Hans Herold
CSU
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Frage von Ernst Strauß an Hans Herold bezüglich Land- und Forstwirtschaft

Sehr geehrter Herr Herold, Guten Tag,

Glyhosat-Verbot:
Wann wird die CSU hier endlich tätig? Die Auswirkungen von Glyphosat sind schon jetzt verheerend (sichtbar im Rückgang in der Artenvielfalt von Fauna und Flora)?

Kann uns "die EU" vorschreiben, was wir im eigenen Land (!) an der Ausbringung von Umweltgiften zulassen müssen?

P.S.: Der eigentlich einflussreiche BML, Christian Schmidt, drückt sich um klare Stellungnahmen.

Von: Ernst Strauß

Antwort von Hans Herold (CSU)

Sehr geehrter Herr Strauß,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Glyphosat:

Hierzu kann ich Ihnen mitteilen, dass die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag einen entsprechenden Antrag eingebracht hat, mit dem der umweltschonende Einsatz von Glyphosat gefordert wird. In diesem Antrag, der vom Landtag auch bereits am 19. Juli 2017 beschlossen wurde, wird die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, sich beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dafür einzusetzen, dass im Hinblick auf die Zulassung von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln der Schutz der Umwelt in sensiblen Bereichen weiter verbessert wird, in dem

• die Abgabe an Privatpersonen und die Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich verboten wird,

• die Anwendung auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind (z.B. Schulgelände, Kinderspielplätze, Bäder und Parks) stärker reglementiert wird und die Anwendung nur von sachkundigen Personen erfolgen darf,

• auf landwirtschaftlichen Flächen die Vorerntebehandlung (Sikkation) verboten wird.

Im Sinne einer guten fachlichen Praxis und eines gezielten Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln sind an die Anwendung hohe Anforderungen zu stellen.

Dies ist durch eine entsprechende Sachkunde des Verwenders und eine Ausgestaltung der guten fachlichen Praxis sicherzustellen.

Der Einsatz von Glyphosat soll daher auf ein unbedingt notwendiges Maß beschränkt bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Herold