Reinhard Lippert
FDP
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Frage von Matthias H. •

Frage an Reinhard Lippert von Matthias H. bezüglich Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen

Sehr geehrter Herr Lippert,

Das Thema „Fichtelgebirgsautobahn“ wird heftig diskutiert. Ich selbst wohne im Landkreis Wunsiedel und bin als Selbständiger sehr viel unterwegs. Besonders die B303 von Wunsiedel Richtung Himmelkron wird von mir mehrmals die Woche genutzt.
Obwohl eine solche Autobahn vieleicht auch für mich von Vorteil wäre, stellt sich doch die Frage nach dem nutzen, da die B303 eigentlich nur vom Transitverkehr aus Tschechien überlastet wird. Da die meisten dieser Fahrzeuge dann sowieso auf der A9 weiterfahren, können doch auch die bestehenden bzw. im Bau befindlichen Autobahnen genutzt werden. In Richtung Süden kann zukünftig über die A93 die A6 Richtung Nürnberg genutzt werden, Richtung Norden kann über die A93 und dann über die A72 auch die A9 erreicht werden.
Warum noch eine Autobahn durch die Mitte? Diese würde für die Entwicklung der Region keine nennenswerten Vorteile, sondern nur dem Transitverkehr nützen.

Wie stehen Sie zu diesem Projekt, bzw. was sind Ihre Alternativen?

Antwort von
FDP

Sehr geehrter Herr Hübel,

Ich habe mich gegen den Bau der Fichtelgebirgsautobahn ausgesprochen. Auch ich bin als Selbsständiger fast wöchentlich auf der B303 von Marktredwitz zur Autobahn-Anschlußstelle Himmelkron unterwegs. Ich plädiere dafür, die bestehende Bundesstraße moderat auszubauen, so wie es in den letzten Jaren begonnen wurde. Das Verkehrsaufkommen von ca. 8000 Fahrzeugen rechtfertigt in keinen Fall einen weitergehenden Ausbau oder gar eine Autobahn. Ich bin dafür, beidseitig mehr Überholmöglichkeiten für PKW zu schaffen und in stark betroffenen Orten wie Tröstau, Birnstengel (bereits geschehen) und Bad Berneck den Lärmschutz zu erhöhen um die Lebensqualität in den Orten ohne Beeinträchtigung des Verkehrs zu gewährleisten. Gleichzeitig bin ich als Mann der Wirtschaft dagegen, die B303 für den Schwerlastverkehr zu sperren.Es ist für unsere Wirtschaft abträglich, eine ganze Region vom Schwerlastverkehr abzuschneiden. Ich denke, daß die eine Umweltverträgliche Variante ist, die die Schönheit des Fichtelgebirges nicht beeinträchtigt und uns allen eine lebenswerte Heimat bewahrt.

Mit freundlichen Grüßen aus Marktredwitz

Reinhard Lippert