Nico Riedemann

| Kandidat Nordrhein-Westfalen
Nico Riedemann
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Jahrgang
1990
Wohnort
Aachen
Ausgeübte Tätigkeit
Student Gesellschaftswissenschaften RWTH Aachen/Politischer Berater MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner
Wahlkreis

Wahlkreis 1: Aachen I

Wahlkreisergebnis: 1,3 %

Liste
Landesliste, Platz 3
Parlament
Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

Es soll mehr Kameras an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Nico Riedemann: Neutral
Auf zentralen Plätzen, U-Bahn-Stationen und öffentlichen Einrichtungen befürworte ich die Videoüberwachung. Allerdings lehne ich die flächendeckende Installation von Kameras strickt ab. Menschen brauchen Privatsphäre, die Überwachung hat einen großen Einfluss auf das persönliche Verhalten.
NRW soll wieder grundsätzlich zurück zum Abitur nach 13 Jahren.
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
Bildung ist die zentrale Errungenschaft unser Kultur, die das fortbestehen unserer Gesellschaft sichert. In Zukunft wird Bildung noch wichtiger werden, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Daher plädiere ich stets für mehr Bildung, nicht nur für Heranwachsende, sondern alle.
Aufklärung über sexuelle Vielfalt im schulischen Rahmen soll fest im Lehrplan verankert sein.
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
Sexualität ist ein natürliches Bedürfnis. Jugendliche müssen eine grundlegende Aufklärung erfahren und vor Risiken gewarnt werden. Das dient der Gesundheit des Individuums sowie der Gesellschaft. In einigen Familien ist Sex stets ein Tabu-Thema, das in der Schule aufgearbeitet werden muss.
Für den Ausbau von Radwegen dürfen keine Parkplätze oder Autospuren weichen.
Position von Nico Riedemann: Lehne ab
Radfahren ist eine sehr nachhaltige und ökologische Art der Fortbewegung. Diese gilt es zu fördern und ist dem Individualverker zu bevorzugen. Mit E-Bikes kann man zu Stoßzeiten viel Last von den Straßen nehmen. Dabei muss man bedenken, dass E-Bikes mehr Platz als herkömmliche Räder benötigen,
Für die Folgekosten des Braunkohleabbaus sollen die Konzerne aufkommen.
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
Die Konzerne haben große Gewinne in den letzten Jahrzehnten gemacht. Diese beruhen auf dem Abbau eines Gesellschaftsgutes, das in Millionen von Jahren entstanden ist. Die Folgekosten dem Steuerzahler aufzuzwingen wäre eine riesengroße Ungerechtigkeit.
Das Land NRW soll ausreisepflichtige Personen nach Afghanistan abschieben.
Position von Nico Riedemann: Lehne ab
Afghanistan ist kein sicheres Land. Minderheiten werden unterdrückt und sogar verfolgt. Jegliche internationale Konventionen verbieten somit das Abschieben von Personen nach Afghanistan. Stattdessen müssen wir Fluchtursachen bekämpfen, was allerdings Aufgabe der westlichen Mächte ist.
Die Hürden für Volksentscheide auf Landesebene sollen deutlich herabgesetzt werden.
Position von Nico Riedemann: Neutral
Generell unterstütze ich Volksentscheide. Allerdings setzen Volksentscheide eine neutrale Informationskampagne voraus. Ist dieses garantiert, bin ich offen für Volksentscheide.
Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen, sollen ein Betreuungsgeld erhalten.
Position von Nico Riedemann: Neutral
Ich setze mich für ein human-ökologisches Grundeinkommen ein. Dadurch profitieren nicht nur die Familien, sondern auch alle anderen Menschen. Allerdings bin ich ein großer Fan der Betreuung von Kinder zuhause, daher bin ich da gesprächsbereit.
Kitaplätze sollen künftig kostenlos sein.
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
In der derzeitigen Situation sollten Kitaplätze kostenlos sein, da viele Familien am Existenzminimum leben. Sollte die Regierung die Qualität der Betreung allerdings nicht sichernstellen können, muss man auch über zusätzliche Kosten nachdenken.
Das Schließen von Schwimmbädern oder Museen darf bei schwieriger Finanzlage kein Tabu sein.
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
Das kommt ganz auf die jeweilige Situation an. Aber gernell sollte das Kultur- und Freizeitangebot keinen finanziellen Zwängen unterliegen, sondern eher ausgeweitet werden. Das trägt auch zur Erwachsenenbildung bei.
Finanzschwache Menschen sollen ein kostenloses ÖPNV-Ticket erhalten.
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
ÖPNV sollte komplett staatlich finanziert werden. Auch Carsharing-Konzepte sollten ausgeweitet werden. Allerdings müssen diese so organisiert sein, dass nicht noch zusätzlich Menschen ein Auto nutzen, sondern Menschen mit eigenem Auto auf Carsharing-Konzepte umsteigen.
Es ist in Ordnung, dass Bevölkerungsgruppen aufgrund ihres Aussehens von der Polizei kontrolliert werden.
Position von Nico Riedemann: Lehne ab
Racial-Profiling ist in Deutschland Gang und Gäbe, das haben Studien belegt. Dieses Vorgehen muss eindeutig gestoppt werden, da sich Menschen diskriminiert fühlen. In Bezug auf die Flüchtlingsproblematik muss allerdings die Sicherheit gewährleistet werden, da unsere Gesellschaft große Bedenken hat.
Politiker sollen keine Posten in den Gremien der öffentlich-rechtlichen Sender besetzen dürfen.
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
Der öffentliche Rundfunk muss neu organisiert werden. Es kann nicht sein, dass steuerfinanzierte Rundfunkanstalten zum Instrument für Werbung der politischen Elite im Wahlkampf genutzt wird. Ich als ÖDP'ler habe kaum Chancen Sendezeiten zu bekommen, was den politischen Wettbewerb verzerrt.
Die Landesregierung soll wichtige Dokumente wie zum Beispiel Verträge der öffentlichen Hand und Gutachten im Internet veröffentlichen (Transparenzgesetz).
Position von Nico Riedemann: Stimme zu
Transparenz ist wichtig. Von Beginn an sollten alle Dokumente veröffentlicht werden und die Partizipation der Bürger ermöglicht werden. Dazu gibt es schon einige gute Ideen wie das CitizenLab in Belgien.
Es braucht einen Solidarpakt West, um zum Beispiel die Kommunen im Ruhrgebiet finanziell zu unterstützen.
Position von Nico Riedemann: Lehne ab
Kommunen stehen in ganz Deutschland vor dem Bankrott. Der Bund muss wieder mehr Sozialleistungen übernehmen und nicht auf Kosten der Kommunen eine "Schwarze-Null-Politik" verfolgen. Auch die Einführung eines Grundeinkommens kann die finanzielle Situation der Kommunen schlagartig verbessern.
Arbeitsplätze müssen Vorrang vor Umweltschutz haben.
Position von Nico Riedemann: Lehne ab
Das Dogma der Vollbeschäftigung gilt es zu beerdigen. Durch die Digitalisierung werden weitere 7 Mio. Jobs wegfallen. Umweltschutz ist essentiell für die Zukunft. Arbeitsplätzen den Vorrang zu geben, wäre eine kurzsichtige Handlung, wir müssen langfristig denken und unser Handeln daran ausrichten.

