Wie stehen Sie zur Einrichtung einer Beteiligungsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche auf Landesebene?
Hallo Anton,
danke für die Frage und dass du mich heute darauf angesprochen hast!
Wir haben dazu viel in unser Wahlprogramm aufgenommen:
"Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche an allen sie und ihre Zukunft betreffenden Entscheidungen beteiligt werden [...] Auf Landesebene wollen wir die Beteiligungsstrukturen für junge Menschen ausbauen und dabei innovative Wege gehen. Die Vielfalt der Formate und eine breite Repräsentanz aller Kinder und Jugendlichen sind hier für uns zentral wichtig.
Das bundesweit einzigartige Berliner Kinder- und Jugendförder- und Beteiligungsgesetz (JugFöG) haben wir als Linke in Regierungsverantwortung maßgeblich mitgestaltet und durchgesetzt. Daran anknüpfend wollen wir Räume der Kinder- und Jugendbeteiligung wie bezirkliche Kinder- und Jugendparlamente stärken und sie mit weitgehenden Rechten ausstatten. Um wirksame Unterstützungs- und Förderangebote für Kinder- und Jugendbeteiligung zu etablieren, braucht es eine lebensweltorientierte Planung mit Verbindlichkeit, Rückkopplung und einer zeitnahen Umsetzung der formulierten Bedarfe.
Den Jugenddemokratiefonds wollen wir finanziell aufstocken. Wir werden das JugFöG weiterentwickeln und echte Kinder- und Jugendbeteiligung mit verbindlichen Jugendbudgets in allen Bezirken verankern. Dabei setzen wir auf niedrigschwellige Zugänge und breite Beteiligung, sodass potenziell alle jungen Menschen echte Mitgestaltungsrechte und Selbstwirksamkeit erfahren. So investieren wir in die Jugend und in die demokratische und soziale Zukunft unserer Stadt. Das JugFöG schreibt für Berliner*innen zwischen sechs und 27 Jahren ein breites Spektrum an Angeboten fest: Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Ferienreisen, Kinder- und Jugendbauernhöfe, internationale Begegnungen und kulturelle Freizeitangebote werden in Qualität und Umfang definiert.
Diese Angebote sind für Die Linke grundlegende, schützenswerte Infrastruktur. Für die Weiterentwicklung des JugFöG und seiner Angebote braucht es auch in Zukunft ein klares politisches Bekenntnis, eine auskömmliche Finanzierung, Koordinierungsstellen in den Jugendämtern sowie die maßgebliche Beteiligung der Kinder und Jugendlichen selbst." DieLinke.berlin/Wahlprogram S. 175 - 177)
Heute in der letzten Runde mit eurem Leistungskurs habe ich nicht alle spontanen Fragen der Schüler:innen bestmöglich beantwortet, aber ich freue mich sonst immer über Gespräche und bin oft in Lichtenrade unterwegs und am Infostand. Meld dich gern falls es nochmal Interesse an einem Austausch gibt.
Beste Grüße,
Kathi

