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Peter Weispfenning
MLPD
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Frage an Peter Weispfenning von Martina S. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Im Vorfeld von Wahlen trifft man auf viele Parteien mit viele Versprechungen, die dann doch nicht eingehalten werden. Wie will die MLPD und Sie persönlich garantieren, dass sie ihre jetzigen Ziele und Prinzipien nicht über Bord wirft, wenn sie "groß" ist (wie man es leider von etlichen anderen Parteien kennt...)?

Herzlichen Dank!

Frage von Martina S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 10 Stunden 36 Minuten

Hallo Frau Stalleicken,

ich teile Ihre Beobachtung, dass bürgerliche Politiker und Parteien ihre Wahlversprechen gegenüber den Werktätigen nicht einhalten. Die MLPD ist dagegen eine revolutionäre Arbeiterpartei und eine Partei neuen Typs. Wir leben proletarische Prinzipien als Partei schon seit unserer Gründung 1982, also auch im Prozess der „Größer-Werdung“.

Dabei haben wir uns klare Prinzipien erarbeitet, die wir auch streng beachten und kontrollieren. So heißt es in unserem Programm, dass es darum geht, in jeder Situation „selbstlos für die Selbstbefreiung der Arbeiterklasse einzutreten. Dagegen werden persönliche Vorteilsnahme und Privilegierung aufgrund politischer Tätigkeit strikt abgelehnt. Die Funktionäre der MLPD sind zu einem bescheidenen Lebensstil angehalten. Das Einkommen hauptamtlicher Funktionäre ist maximal auf einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn beschränkt.“ (https://www.mlpd.de/parteiprogramm).

In den Kandidatengrundsätzen der Internationalistischen Liste/MLPD wurde u.a. festgehalten:

„Wir können jederzeit wieder abgesetzt werden durch diejenigen, die uns aufgestellt haben, sollten wir nicht mehr entsprechend dieser Grundsätze handeln. Wir arbeiten uneigennützig, werden keinerlei persönliche Privilegien im Wahlkampf oder für die Parlamentsarbeit und keinerlei finanzielle Zuwendungen daraus annehmen. Sollte eine professionelle Tätigkeit notwendig sein, entscheidet das Bündnis über die Höhe der Zuwendungen.

Wir arbeiten aktiv an der Basis und sind offen für Vorschläge und Kritiken und legen regelmäßig Rechenschaft zu unserer Arbeit ab.

Unsere parlamentarische Arbeit soll den Kampf der Arbeiter und der Masse der Bevölkerung unterstützen und fördert ihren Zusammenschluss.

Wir fühlen uns dem internationalistischen, antifaschistischen und kämpferischen Zusammenschluss und der Völkerfreundschaft in Deutschland und weltweit verpflichtet und repräsentieren das auch in unserem Leben und persönlichen Verhalten.“ (http://www.internationalistische-liste.de/kandidatengrundsaetze/)

Würden Lisa Gärtner oder ich z.B. ins Europarlament einziehen – würden wir alle Einkünfte an die MLPD spenden, die uns wiederum den nötigen Zuschuss zum Lebensunterhalt gewähren würde. Aktuell liegt dieser Betrag bei 1.135 Euro.

Ich befürworte das persönlich voll und ganz.

Ich bin jetzt seit 1984 in der MLPD und ihren Vorläuferorganisationen aktiv und ich denke, man konnte mich hinsichtlich der Einhaltung von unseren Prinzipien auch schon einige Zeit prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Weispfenning

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