Jahrgang
1965
Wohnort
Bremen
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwaltsfachangestellte
Ausgeübte Tätigkeit
MdBB
Wahlbereich

Wahlbereich 1: Bremen

List
Wahlbereich Bremen, Platz 1
Parlament
Bremen

Bremen

Die Bremer Innenstadt soll autofrei werden.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Perspektivisch soll die Innenstadt frei vom motorisierten Individualverkehr werden. Davon nicht betroffen sind Lieferverkehre und Ausnahmen. Dafür müsste aber erst der ÖPNV ausgebaut und deutlich billiger werden. Mittelfristig setzen wir auf Einführung des kostenfreien ÖPNV.
Schulnoten soll es künftig ab Klasse 3 geben.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Noten haben noch nie zu einer guten Vergleichbarkeit eines Leistungsstandes geführt und haben Schüler*innen wie Eltern eher verunsichert. Lernfortschrittsberichte halten wir für sinnvoller, sie müssen aber für alle verständlich formuliert sein.
Der Besitz und Konsum von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Insbesondere jugendliche Konsument*innen von Cannabis werden durch drohende Strafverfahren eher davon abgehalten, bei Suchtproblemen präventive Hilfsangebote anzunehmen, und werden daher nicht über Gefahren aufgeklärt. Schwarzmarkt und die eigentliche Kriminalität blühen aber weiterhin.
Mit überschüssigen Steuereinnahmen soll das Land Bremen vorrangig Schulden zurückzahlen.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Bremen braucht nach Jahren des Übersparens endlich wieder Investitionen in Infrastruktur. Häfen, Straßen, Schulen, Kitas, Hochschulen: der Sanierungsstau ist groß und muss abgebaut werden. Zusätzliche Schulen und Kitas werden genauso wie kommunale Sozialwohnungen gebraucht. 80 Mio werden eh getilgt.
Sanktionen für Empfänger von Hartz IV sollen grundsätzlich beibehalten werden.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Sanktionen sind kontraproduktiv. Kürzungen des Existenzminimums sind nicht akzeptabel. Wenn das gesetzliche Minimum zum Lebensunterhalt durch Sanktionen unterschritten wird, werden übrigens immer auch die Kinder in den Bedarfsgemeinschaften in "Haftung" genommen.
Städtische Wohnungsbaugesellschaften wie die GEWOBA sollen deutlich mehr Wohnungen bauen.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Der Ausbau des kommunalen Wohnungsbaus ist wichtig, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Nur wenn es mehr und auch billigere Wohnungen gibt, sinken die Mieten für alle. Etwa die Hälfte des Mietwohnungsbestands sollten in kommunaler, genossenschaftlicher oder gemeinnütziger Hand sein.
Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Viele Menschen können eh nicht abgeschoben werden, weil sie entweder krank oder die Herkunftsländer unsicher sind. Diese Menschen brauchen eine Perspektive und Teilhabe. Eine Abschiebung von Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, sollte es in einer demokratischen Gesellschaft nicht geben.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Lobbyist*innen und der Politik veröffentlicht werden.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Politik braucht Transparenz, auch darüber, in welchem Umfang organisierte Interessenvertretung Einfluss nimmt. Im Bundestag gibt es mehr Lobbyisten-Ausweise, als Abgeordneten-Ausweise. Die Öffentlichkeit muss wissen können, wer aktiv auf Abgeordnete einwirkt.
Alle Schulen in Bremen sollen eine Ganztagsbetreuung anbieten.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Ganztagsschulen sind wichtig, damit Bildungserfolg und soziale Herkunft entkoppelt werden. Lerneinheiten können besser verteilt, individuelle Unterstützung sichergestellt werden, so dass zu Hause keine Hausarbeiten mehr gemacht werden müssen. Zugleich sichern sie Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Es sollen mehr Polizeibeamt*innen in den Straßen präsent sein.
