Fragen und Antworten

Über Martina Hanke

Ausgeübte Tätigkeit
Vertriebsmitarbeiterin
Geburtsjahr
1958

Martina Hanke schreibt über sich selbst:

Ich bin Jahrgang 58, berufstätig, verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne, wovon der älteste bei uns lebt. Seit ich in Freital lebe, engagiere ich mich ehrenamtlich. Als die Kinder zur Schule gingen, in den 90er Jahren, organisierte ich einen Schüleraustausch zwischen Freital und einem kleinen französischen Bergbaustädtchen La Machine. Zur Jahrtausendwende erhielt unser Sohn Daniel, damals 17jährig, die Diagnose einer seltenen erblich bedingten, chronischen neurologischen progredient verlaufenden Krankheit, der Friedreich´schen Ataxie. Ich wollte und will nicht hilflos zusehen, wie diese Krankheit voranschreitet und unser aller Leben erschwert, deshalb engagiere ich mich seitdem für und mit einer Selbsthilfegruppe für Betroffene von Ataxien und der Huntingtonkrankheit und deren Angehörigen, die in Dresden angesiedelt ist und in ganz Sachsen ihr Einzugsgebiet hat.
 
Als im Jahr 2012 für die Fußball-Europa-Meisterschaft tausende Straßenhunde auf brutalste Weise getötet wurden, begann ich mich aktiv für den Aufbau des Tierschutzes in der Hundehilfe Ukraine e.V. einzusetzen. Zu dieser Zeit lebte schon ein Tierschutzhund aus Spanien in unserer Familie, heute ist es der liebenswerter rumänischer Streuner Hardy. Er trat das Erbe des Spaniers an: ein weiches Körbchen und liebevoll streichelnde Hände. Seitdem zaubert er uns jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht. Irgendwann in dieser Zeit und über diese Tätigkeit, begann ich darüber nachzudenken, welches Leid der Mensch den Tieren zufügt und las einen Artikel in welchem die Fragen gestellt wurden: Haben Tiere eine Seele? Wieviel Leid müssen sie ertragen? - Dabei ging es nicht um Straßentiere sondern um so genannte Nutztiere. Wirbeltiere haben ein Zentralnervensystem und empfinden Schmerz, Angst, Trauer und natürlich auch Zuneigung. Sie spüren liebevolle Zuwendung ebenso wie brutale Gewalt. Gnaden- und schonungslos werden Tiere vom Menschen ausgebeutet und getötet, um aus ihren Körpern Lebensmittel und Kleidung herzustellen. Das konnte ich nicht weiter mittragen, das musste sich ändern!
Für diese notwendige Veränderung sehe ich die Verantwortung zuerst bei mir. Am 1. Januar 2014 kippte ich den Schalter um und wurde Veganerin, von jetzt auf heute. Für mein Essen, meinen Genuss, meine Kleidung sollte kein Tier mehr leiden müssen. Schnell fand ich Gleichgesinnte, vor allem über soziale Medien, viele Ideen und gute Rezepte und konnte so eine neue Welt für mich entdecken: nur noch mit pflanzlichem Kochen, Backen und Genießen. Da ich gern und vor allem für andere am Herd stehe, gelingt es mir, Neugier zu wecken, immer wieder ins Gespräch oder besser ins Gerede zu kommen, Anstöße zum Konsumverhalten zu geben, und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger.
Im Mai 2016 schloss ich mich der V-Partei³ an, fand in ihrem Programm meine Ideen wieder und ein politisches Zuhause. In diesem Sinne hieß es nun wirklich Politik selber machen, ohne jegliche Erfahrungen. Wer Veränderung will, muss bei sich beginnen, selbst Teil dieser Veränderung sein, sie bewirken. Neue Herausforderungen standen an, die Gründung des Landesverbandes Sachsen, Mitarbeit in dessen Vorstand und die Bundestagswahl 2017 mit der Hürde der Unterschriftensammlungen, dem Plakatieren, dem ersten Wahlkampf überhaupt. Die Probleme, die wir damals schon ansprachen und in unserem Programm stehen, erschlagen uns heute: Klimawandel, massenhafte Nutztierhaltung, industrielle Landwirtschaft, zerstörte Natur - mit der Folge des Artensterbens, ein erschöpfter, über die Maßen ausgebeuteter Planet Erde, Menschen von Hunger und Not in die Flucht getrieben… Und wir  mittendrin, im Konsum, der Wegwerfgesellschaft, dem Überfluss, dem Müll und dem Streben nach immer mehr, nach Höchstleistungen und immer stärkerem Wachstum. Der ständige Druck lässt kaum Zeit, darüber nachzudenken, was wir wie verbrauchen und zerstören, auch unser eigenes Leben, denn unser Lebensstil macht uns krank. Dabei gibt es gerade in Sachsen positive Ansätze. Daniel Hausmann, aus Rochlitz zum Beispiel ist der erste Landwirt in Sachsen, der den Ausstieg aus der industriellen Tier“produktion“ hin zur ökologischen, bio-veganen Landwirtschaft geschafft hat. Das heißt, Landwirtschaft ohne Gift und Gülle, ressourcenschonend und Landschaft wieder Natur zurückgebend.
Es bleibt für mich dabei: Veganismus ist die Lösung für sehr viele Probleme, unter denen die Erde, Natur, Mensch und Tier leiden. Dafür und in diesem Sinne stelle ich mich der Wahl als Direktkandidatin für den Sächsischen Landtag.

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Kandidaturen und Mandate

Kandidatin Sachsen Wahl 2019

Angetreten für: V-Partei³
Wahlkreis:
Sächsische Schweiz−Osterzgebirge 1
Wahlkreisergebnis:
0,25 %