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Henning Walter
Lobbyisten für Kinder
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Frage von Matthias M. •

Bundesregierung strebt 30 % Bio-Fläche bis 2030. Welche Position beziehen Sie zu dieser Zielrichtung?

Sehr geehrter Herr Walter,

Die Bundesregierung strebt 30 % Bio-Fläche bis 2030 an – MV liegt derzeit bei 14,9 %. Um diese Lücke zu schließen, gilt Agri-Photovoltaik als vielversprechend. Um sie wirklich nachhaltig zu gestalten, wird zunehmend die Ausrichtung an Cradle-to-Cradle (C2C)-Prinzipien gefordert, inklusive der Anerkennung als Ausgleichsmaßnahme, was eine länderübergreifende Arbeitsgruppe aktuell vorbereitet .

Befürworten Sie C2C-konforme Agri-PV als Instrument zur Steigerung des Bio-Anteils in MV?

Welche konkreten Schritte (Flächen, Förderung, Planungsrecht) wollen Sie unternehmen, um MV hierbei als Vorreiter zu positionieren?

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Antwort von Lobbyisten für Kinder

Sehr geehrter Herr M.,

vielen Dank, dass Sie mich auf dieses spannende Thema aufmerksam gemacht haben, das ich bisher nicht in diesem Maße auf dem Schirm hatte. Ich habe Ihren Beitrag auf YouTube direkt gefunden und finde die Thematik äußerst interessant. Ich würde mir eine verpflichtende Installation von Photovoltaikanlagen an Autobahnen und in Industriegebieten sehr wünschen. Eine solche Verpflichtung wäre ein bedeutender Schritt in Richtung erneuerbarer Energien und ließe sich vermutlich ohne die großen Widerstände umsetzen, die beispielsweise bei Windkraftanlagen auftreten.

Grundsätzlich befindet sich Mecklenburg-Vorpommern zwar auf einem guten Weg, die vorgegebenen Ziele zu erreichen, doch liegt noch ein langer Weg vor uns.

Derzeit wird die biologische Landwirtschaft in M-V überdurchschnittlich stark gefördert, was ein wichtiger Baustein ist, um Betriebe langfristig auf Bio umzustellen. Dennoch reicht die Förderung allein nicht aus, um die gesteckten Ziele zu verwirklichen. Es bedarf parallel dazu eines Ausbaus des Angebots, einer gesteigerten Nachfrage sowie rentabler Bio-Wertschöpfungsketten.

Was die Nachfrage betrifft, sehe ich eine deutliche Aufwärtstendenz und gehe davon aus, dass sich immer mehr Landwirte diesem Trend anschließen werden.

Als einen der entscheidenden Pfeiler für einen höheren Bioanteil erachte ich es jedoch als zwingend erforderlich, den Menschen die entsprechenden Produkte und Lebensmittel näherzubringen. Dies sollte bereits im Kleinen ansetzen: Eine Verpflichtung für Kantinen – unabhängig davon, ob sie sich an junge oder ältere Menschen richten – eine Menülinie auf Bio-Basis anzubieten, wäre ein großer Schritt, um das Bewusstsein für diese Produkte zu stärken. Wie leider so oft ist dies letztlich eine Frage der Kosten und der Subventionen.

Bremen weist derzeit beispielsweise einen der höchsten Bioanteile in der Versorgung auf, was jedoch mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich verbunden ist.

Wie eingangs erwähnt, haben wir in ganz Deutschland noch einen weiten Weg vor uns.

Mit besten Grüßen

Henning Walter

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