Kirsten Flesch
SPD

Frage an Kirsten Flesch von Ebys Puevfgvnaf bezüglich Wissenschaft, Forschung und Technologie

16. August 2011 - 17:06

Sehr geehrte Frau Flesch,

meine eigenen Kinder, die unterschiedliche Neuköllner Schulen besuchen, aber auch deren wenige deutschen Mitschüler, beklagen sich seit geraumer Zeit über Mobbing und tätliche Übergriffe seitens ihrer zumeist türkisch- und arabischstämmigen Mitschüler. Worte wie Schweinefresser, Scheiß Deutscher oder deutsche Hure gehören zum gebräuchlichen Umgangston, ohne dass die Schulleitungen trotz mehrfacher Beschwerden etwas dagegen unternehmen. Was tun Sie gegen das Phänomen?

Rolf Christians

Frage von Ebys Puevfgvnaf
Antwort von Kirsten Flesch
19. August 2011 - 19:40
Zeit bis zur Antwort: 3 Tage 2 Stunden

Sehr geehrter Herr Christians,

herzlichen Dank für Ihre Frage.
Die Neuköllner SPD, und damit auch ich, suchen seit einigen Jahren nach Lösungen in Fragen des Miteinanders aller Menschen der 162 in Neukölln lebenden Nationen. Natürlich spielt dabei auch das Thema der "Deutschenfeindlichkeit" im Allgemeinen und an den Schulen, ganz schlimm besonders an Grundschulen, eine Rolle. Was Kinder von zu Hause mitbringen, leben sie auf den Schulhöfen aus; die dortigen Minderheiten, in der Regel deutschstämmige oder sonst integrierte Schülerinnen leiden darunter.
Mit unserer Bildungspolitik bemühen wir uns, Toleranz in die kindlichen Köpfe zu bringen, Toleranz und die Akzeptanz verschiedener Kulturen. Dies braucht Zeit, zumal intolerante Elternhäuser diesen Bemühungen zuwider laufen. Hier setzt unsere Politik an: Frühkindliche Bildung in den Kitas, Ganztagsschulen, aber auch die Stadtteilmütter sind Steinchen in dem Mosaik, welches eine integrierte Gesellschaft ermöglichen sollen. Dies dauert seine Zeit, schließlich müssen wir die Vorstellungen mancher Menschen verändern.
Ich glaube nicht an einfache Antworten: Natürlich muß das Lehrpersonal an den Schulen eingreifen, wenn Kinder andere Kinder beschimpfen und mobben. Nachhaltig wird aber nur eine entsprechende Erziehung sein.

Mit freundlichen Grüßen
Kirsten Flesch