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Peter Weispfenning
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Frage an Peter Weispfenning von Anna B. bezüglich Soziale Sicherung

Wie steht die Internationalistische Liste/MLPD zu einem bedingungslosen Grundeinkommen?
Ist es nicht zu befürworten, dass die Menschen ohne Angst vor völliger Armut mit einer bestimmten Grundsicherung leben können?

Frage von Anna B. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 11 Stunden 54 Minuten

Hallo Frau Bartholomé,

natürlich sind wir dafür, dass „die Menschen ohne Angst“ vor sozialer Not leben können.

In unserem Programm fordern wir:

„Weg mit den Hartz-Gesetzen! Für die Erhöhung des Arbeitslosengeldes und die unbegrenzte Fortzahlung für die Dauer der Arbeitslosigkeit! Gegen die Diskriminierung von Migranten und Asylbewerbern auf dem Arbeitsmarkt!

Erhöhung des Sozialgelds, um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen!Herabsetzung des Rentenalters auf 60 Jahre für Männer und auf 55 Jahre für Frauen und für Schicht- und Schwerarbeiter – bei vollem Rentenausgleich! Erhöhung des Rentenniveaus!“

Zum „bedingungslosen Grundeinkommen“ gibt es im Internationalistischen Bündnis unterschiedliche Meinungen. Ich selbst lehne das Konzept ab, das davon ausgeht, dass man gegen die Geißel der Massenarbeitslosigkeit ohnehin nicht mehr viel tun könne.

Mit einer 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich könnten Millionen Arbeitsplötze geschaffen oder erhalten werden. Dass Arbeitszeitverkürzung das Mittel der Wahl gegen Arbeitslosigkeit ist, zeigte sich in der letzten Weltwirtschafts- und Finanzkrise 2008-2014, als breitgefächerte subventionierte Kurzarbeit Massenentlassungen weitgehend verhinderte.

Ich bin für eine kommunistische Gesellschaft, in der die Arbeit (für Gesellschaft und Natur) zum ersten Lebensbedürfnis geworden ist, Das kann man aber nicht durch ein Grundeinkommen im Kapitalismus einführen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Weispfenning

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