DIE GRÜNEN

Frage an Klaus Schrader von Gbz Ubeavt bezüglich Soziales

23. September 2017 - 11:02

Als Problem für die Renten sehen sie den Niedriglohnsektor, der eingeschränkt werden soll. Gleichzeitig sind Sie persönlich nicht bereit einen angemessenen Preis für Dienstleistungen zu zahlen. Gerade der Dienstleistungsbereich -
egal ob Gastronomie, Friseur, Einzelhandel, etc. ist vom Mindestlohn geprägt. Wie stellen Sie sich also die Anhebung von Löhnen vor, wenn Sie selbst erwarten, dass Sie Dienstleistungen zu Schleuderpreisen erbracht werden?

Frage von Gbz Ubeavt
Antwort von Klaus Schrader
23. September 2017 - 15:26
Zeit bis zur Antwort: 4 Stunden 23 Minuten

Hallo, Herr Hornig,

 
ich verstehe dieses "persönlich" in Ihrer Frage nicht. Wenn Sie meinen, dass ich ein Billigheimer und Knauserer sei, ist das fast ehrenrührig. Ich finde es unfair, solche Behauptungen öffentlich zu verbreiten. Für Ihr Scheitern als Freiheitshallen-Caterer in Hof kann ich am allerwenigsten.

Ein angemessenes Rentenniveau werden wir in ein paar Jahren, wenn nicht Steuergelder einfließen sollen in großem Stil, nur schaffen, wenn bei uns die Löhne steigen. Wenn wir an einer solidarisch finanzierten Rente festhalten wollen, dann bestimmen unter anderem die eingezahlten Beiträge die spätere Rentenhöhe.

Was Ihre Branche angeht: wir sehen das ja im Bioladen, auf dem Wochenmarkt, bei handwerklich arbeitenden Nahrungsmittelproduzenten, und natürlich in der Gastronomie - sobald die Qualität und der Service stimmt, ist der Kunde gerne bereit, einen angemessenen Preis zu zahlen. Pay per performance. Wenn: siehe oben.

 

Guten Tag noch

 

Dr. Schrader