Setzen Sie sich für eine automatische Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung ein oder favorisieren Sie strukturelle Alternativen wie das schwedische Drei-Säulen-Modell?
Sehr geehrte Herr Ükermann,
für eine automatische Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung spricht die finanzielle Nachhaltigkeit der Rentenkassen. Dagegen sprechen soziale Härten: Da die Lebenserwartung je nach Beruf stark variiert, droht Menschen in fordernden Branchen de facto eine Rentenkürzung.
Als zukunftsfähige Alternative gilt oft eine Dreisäulen-Reform nach schwedischem Vorbild: 1. Ein flexibler Rentenkorridor (individueller Eintritt mit finanziellen Anreizen), 2. eine Erwerbstätigenversicherung, die alle Berufsgruppen einbezieht, und 3. eine ergänzende, starke kapitalgedeckte Vorsorge (Staatsfonds).
Hierzu meine konkreten Fragen:
Werden Sie sich für einen starren Kopplungs-Automatismus einsetzen?
Falls Sie diesen ablehnen: Welche langfristige Alternative halten Sie für geeigneter? Favorisieren Sie ein flexibles Rentenalter, eine breitere Erwerbsbeteiligung, stärkere Kapitaldeckung oder eine Kombination dieser Maßnahmen?
Mit freundlichen Grüßen
Frau B.

