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Hans Theiss
CSU
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Frage von Karin F. •

Werden Sie sich für eine nachhaltige psychotherapeutische Versorgung und gegen die Budgetierung von Psychotherapie einsetzen?

Sehr geehrter Herr Theiss,
obwohl es klare Empfehlungen GEGEN eine Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen gab, soll der Gesundheitsausschuss nun hierüber entscheiden. Eine Abwägung, die aus gesamtgesellschaftlicher, ökonomischer und sozialer Sicht nur gegen die Budgetierung bisher extrabudgetärer psychotherapeutischer Leistungen ausfallen kann. Alles andere würde zu einer drastischen Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung und langfristig zu einem deutlichen Anstieg an Folgekosten (Krankenzeiten, stationäre Aufenthalte, Erwerbsunfähigkeitsberentungen, Anstieg psychisch kranker Kinder und Jugendlicher mit entsprechend eingeschränkter Leistungsfähigkeit als zukünftige Rentensicherer, etc.) führen.
Daher bitte ich Sie, sich für eine gute und nachhaltige psychotherapeutische Versorgung einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin F.

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Antwort von CSU

Sehr geehrte Frau F.,

herzlichen Dank für Ihre Frage. Ihre Sorge nehme ich ernst.

Die massive Ausgabendynamik im Gesundheitswesen mit einem prognostizierten Defizit von rund 16 Mrd. Euro im kommenden Jahr und weiteren Anstiegen in den Folgejahren zwingt uns zu Einsparungen und Strukturreformen. Deshalb wurde eine unabhängige Finanzkommission eingesetzt, die vor wenigen Wochen 66 Sparvorschläge vorgeschlagen hat. Die Bundesgesundheitsministerin hat einen Großteil (rund 75%) dieser Vorschläge übernommen und diese in einem Sparpaket zusammengefasst. 

Ich unterstütze diese Überlegungen grundsätzlich. Von allen Akteuren im Gesundheitswesen (Ärzteschaft, Krankenhäuser, Apotheken, Pharma-Hersteller, Heil- und Hilfsmittel-Hersteller, Krankenkassen) wird ein Sanierungs-Beitrag eingefordert, auch von den Versicherten. Ich persönlich halte es zudem für notwendig, dass auch aus dem Bundeshalt ein finanzieller Beitrag geleistet wird, um eine gerechte Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern zu erreichen. 

Entscheidend wichtig ist allerdings, dass diese Belastungen und Einsparungen auf alle Schultern gerecht verteilt werden. Daher wird es im parlamentarischen Verfahren bis Juli über die einzelnen Einsparmaßnahmen sicher noch Diskussionen geben, wie diese evt. in einzelnen Punkten noch angepasst, verändert oder in anderer Form umgesetzt werden. 

Darunter fällt auch die Frage der Budgetierung. Ihre Argumente und Sorgen nehme ich mit in diese Beratungen.

Ihr Prof. Dr. med. Hans Theiss MdB

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