Die politischen Ziele von Nico Riedemann

Nachhaltigkeit

Postwachstumökonomie

Grundeinkommen

Soziale Gerechtigkeit

CradleToCradle-Prinzip

Car-Sharing, ÖPNV, E-Bike

Umweltschutz, Tierschutz, Minderheitenschutz

Erneuerung unserer Demokratie

Humane Bildung, lebenslange Bildung

Entfaltung der Persönlichkeit auch im Beruf

Alle Fragen in der Übersicht

(...) mich würde vor der Landtagswahl interessieren, wie Sie Ihre Position und die der ÖDP im Hinblick auf die beruflichen Perspektiven von Wissenschaftlern darstellen würden. Sehen Sie politische Möglichkeiten die Attraktivität von Jobs in der Wissenschaft zu steigern? (...)

Von: Irvg Abggronhz

Antwort von Nico Riedemann
ÖDP

(...) Ich habe mich während meines Studiums öfter mit Dozenten über diese Problematik unterhalten. Ein Konzept dafür gibt es in der ÖDP nicht direkt, aber grundsätzlich steht die ÖDP für die staatliche Finanzierung von Wissenschaft und tritt für unbefristete Arbeitsverträge ein. Allerdings finde ich es nicht fair, wissenschaftliche Mitarbeiter bevorzugt zu behandeln. (...)

# Soziales 19Apr2017

(...) wie steht die ÖDP (bzw. du) zum Thema Homosexualität, Gender, Frauenrechte und Abtreibung? (...)

Von: Znervxr E.

Antwort von Nico Riedemann
ÖDP

(...) Aber nun einmal konkret: Ich stehe absolut für die Gleichberechtigung von Homosexuellen ein, auch vor dem Gesetz oder bei der Adoption von Kindern. Gender Studies sind mittlerweile ein etabliertes Fach an Universitäten. (...)

(...) was wollt Ihr als ÖDP bzw. Du als Abgeordneter denn anders machen beim Thema Städtebau und Stadtentwicklung als die Grünen?

Von: Pbaal Uüggvt

Antwort von Nico Riedemann
ÖDP

(...) ich weiß nicht genau, wie die Grünen zu diesem Thema stehen, aber ich fordere eindeutig die Änderung des Baurechts. Nachhaltige Rohstoffe wie Lehm, Stroh, Holz, Bambus oder auch Hanf müssen in die DIN-Verordnung aufgenommen werden. Nur so kann die Forschung, Erprobung und der Einsatz von natürlichen Baustoffen gefördert werden. (...)

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