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Jonathan Meier
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Sehr geehrter Herr Meier, was würden Sie - wenn Sie in den Bundestag kämen - tun, damit es nicht wieder zu Katastrophen wie der Explosion der Sondermüllverbrennungsanlage bei Currenta kommt?

Sehr geehrter Herr Meier, am Dienstag, den 27.07.2021 kam es zu einer Explosion der Sondermüllverbrennungsanlage von Currenta in Leverkusen. Es kamen fünf Menschen ums Leben, es gab Verletzte und ob es in der Folge zu Luftverschmutzungen durch die Explosion kommen wird, ist noch nicht absehbar.

Mich würde interessieren, wie sie als Direktkandidat und damit möglicher zukünftiger Abgeordneter für den Wahlkreis dafür Sorge tragen würden, dass so etwas nicht wieder geschieht.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort!

Viele Grüße

Meine Quellen:

https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/explosion-leverku…
https://www.dw.com/de/erste-entwarnung-nach-explosion-in-leverkusen/a-5…
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_90537176/explosion-in-l…

Frage von Attikus R. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Monat

Zu aller erst einmal, Verzeihen Sie bitte die späte Antwort.
Hochaktuell bleibt das Thema aber natürlich auch noch bis, und genauso nach der Wahl.

Ich bin überzeugt, einen solchen Beinahe-Gau kann man nur verhindern, indem man die Verbrennung von Giftmüll generell beendet. Jede Anlage, jede technische Einrichtung hat eine gewisse Fehleranfälligkeit. Eine Garantie, dass eine solche Katastrophe nicht mehr vorkommt lässt sich also nur geben, wenn die Giftmüllverbrennung generell eingestellt wird. Für die Beendigung der Giftmüllverbrennung sprechen aber noch weitere Aspekte. Der größte Profit lässt sich natürlich mit der Verbrennung des Abfalls machen. Das ist ein relativ einfaches und gewinnbringendes Verfahren. Jedoch auch mit enormen negativen Folgen für die Natur, nicht nur in Form von solchen Katastrophen. Die Entwicklung umfassender und nachhaltiger Recyclingverfahren sowie die weitgehende Vermeidung der Entstehung von solchen Abfällen ist selbstverständlich um ein vielfaches teurer und aufwendiger, kann aber nur die einzige Alternative sein. Im Kapitalismus werden die Monopolkonzerne, wie es Bayer bzw. Currenta sind, immer den Weg des größtmöglichen Profits gehen, ohne jegliche Rücksicht auf mögliche Folgen für Umwelt und Bevölkerung. Das sehen wir auch an der Giftmülldeponie, welche sich unter dem gesamten Neulandpark erstreckt.

Es ist aber nicht genug, einfach zu sagen, die Giftmüllverbrennung muss beendet werden. Denn diese Katastrophe ist schon geschehen. Und dabei wurde von Konzernseiten aus vertuscht, verharmlost und betrogen. Der Betrieb zählt zu den Gefahrstoffbetrieben, bzw. fällt unter die Gefahrstoffverordnung. Das bedeutet, dass zu jeder Zeit klar sein MUSS, wo gerade welche Chemikalie gelagert, verarbeitet oder transportiert wird. Zu behaupten, man wisse nicht, was in den Tanks war, war von Anfang an schlicht gelogen.

Auch ist es unwahr, dass Giftstoffanalysen Tagelang andauern müssen. Es hätten SOFORT und in viel größerer Menge Proben genommen werden müssen, welche innerhalb weniger Stunden hätten analysiert worden sein können. Dies war auch ein Teil der Verzögerungstaktik der Betreiber.

Und die Aussage, die Krebserregenden Stoffe lägen in Bereichen unter "den Grenzwerten" ist ebenfalls hochfraglich. Grenzwerte für Krebserregende Stoffe wie Dioxine und Furane existieren schlichtweg nicht.

 

Also, wie verhindern wir solche Vorfälle?

-Die Chemparkbetreiber müssen für ihr fahrlässiges Handeln zu Rechenschaft gezogen werden! (Verursacherprinzip)

-Es müssen Verpflichtungen zu umfassendem Recycling sowie sparsamen Umgang mut natürlichen Rohstoffen getroffen werden.

-Verbrennung von Giftmüllverbrennung

Und das geht meiner Meinung nach nur mit einem gesellschaftlichen Kampf. Einem Kampf um die Einheit von Mensch und Natur.