Warum greifen Sie in die Versorgung psychisch erkrankter Menschen ein, statt zuerst ineffiziente Strukturen im System anzugehen – wie die rund 90 Krankenkassen mit Milliarden an Verwaltungskosten?
Zum 01.04.2026 wurde die Vergütung ambulanter psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 % gesenkt (Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 11.03.2026). Gleichzeitig warten Patient:innen aktuell im Schnitt mindestens 142 Tage auf einen Therapieplatz. Parallel dazu verursacht das System der gesetzlichen Krankenversicherung mit rund 90 Krankenkassen jährliche Verwaltungskosten von etwa 12–13 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum Einsparungen primär in der direkten Versorgung ansetzen, statt zunächst strukturelle Effizienzpotenziale im System zu heben.

