdem ich diese Medikamente bekam in der Lage eine Berufsausbildung abzuschließen.

Wie wollen Sie nun unterscheiden zwischen denen, die das Medikament benötigen und denen, die einen Arzt gefunden haben, der mangels Fachkenntnis zu dem Thema übereifrig AD(H)S Diagnosen an gesunde Menschen ausgibt, die gerne ein Rezept für ein Aufputschmittel haben wollen?

Da die Piraten von sich sagen, eine Mitmachpartei zu sein, gehe ich mal über das einfache Fragen hinaus und mache Vorschläge:

Meiner Meinung nach wäre der richtige Weg, strengere Richtlinien zu erlassen, wer die Diagnose AD(H)S stellen darf. Denn viele Ärzte unterliegen einem gefährlichen Halbwissen zu dem Thema, welches von der Pharmaindustrie mit "Seminaren" gefördert wurde um Absätze anzukurbeln. Viele sind der Meinung das Ausfüllen eines Fragebogens reicht aus, um eine AD(H)S Diagnostizieren zu können. Wer also Aufputschmittel auf Rezept haben möchte spricht bei so vielen Ärzten vor bis er einen findet, der wenig genug weiß, um sich auf den Fragebogen zu verlassen. Die Symptome kann man im Internet nachlesen und so den Fragebogen ausfüllen, als habe man AD(H)S ...

Ich wünsche mir von der Politik, dass die sicher Notwendigen Maßnahmen zum eindämmen der "AD(H)S-Schwemme" so geplant werden, dass sie die wirklich betroffenen nicht noch stärker einschränken.

Was denken Sie darüber?

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Antwort von
PIRATEN

Sehr geehrter Herr Pientka,

Ehrlicherweise kann ich nur sagen, dass ich Ihnen diese Frage nicht beantworten kann. Ich sehe dankbar, dass Sie selbst über eine Antwort nachgedacht haben und finde Ihre Idee sehr gut! Da wir tatsächlich eine "Mit Mach-Partei" sind und intelligente Lösungen durch die Mitarbeit von Vielen erarbeitet werden, würde ich Sie herzlich bitten, mitzuarbeiten, dafür müssen Sie kein Partei-Mitglied sein! Da Sie in Paderborn wohnen, möchte ich Sie bitten - wenn möglich - zu unserem Stammtisch zu kommen. Im Moment findet der Stammtisch jeden Donnerstag im Libori-Eck ab 19.00 Uhr statt. Dort wird diskutiert, Zugang zu den richtigen Arbeitskreisen vermittelt und Zeit für intensive Fach-bezogene Gespräche ist auch immer. Sie können mich aber auch anrufen, am besten mobil, da ich leider gerade viel unterwegs bin. Ich weis, dass das keine befriedigende Antwort ist, aber eine bessere kann ich Ihnen noch nicht geben.

Mit freundlichem Gruß

Ihre Sabine Martiny