Position von Kristina Vogt: Neutral
Polizist*innen, die nur Präsenz zeigen, können viele andere wichtige Aufgaben in dieser Zeit nicht erledigen. Wichtiger ist der 110-Prozess, also dass die Polizei rechtzeitig da ist, wenn die Bürger*innen sie braucht. Die Polizei soll angemessen ausgestattet sein, auch mit Kontaktbereichsbeamten.
An der Vertiefung der Weser soll langfristig festgehalten werden.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Das Ausbaggern der Weser erhöht für alle in Bremen das Überschwemmungsrisiko und ist ein schwerer ökologischer Eingriff. Auch große Schiffe können Bremerhaven ohne weitere Vertiefung anlaufen, zusätzlich gibt es den Jade-Weser-Port als Tiefwasserhafen. Die Tiefe der Mittelweser reicht ebenfalls.
Es sollen verstärkt Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Die Anwerbung von ausländischen Pflegekräften kann nur ein Teil der Lösung sein. Es muss mehr ausgebildet werden. Grundsätzlich müssen für alle Pflegekräfte, ob aus Deutschland oder dem Ausland kommend, die Arbeitsbedingungen deutlich besser werden. Dazu gehört ein Pflegemindestlohn von 14,50 €.
Für Landesbeschäftigte in Bremen soll ein Mindestlohn gelten, der deutlich höher ist als der bundesweite.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Der Landesmindestlohn soll gewährleisten, dass bei Vollzeit-Beschäftigung eine Rente oberhalb der Grundsicherung erreicht wird. Dafür sind 12,63 Euro nötig. Dann liegt der Mindestlohn auch oberhalb der Niedriglohnschwelle. Bremen kann hier wie beim Mindestlohn selber Vorreiter für den Bund sein.
Radwege sollen verstärkt ausgebaut werden, auch wenn dafür Parkplätze weichen müssen.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Es gibt viele unsichere Radwege, die auf unübersichtlichen Straßen und Kreuzungen münden. Diese Gefahren müssen abgestellt werden, die Niederlande sind ein gutes Beispiel für sicheren Verkehr. Radwege, ÖPNV, vernünftige Parkraumbewirtschaftung: der Umwelt und der sozialen Mobilität zu Liebe wichtig
Angesichts der schwierigen Finanzlage darf die Schließung öffentlicher Einrichtungen wie Museen oder Schwimmbäder kein Tabu sein.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Wer will denn in so einer Stadt noch leben? Kulturelle und sportliche Angebote für die Bevölkerung gehören zur Daseinsvorsorge. Vergraulen wir Bremens Bewohner*innen und Tourist*innen dadurch, dass wir alles schließen, verlieren wir auch Steuereinnahmen.
Die Listen der Parteien zur Bürgerschaftswahl müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Das Grundgesetz verpflichtet dazu, aktiv Maßnahmen für die Gleichstellung von Frauen und Männern zu ergreifen. Der Frauenanteil in den Parlamenten sinkt aber wieder. Ein sog. Parité-Gesetz sollte daher die Parteien dazu verpflichten, quotierte Listen aufzustellen.
Die Politik soll gegenüber den Autoherstellern darauf drängen, Dieselfahrzeuge kostenlos nachzurüsten.
Position von Kristina Vogt: Stimme zu
Wer jemandem ein Produkt verkauft, das nicht die versprochenen Eigenschaften hat, muss es nachbessern oder zurücknehmen. Es ist völlig unverständlich, warum diese Regel bei Autokonzernen bisher nicht angewendet wird.
Am Bau des Offshore-Terminals (OTB) in Bremerhaven soll festgehalten werden.
Position von Kristina Vogt: Lehne ab
Angesichts der Abwanderung der Windenergie-Industrie wird ein Windkraft-Hafen nicht mehr richtig ausgelastet. Stattdessen sollte ein Investitionsprogramm für Bremerhaven aufgelegt werden, das Strukturwandel und Jobs fördert. Dafür sollten die OTB Mittel eingesetzt werden.

