Mechthild Dyckmans
FDP
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Frage von Znerx Jrtynefxv an Mechthild Dyckmans bezüglich Inneres und Justiz

# Inneres und Justiz 01. Aug. 2013 - 15:13

Sehr geehrte Frau Dyckmans

Aus welchem Grund, wird die Hanfpflanze an sich so streng behandelt? Ja warum gilt sie als illegal? Obwohl sie doch um ein vielfaches harmloser ist, wie viele andere Pflanzen in unserer Umwelt. Stechapfel, Fingerhut zB von den ganzen Giftpilzen einmal abgesehn, finden wir eine unglaubliche Anzahl giftige Gewächse, die doch mindestens genauso behandelt werden müssten, da einige davon doch wohl viel gefährlicher sind. Wie kam es zu dieser Entwicklung? Aus sicheren Quellen, weiß man heute, dass Hanf genauso verbreitet war wie Raps, Mais oder Flachs.
Seit nun mehr als zwanzig Jahren beobachte ich in dieser Gesellschaft, wie eine breite Masse, aus fast allen Alters und ,-Gesellschaftsschichten, Hanf auf verschiedene Art konsumiert. Ob verrauchen, verkochen oder als Getränk. Somit wird es nötig sich über die Beschaffung Gedanken zu machen, was für alle ein großes Problem darstellt. Ob Jugendliche oder Erwachsene, die Konsumenten, und das wissen sie, begeben sich zwangsläufig in eine Problematik, die sie kaum noch ertragen. Ein Weinbauer ist kein besserer Drogendealer, nur weil sie ihn rechtlich in Schutz nehmen. Das muss die Regierung endlich begreifen! Sie müssen die Konsumenten von Hanfprodukten ebenfalls schützen und sich endlich hinter diese Menschen stellen, da sie einen sehr großen Teil der Bevölkerung ausmachen. Die Pflanze an sich gehört wieder in unseres Umfeld, wie jede andere Pflanze auch. Eine sinnvolle und vor allem logische und nachvollziehbare Aufklärung von Kindern würde die Situation normalisieren. Wie dies auch mit Giftpilzen etc. geschieht! Die Verfolgung von Hanfkonsumenten und der Pflanze selbst muss aufhören. Hanf muss wieder in die Gesellschaft integriert werden, als Nutz,-Kultur und Zuchtpflanze! Dies muss so schnell wie möglich passieren um Kinder, Jugendliche und Erwachsene Menschen zu schützen! Die bisherige Politik hat uns die Probleme gebracht und muss radikal geändert werden!

Mit freundlichen Grüßen

M.Weglarski

Von: Znerx Jrtynefxv

Antwort von Mechthild Dyckmans (FDP) 26. Aug. 2013 - 14:48

Sehr geehrter Herr Weglarski,

vielen Dank für Ihre Frage vom 01. August 2013.

Der seinerzeit weit verbreitete Anbau von Hanf, den Sie beschreiben, bezieht sich auf Nutzhanf. Dieser dient - wie der Name schon sagt - nicht zu Rauschzwecken, sondern bildet die Basis für die Herstellung von z. B. Textilien oder Seilen. Der Anbau von Nutzhanf ist nach wie vor unter bestimmten Umständen legal.

Der regelmäßige und insbesondere langanhaltende Konsum von Cannabis kann gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Dies wird durch neuere Studien belegt. Daher zählt Cannabis auch zu den illegalen Drogen. Damit unterscheidet sich der Konsum von Cannabis vom Alkohol trinken und Rauchen. Dies hat das Bundesverfassungsgericht in seiner bekannten "Haschisch-Entscheidung" vom 09. März 1994 (Az: BVerfG, 2 BvL 43/92) ausdrücklich festgestellt und aus diesem Grund die Rechtmäßigkeit des Cannabisverbotes bestätigt.

Auch wenn Sie den Eindruck haben mögen, dass der Konsum von Cannabisprodukten immer verbreiteter ist und "große Teile der Bevölkerung" betrifft, hält das der Realität nicht stand. Gerne möchte ich Sie dazu auf die Statistiken in den Drogen- und Suchtberichten der Bundesregierung verweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Dyckmans