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Frage von Benjamin R. •

Frage an Jörg Tauss von Benjamin R. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Sehr geehrter Herr Tauss,

als frischgebackener Pirat stosse ich immer wieder auf Mitmenschen die (wie ich selbst früher) nicht daran glauben können mit Ihrer Stimme oder auch Engagement etwas in der Politik zu verändern.
Wie viele Menschen sind wir jungen Leute meist enttäuscht von der Politik, von "denen da oben" im Anzug. Wenn dann noch eine Petition von 130.000 Menschen, Expertenmeinungen und Fakten einfach ignorant weggewischt werden hilft das nicht wirklich den demokratischen Glauben aufrecht zu erhalten.
Da genau _jetzt_ die Zeit ist, in der die Politik sich mit Themen intensiver beschäftigt von denen wir jungen Menschen genug Verständnis haben hat sich meiner Ansicht nach das "Gemecker" von früher in ordentlichen Protest und auch Wut verwandelt.

Meine Frage an Sie, Herr Tauss, lautet:
Wie können wir jungen Menschen in dieser Zeit der Politik noch trauen? Wie kann man uns überzeugen, dass unsere Worten und Tate noch etwas Wert sind und nicht alles über unsere Köpfe weg entschieden wird, von Männern in Anzügen die meinen besser zu wissen was gut für uns ist?

Ich stelle diese Frage an Sie, da Sie einer der wenigen Politiker sind die sich augenscheinlich und nachweisbar mit den Themen intensiv beschäftigen über die Sie reden und zudem einer der wenigen die auch den Kontakt mit Bürgern pflegen (und dabei nicht eine verschwommene, nichtssagende Antwort von einem Sekretär tippen lassen). Dafür an dieser Stelle auch mal ein herzliches Dankeschön.

Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Reichstein

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Sehr geehrter Herr Reichstein,

vielen Dank fuer Ihre Anfrage. Dass sich zur Zeit seitens der "grossen Politik" speziell gegenueber den Anliegen der jungen internetaffinen Generation eine Arroganz offenbart, die durch nichts, am wenigsten durch Sachkenntnis, gerechtfertigt ist, empfinde ich auch als aeusserst ungluecklich. Man muss nur die Antworten einiger Abgeordneter und deren primitive Textbausteine hier auf Abgeordnetenwatch zum Thema Internetzensurinfrastruktur lesen, um auch als 56jaehriger, so wie ich, zu verstehen, warum sich viele junge Menschen mit Grausen von "dieser Politik" abwenden. Genau dies waere aber die falsche Entscheidung. Denn dann sind die "grauen Herren und Damen mit ihren Kugelschreibern" alleine. Deshalb muss man sich wehren statt zu resignieren. Motto: Fuerchtet Euch davor, dass wir nicht mehr politikverdrossen sind". Ich freue mich deshalb auch sehr, dass die Piratenpartei so ins Interesse der Oeffentlichkeit gerueckt ist und hoffe, dass sie fuer viele politikverdrossene junge Leute die echte Alternative zur Wahlenthaltung wird.

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Gruessen
Joerg Tauss