Fragen und Antworten

Über Hans-Ulrich Riedel

Ausgeübte Tätigkeit
freiberuflicher Lehrer für chinesische Kampfkünste
Berufliche Qualifikation
Bausachverständiger
Geburtsjahr
1955

Hans-Ulrich Riedel schreibt über sich selbst:

Mein politischer Werdegang ist sicherlich spannend. Sie finden ihn auf meiner abgeordnetenwatch-Seite zu den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus 2006. Dies alles hier zu wiederholen, fände ich eher langweilig.
Ich möchte die Rubrik "Zu meiner Person" dazu nutzen, Ihnen zu vermitteln, wie ich zur LINKEN. gekommen bin.
Mit knapp 54 Jahren hat der Mensch einiges hinter sich. Und in machen Dingen wird man mit der Zeit etwas konservativ. Denn konservativ heißt ja "bewahrend" - und: ja, ich möchte manches bewahren, was mir im Rückblick auf mein bisheriges Leben eben bewahrenswert erscheint. Da ist z.B. unser Grundgesetz, die Errungenschaften unseres Sozialstaates und ein Lohn- und Einkommensgefüge, wie wir es - im Westen der Republik - in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten. Auch der damalige Ansatz der Gemeinwirtschaft ist für mich bewahrenswert. Oder spricht etwas dafür, die Altenpflege oder die Wasserversorgung privatwirtschaftlich zu organisieren, d.h. einer Profitorientierung zu unterwerfen, die längerfristig zwingend zu einer Verteuerung führen muss? Und ist nicht der Schutz der natürlichen Umwelt, also deren Bewahrung, etwas, das strenggenommen konservativen Charakter hat?
Im Rahmen der politischen "Pobacken-Geographie" scheint dieses konservative Element einem liberalen entgegenzustehen. Wenn man aber wie ich einst dem liberalen Lager entsprungen ist, bleibt dies als Lebenseinstellung erhalten. Und tatsächlich liegt hier kein zwingender Widerspruch: Freiheit bedeutet Abwesenheit von Angst - und damit ist die Forderung nach einer Gesellschaft, die ihren Bürgerinnen und Bürgern ein Leben frei von Existenzangst garantiert, eine wirklich liberale Gesellschaft. Denn die Verwirklichung der Freiheit des Einzelnen setzt die Absicherung seiner Existenz voraus. Dasselbe gilt übrigens für den ständigen Abwehrkampf gegen einen immer weiter in die Rechte des Einzelnen eindringenden Staat, der sich nach meiner Beobachtung derzeit auf dem Rückweg ins 19. Jahrhundert befindet.
Und was hat das alles mit "links" zu tun? Ob nun zu recht oder nicht: "links" steht in der politischen Debatte seit jeher für "fortschrittlich", wobei damit niemals technologischer Fortschritt gemeint war, sondern eben gesellschaftlicher. Linke Theorien gehen davon aus, dass die für einen Teil der Gesellschaft erstrittenen Rechte auf die gesamte Gesellschaft ausgedehnt werden müssen. Dass Freiheit, Gleichheit und Solidarität allen Teilen einer Gesellschaft zustehen. Dass Fortschritt eben genau in dieser gesellschaftlichen Entwicklung abzulesen ist. Links steht mithin für Gerechtigkeit.
Und wenn ich diese Komponenten zusammenfasse, Bewahren dessen, was unsere Lebensgrundlagen ausmacht, Bekämpfen dessen, was unsere Freiheit beschränkt, und Entwickeln einer gerechten und solidarischen Gesellschaft, dann finde ich aktuell in Deutschland nur eine (partei)politische Kraft, in der zumindest redlich versucht wird, dies zu realisieren: das ist die LINKE.
Und hätte es noch eines Argumentes bedurft, dann ist dies die sogenannte Sicherheitspolitik der etablierten Parteien, dann ist es diese Mischung aus militärischen Interventionen und Remilitarisierungsversuchen im Inneren. Mit einem Wort: dann ist es der Einsatz für den Frieden.

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Kandidaturen und Mandate

Kandidat Bundestag
2009

Angetreten für: DIE LINKE
Wahlkreis:
Berlin-Charlottenburg - Wilmersdorf
Listenposition:
12

Kandidat Berlin
2006

Angetreten für: DIE LINKE
Wahlkreis:
Charlottenburg-Wilmersdorf WK 2
Listenposition:
46