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Matthias Pröfrock
CDU
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Frage von Frieder B. •

Frage an Matthias Pröfrock von Frieder B. bezüglich Umwelt

Hallo
Die Entlagerung von Strahlendem Material dauert mindestens 10000Jahr In dieser Zeit gibt es gewaltige Erdverschiebungen -deshalb hat es die Schweiz abgelehnt ein Atomentlager im Granitgestein zu machen . es hat sich gezeigt dass es im Salzgestein bei Hohlraumbildung sich Risse bilden (siehe Asse)und Wasser eindringt --Bei Bau des Gotthardtbasistunnel hat man Festgestellt das es auch zu leicht Rissbildungen kommt man kann davon ausgehen dass bei hartem Gestein es bei der Bearbeitung zu Rissen kommen kann
Ton und Lehmschichten haben die Eigenschaft dass sie sich ständig anpassen und durch Ihre Feinkörnige Schluffstruktur eine homogene Masse bilden (Traurige Erfahrung war das Erdbeben in Bahm /Iran vor ein paar Jahren Gebäude aus grtrockneten Lehmziegeln )
Aus dieser Erkenntis scheint es zur Zeit möglich zusein in Lehm und Tonschichten Abfälle aus Atomkraftwerken relativ Sicher --wenn es dies gibt -- zulagern .Schmidener Feld ist so eine Tonschicht wenn auch wahrscheinlich nicht in der geeigneten Mächtigkeit
Was ist Ihre Position zum Endlagern von Atommüll -- Müllvermeiden ist immer noch die Beste Alternative

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Bayer,

eine moderne Energieversorgung muss zuverlässig, bezahlbar und umweltfreundlich sein. Ich möchte den Umstieg in eine komplett CO2-neutrale Energieerzeugung schaffen. Dabei werden die erneuerbaren Energien eine wesentliche Rolle spielen. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Doch wir sollten darauf achten, dass keine kurz- und mittelfristigen Kapazitätsengpässe und Preissprünge die Energieversorgung gefährden.

Mit dem Mitte 2009 verabschiedeten Energiekonzept 2020 hat die CDU- geführte Landesregierung ihre energiepolitische Vorreiterrolle unterstrichen. Die formulierten Ziele sind realistisch und berücksichtigen die spezifische Situation unseres Landes. Wir wollen den Energieverbrauch senken und die Energieproduktivität steigern. Die erneuerbaren Energien sollen ausgebaut und der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 auf mindestens 20 Prozent steigen.

Wir halten eine moderate Laufzeitverlängerung unserer Kernkraftwerke als Brücke ins Zeitalter der regenerativen Energien für erforderlich - zumal etwa Kohlekraftwerke bisher weit klimaschädlicher sind. Dabei nehmen wir die Sorgen im Hinblick auf die Kernenergie ernst. Wir wollen den Ausstieg zwar um einige Jahre verschieben, aber keine unbegrenzte Nutzung der Kernkraft.

Es war die rot-grüne Regierung, die mit dem Moratorium für die Erkundung von Gorleben wertvolle Zeit für die Lösung der Endlagerfrage hat verstreichen lassen. Man kann doch nicht erst etwas verschlafen und dann mangelnde Ergebnisse beklagen. Wir gehen die Entsorgungsfrage entschlossen an, die Erkundung in Gorleben wird fortgesetzt. Die Frage der Endlagerung muss gelöst werden, mit oder ohne Laufzeitverlängerung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Matthias Pröfrock