Frage an Hans-Peter Bartels von hqb Tregyre bezüglich Gesundheit

07. September 2009 - 08:56

Sehr geehrter Herr Dr. Bartels,

private Aufkäufer wollen mit Krankenhäusern Profit machen, dies geht jedoch nur auf Kosten der Löhne, da andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Diese Profite kommen also nur wenigen Personen zu Gute. Bei den Verkäufen der Kommunen suchen sich die Privaten die " Sahnestücke " heraus, der defizitäre Bereich bleibt bei den Kommunen. Die Krankenversorgung ist somit dann auch nicht mehr das, was sie sein sollte.

Wie stehen Sie und Ihre Fraktion zur Privatisierung des Universitätsklinikum SH?
Welche Bereiche werden Sie privatisieren, die Vorbereitungen werden vom derzeitigen Vorstand bereits koordiniert.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Gertler

Frage von hqb Tregyre
Antwort von Hans-Peter Bartels
15. September 2009 - 15:27
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 1 Tag

Sehr geehrter Herr Gertler,

vielen Dank für Ihre Frage hinsichtlich des Erhalts des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.

Die Haltung der Kieler SPD und der schleswig-holsteinischen SPD ist hier klar und eindeutig - und so auch im Regierungsprogramm nachzulesen: "Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ist der größte Arbeitgeber im Land, der größte Träger der medizinischen Maximalversorgung in Norddeutschland und das zweitgrößte Universitätsklinikum in ganz Deutschland. Es ist ein zentraler Eckpfeiler der qualifizierten Medizinerausbildung in Schleswig-Holstein. Wir halten am UKSH in öffentlicher Trägerschaft fest. Wir wollen den Investitionsstau abbauen und die Zusammenarbeit zwischen Kiel und Lübeck festigen." Privatisierungen sind bei knappen öffentlichen Kassen kein Allheilmittel; manchmal wird´s gerade dann hinterher für die öffentliche Hand oder die Nutzer teurer, wenn noch private Renditen erwirtschaftet werden müssen. Deshalb sind wir - auch aus gemachten Erfahrungen - hier sehr vorsichtig und unterscheiden uns von anderen Parteien, die das anders sehen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Peter Bartels