Manuel Cebulla
EDE
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Frage von Raqre Jvttva an Manuel Cebulla bezüglich Bildung, Kultur, Forschung und Technologie

Hallo Herr Cebulla,

gerade habe ich einem Vertreter der Newropeans fast die gleichen Komplimente für ihr Wahlprogramm gemacht wie jetzt Ihnen, weil ich ihre (beider) Standpunkte unbedingt unterstütze und von der Wichtigkeit eines wirklich gemeinsamen und demokratischen Europa überzeugt bin.

Was mich etwas mutlos macht, sind die doch ziemlich geringen Chancen, genügend Stimmen für diese wichtige Sache auf EDE oder Newropeans zu vereinigen.

Für diese Wahl 2009 ist das wohl zu spät - man sollte aber m. E. in Zukunft nach einer möglichen Zusammenarbeit streben, auch um die (Wähler)Potenziale zu bündeln.

Was meinen Sie?

Herzlichen Gruß
Ender W.

Von: Raqre Jvttva

Antwort von Manuel Cebulla (EDE)

Vielen Dank für Ihre Frage und Ihr Lob.

Da wir zum ersten Mal bei einer Wahl antreten, können wir das Ergebnis vom kommenden Sonntag noch nicht absehen. Bei den Gesprächen, die wir mit unterschiedlichen Meschen gefährt haben, und aufgrund der Zuschriften, die wir erhalten haben, stelle ich ein großes Interesse und viel Zustimmung fest. Das zeigt auch der häufige Zugriff auf unsere Internetseite www.e-d-e.eu

Mit unserer Forderung nach einem bürgernäheren und demokratischeren Europa sprechen wir vielen Menschen aus dem Herzen. Andere, insbesondere die "großen" Parteien, scheinen Europa (oder die Europawahlen oder die Europa-Bürger) leider nicht sonderlich ernst zu nehmen. Ich hoffe, dass die von den etablierten Politikern und leider auch von den Medien mitverursachte "Europamüdigkeit" und Wahlmüdigkeit sich nicht in massiver Wahlenthaltung, sondern darin äußern wird, dass die Wähler ihr Kreuz bei Parteien oder Vereinigungen wie EDE machen, die für mehr Europa eintreten. Das kann nach der Wahl zu einem Umdenken in den anderen Parteien führen, was unbedingt zu wünschen wäre.

Es ist sicherlich sinnvoll, Wählerpotenziale zu bündeln. Nach der Wahl werden wir bestimmt auch über diese Frage sprechen. Ich werde auch anregen, dass sich die nicht extremistischen unter den sogenannten "kleinen" Parteien an einen Tisch setzen, um Fragen von gemeinsamem Interesse auch gemeinsam anzugehen, z.B. die Abschaffung der 5%-Hürde bei den Europawahlen, Gleichberechtigung bei der Vergabe von Sendezeiten für Wahlwerbesendungen in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und ähnliche Fragen.

Es gibt einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen EDE und den Neuropäern: Während letztere einen elitären Ansatz haben und auf Englisch, Französisch und eine weitere Nationalsprache als Amtssprachen der EU setzen, fordert EDE sprachliche Gleichberechtigung der Europäer ohne geburtsgegebene Vorteile für die einen oder anderen Muttersprachler. Und mit Esperanto gibt es eine internationale Sprache, die aufgrund ihrer einfachen Lernbarkeit nicht nur wenigen, sondern allen Menschen internationale Kommunikation ermöglicht und damit ein Schlüssel für eine wirkliche europäische Demokratie ist.

Mit europäischen Grüßen
Manuel Cebulla