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Hans-Peter Uhl
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Frage an Hans-Peter Uhl von Andreas L. bezüglich Familie

Sehr geehrter Dr. Uhl,

das Thema umfasst auch noch Bildung und Gesundheit.

In meinem Freundes und Bekanntenkreis stelle ich immer mehr fest, dass Frauen Alleinerziehend sind, weil sie sich zu schnell auf jemanden eingelassen haben. Ebenso stelle ich fest dass Scheidungskinder immer mehr zum Alltag gehören. Haben Sie vielleicht eine Idee oder ein Konzept wie präventiv Dramen wie ja auch von Ulrich Anton durchlitten vorgebeugt werden kann?

Immer wieder fällt mir auf, das zur Aidsbekämpfung Kondomwerbung gemacht wird, aber nirgends, und besonders in der Sexualerziehung der Kinder an Schulen nicht darauf hingewiesen wird, dass verlässliche tragfähige Beziehungen gebraucht werden.

So möchte ich Sie fragen, wären Sie bereit sich dafür einzusetzen, dass in Zukunft weniger für schnellen >Kondom-Sex

Was halten Sie z.B. vom "Kleinen Köper ABC" von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung
http://www.bzga.de/?uidÜda76a3633039e11e11a18231b26865&id=medien&sidr&idx29
in dem alle Möglichen Begriffe wie "Lust" und "Liebeskummer" erklärt werden aber nichts von "Ehe" oder dem Wert von "Keuschheit". Fähigkeit mit dem Sex solange zu warten bis man sich auch fürs Leben "vereinigen" will.

Mit freundlichem Gruß

Andreas Landgraf - (29)
aus Untermenzing

Frage von Andreas L. am
Thema
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 3 Tage 19 Stunden

Sehr geehrter Herr Landgraf,

vielen Dank für Ihre nachdenkliche Frage...

Auch ich wundere mich immer wieder über Kondom-Reklame, da diese Werbung ja nicht von der Industrie, sondern – wie selbstverständlich – von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, also mit Steuermitteln, gestaltet und finanziert wird.

Ich stimme Ihnen auch völlig zu, dass die Vermeidung von Geschlechtskrankheiten und ein verantwortlicher Umgang zwischen den Geschlechtern nicht allein und nicht primär mit Kondomen zu erreichen sind. Die Politik kann jedoch nicht auf eine Sexualerziehung (an Schulen, in Werbekampagnen) dringen, die demonstrativ auf langfristige Partnerschaften und tragfähige Beziehungen abgestellt ist, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse ganz anders sind. Real ist es doch so, dass in der Gesellschaft Sexualität völlig losgelöst von „Ehe“ und „Keuschheit“ diskutiert wird.

Sie deuten an, dass Sie eine zu frühe und zu freizügige Sexualität für mancherlei Probleme für mitverantwortlich halten. Das mag sein. Ich halte das aber für kein politisches Thema.

Ich habe die Worte des Heiligen Vaters anlässlich des Weltjugendtages in Köln so aufgefasst, dass es viele Probleme auf der Welt gibt, die weder technisch noch politisch in den Griff zu bekommen sind. Vielmehr bedarf es wohl der persönlichen Wertentscheidung des Einzelnen – für ein Maß an Freiheit, das er auch verantworten kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Hans-Peter Uhl, MdB