Über Kristina Vogt

Seit 1984 lebe ich im Bremer Westen. 2011 bin ich zur Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft gewählt worden. Zuvor habe ich als Rechtsanwaltsfachangestellte gearbeitet. Als alleinerziehende Mutter eines Sohnes habe ich die sozialpolitischen Entscheidungen der rot-grünen Bundesregierung persönlich zu spüren bekommen und mich deshalb 2008 dazu entschieden in DIE LINKE. einzutreten. Ein weiterer Beweggrund war die Bremer Bildungspolitik: gemeinsam mit vielen Eltern habe ich als Schulelternsprecherin einer Grundschule in Gröpelingen die Erfahrung machen müssen, dass bestimmte Stadtteile vom Senat in der Vergangenheit weitgehend benachteiligt wurden. Bevor ich in die Bürgerschaft gewählt wurde war ich in einigen Fachausschüssen des Beirats Walle aktiv und auch Mitglied des Landesvorstandes. Fachpolitisch zuständig bin ich für Bildung und Inneres. Privat liebe ich Fußball, Musik, Fotografie, Fahrradfahren und gutes Essen. 

Alle Fragen in der Übersicht
# Gesundheit 9Mai2019

(...) Sind Sie mit mir der Auffassung, dass in Kitas und Schulen nur kabelgebundene digitale Telekommunikationsgeräte verwendet werden dürfen? (...)

Von: Puevfgbcu Täoyre

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

(...) Mir sind die Bedenken gegen Funkstrahlung bekannt. Bei der Digitalisierung des Unterrichts in Schulen wird man ohne WLAN allerdings meiner Meinung nach nicht auskommen. (...)

(...) Sie lehnen also einen Vergleich zwischen linker und rechter Gewalt ab? Ist das so zu verstehen, dass sich Ihrer Meinung nach Gewalt von ein ander unterscheidet? (...)

Von: Wbunaarf Mvob

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

# Umwelt 26Apr2019

(...) Wie Niedersachsen - mit unbegrenzten Abschußgenehmigungen statt vernünftig organisiertem Herdenschutz?

Von: puevfgbcu qnufr

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

(...) Das Problem ist nicht der Wolf, sondern der ungenügende Herdenschutz. Die LINKE tritt dafür ein, dass Züchter/innen beim Herdenschutz besser unterstützt werden. (...)

(...) Doch wie ist eigentlich Ihre Einstellung gegenüber den gewaltbereiten Linken, wie z.B. der „Antifa“ ? (...)

Von: Wbunaarf Mvob

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

(...) in der Tat lehne ich die Gleichsetzung von antifaschistischen Gruppen mit Neonazis, deren politische Agenda im Kern auf Ausgrenzung und Vernichtung von Menschen abzielt, ab. Den unterschwelligen Vorwurf, dass wir Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung gutheißen, weise ich aber zurück. (...)

# Gesundheit 20Apr2019

(...)

Von: Unegzhg Cncxr

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

(...) Feuerstellen müssen jährlich gekehrt werden, ansonsten ist eine Nutzung rechtswidrig. Unabhängig davon muss in den von Ihnen geschilderten Fällen mehr Sensibilisierung und Problembewusstsein für umweltschädliches Verbrennen von Müll usw. geschaffen werden. (...)

(...) in der gemeinsamen Stellungnahme von SPD, Bündnisgrünen und Die Linke zum Volksentscheid "Rennbahn" schreiben Sie, dass ein "Nein" für "mehr bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum" führen würde. (...)

Von: Naqernf Uvyobyy

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

(...) Es ist daher richtig, dass das gesamte Wohnbaupotenzial in der Stadt Bremen, das derzeit identifiziert ist, ausreicht, um den steigenden Wohnungsbedarf zu decken. Die Differenz ist allerdings nicht so groß, wie die Bürgerinitiative ihn zeichnet. (...)

# Umwelt 13Apr2019

(...) Also für alle Parteien eine Win-Win-Win-Situation! Auch müßte man sich über die Ansichten des Landesverbandes der Kleingärtner hinwegsetzen. Es gibt Vereine und viele Eigentümerparzellen, die mit diesem Landesverband keine Schnittstellen haben! (...)

Von: Abeoreg Jvpun

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

(...) Nach der Wahl muss endlich Verlässlichkeit für Kaisenhäuser und deren Besitzer*innen geschaffen werden. Mit Einzelfestsetzungen, die rechtssicher Wohnen zulassen, mit Umwandlungen in Wochenendgebieten, wenn die Vereine dies wünschen, und mit einer grundsätzlich veränderten Kommunikation, die den Fortbestand der Kaisenhäuser und des Wohnens in Kaisenhäusern als Chance für die Kleingartengebiete begreift. An uns soll das nicht scheitern. (...)

# Arbeit 11Apr2019

Wann soll der Landesmindestlohn erhöht werden, auf welches Niveau und für welche Beschäftigten bzw. soll er dann auch für Beteiligungsgesellschaften des Landes verbindlich sein? (...)

Von: Znaserq Ratyvfpu

Antwort von Kristina Vogt
DIE LINKE

Wir fordern eine sofortige Anhebung auf 12,63€, weil nur damit bei einer Vollzeitstelle Rentenansprüche oberhalb der Grundsicherung erreicht werden. (...)

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