Bezugnehmend auf Ihren Besuch bei der Jüdischen Union: Wie stellen Sie sicher, dass Antisemitismus nicht nur von rechts, sondern auch aus linken und islamistischen Milieus konsequent bekämpft wird?
Die Frage bezieht sich auf den Instagram-Beitrag der Jüdischen Union (@juedischeunion) über Ihren Besuch im Kulturzentrum Hamburg-Nord, bei dem es um den Schutz vor Antisemitismus ging.
Antisemitismus kommt in unserer Gesellschaft eben nicht nur von rechts. In der Debatte wird jedoch oft eine selektive Solidarität kritisiert: Während rechtsextremer Judenhass richtigerweise scharf verurteilt wird, gibt es in Teilen der Politik oft eine Beißhemmung, sobald Antisemitismus aus islamistischen oder linken Milieus stammt. Da Sie sich vor Ort für den Schutz jüdischen Lebens engagiert haben, interessiert mich, wie Sie sicherstellen, dass jede Form von Judenhass – unabhängig vom Milieu – gleichermaßen bekämpft wird.
Zu mir: Ich bin nicht rechtsextrem, sondern engagiere mich konsequent gegen die AfD, Rechtsextremismus, Antifeminismus und jeden Antisemitismus. Wie stellen Sie sicher, dass jede Form von Judenhass – unabhängig vom Milieu – gleichermaßen bekämpft wird?
Vielen Dank für die Frage.
Meine Haltung ist eindeutig: Antisemitismus ist Antisemitismus. Er verliert nichts von seiner Menschenfeindlichkeit, weil er sich auf eine andere Ideologie beruft. Deshalb bekämpfe ich ihn konsequent – ob er von Rechtsextremen, Islamisten oder aus linken Milieus ausgeht.
Für mich gibt es keine doppelten Standards und keine selektive Empörung. Wer Jüdinnen und Juden bedroht, beleidigt oder angreift, greift Menschenwürde, Freiheit und unsere Demokratie an.
Der Schutz jüdischen Lebens ist nicht verhandelbar. Deshalb braucht es konsequente Strafverfolgung, Prävention und eine klare gesellschaftliche Haltung – unabhängig davon, aus welchem Milieu Antisemitismus kommt.
Jüdisches Leben muss in Deutschland sicher sein. Dafür setze ich mich ein – konsequent, ohne Relativierungen und ohne Ausnahmen.

