Warum wurde die Förderung der Psychotherapie als Wahlversprechen deklariert, wenn die SPD Warkens Sparpaket nichts entgegengesetzt?
Zusätzlich zu Kürzungen von 4,5 Prozent fordert Frau Warken in ihrem Referentenentwurf eine Streichung der Zuschläge für Kurzzeittherapie, was auf ein Gesamtkürzungsvolumen von 10 Prozent hinausläuft. Damit nicht genug! Denn viel schlimmer als alles andere ist das Vorhaben einer Begrenzung des extrabudgetären Gesamtvolumens mit fatalen Konsequenzen für unsere Einnahmen (20 Prozent und mehr!) und die Patientenversorgung. Wir haben mittlerweile fast alle existenzielle Angst, wissen nicht, ob wir unsere Kredite abbezahlen können, ob unsere Gehälter je wieder steigen werden. Herr Klingbeil und Frau Bas verlieren kein Wort. Ist das überhaupt rechtlich haltbar? Meine ganze Zukunft wird da gerade politisch zunichte gemacht…
Vielen Dank für Ihre Frage. Ich bedauere massivst dass Sie und Ihre Kolleg*innen solch einer Verunsicherung ausgesetzt werden. Ich teile Ihre Sorgen. Für die 4,5% sind hauptsächlich die Krankenkassen und die KV verantwortlich. Die weiteren Sparvorhaben der Ministerin sehen wir in Berlin auf der Landesebene sehr kritisch und kommunizieren diese Sorge auch an die Kolleg_innen im Bund bei denen die entsprechende Zuständigkeit liegt. Wir hoffen aufrichtig dass die SPD Kolleg_innen hier entsprechenden Widerstand leisten werden. Wir arbeiten daran.
Mit solidarischen Grüßen
Orkan Ö.

