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Matthias Zimmer
CDU

Frage an Matthias Zimmer von Angnyvr Yhlgra bezüglich Gesundheit

15. Januar 2021 - 18:08

Sehr geehrter Herr Zimmer,

Wäre es vielleicht nicht sinnvoller die Personengruppe, mit Kinder und Arbeit, zu impfen gegen das Coronavirus. Ich möchte nicht unverschämt sein und auch niemanden diskriminieren aber, die kleinsten sind die die am meisten leiden. Kein Ballett, kein Fußball, keine soziale Kontakte, keine Geburtstagfeier, einfach nichts. Ältere Personen bewegen sich kaum oder wenig, arbeiten nicht, wir als Eltern arbeiten, müssen einkaufen gehen und bewegen uns ständig mit Risikos. Eigentlich sind wir der Risikofaktor, wir sind andauernd am Risiko ausgestellt und sind so ein Risiko für andere, auch ältere Menschen. Ist es nicht sinnvoller uns zu impfen um die Pandemie unter Kontrolle zubekommen und das unsere Kinder wieder ein normales Leben führen können ohne Angst und mit neue Lebensfreude? Kinder werden oder sind schon depressiv, fragen jeden Tag wann es vorbei ist und wieder normal Leben können. Wieso wird sowas nicht mal angesprochen weil das ist die Generation die die Zukunft unseres Landes bestimmt. Schulbildung fehlt zurzeit und die Kinder haben Angst zu Schule gehen zu müssen, Angst das sie etwas mit daheim bringen und Mama und Papa krank werden können und Angst das Mama und Papa sterben können. Es gibt Kinder die noch zu jung sind um zu verstehen, hören nur Zahlen, soviele Tote, soviele neu Infektionen, und haben Angst und sind verzweifelt. Wieso dürfen wir als Eltern nicht geimpft werden und unsere Kinder wieder ein normales und ein kindgerechtes Leben geben?

Mit freundlichen Grüßen,

Frage von Angnyvr Yhlgra
Antwort von Matthias Zimmer
17. Januar 2021 - 16:04
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 21 Stunden

Sehr geehrte Frau Luyten,

wir haben es uns mit der Frage, wer als erstes geimpft werden soll, nicht leicht gemacht. Ich glaube, dass wir mit der gefundenen Lösung gut leben können: Zuerst diejenigen, die in Gefahr stehen, durch die Pandemie zu sterben — vor allem die Älteren. Und dann diejenigen, die an der „Front“ arbeiten: Pflegerinnen und Pfleger, Ärzte, dann auch Sicherheitskräfte wie Polizisten. Es geht also zuerst um die Frage, wie wir Menschenleben retten, dann um die Frage, wer für das Gemeinwohl unverzichtbar ist. Ihren Vorschlag kann ich aus Ihrer Situation heraus verstehen, aber keinesfalls unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Matthias Zimmer