Hans Decruppe

| Kandidat Nordrhein-Westfalen
Jahrgang
1952
Wohnort
Bergheim
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht
Liste
Landesliste, Platz 14
Parlament
Nordrhein-Westfalen
Wahlkreisergebnis
3,5 %
Wahlkreis
Rhein-Erft-Kreis I

Nordrhein-Westfalen

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Es soll mehr Kameras an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Hans Decruppe: Lehne ab
Mehr Kameras schaffen nicht mehr Sicherheit und verhindern vor allem keine Gewalt-Kriminialität. Z.B.: Der terroristische Bombenanschlag auf die Fußballmannschaft von Borussia Dortmund hätte dadurch ebenso wenig verhindert werden können, wie auch Banküberfälle trotz Video-Überwachung stattfinden. Stattdessen werden durch Kameraüberwachung die Bürgerrechte eingeschränkt, was wir - DIE LINKE verhindern wollen.
NRW soll wieder grundsätzlich zurück zum Abitur nach 13 Jahren.
Position von Hans Decruppe: Stimme zu
Längeres gemeinsames Lernen - insbesondere auf Gesamtschulen - ist der richtige Weg. Das Turbo-Abitur führt nur zu Leistungsdruck. Lerninhalte werden reduziert. Es geht beim Abitur nach 8 Jahren nur darum, die Schüler*innen möglichst schnell "wirtschaftlich verwertbar" zu machen. Meine beiden Kinder - beide im entsprechenden Alter - lehnen das Turbo-Abi deshalb auch zu Recht ab.
Aufklärung über sexuelle Vielfalt im schulischen Rahmen soll fest im Lehrplan verankert sein.
Position von Hans Decruppe: Stimme zu
Jugendliche sollten in der Schule umfassend für das Leben gebildet werden. Dazu gehört die Information über sexuelle Vielfalt und die Erziehung zu Respekt vor anderen sexuellen Orientierungen.
Für den Ausbau von Radwegen dürfen keine Parkplätze oder Autospuren weichen.
Position von Hans Decruppe: Lehne ab
Die unterschiedlichen Verkehrsformen brauchen Ihren Platz. Das muss bei Planungen von Verkehrswegen in Rechnung gestellt werden. Also Platz für Busse, für PKW, Rad- wie Fußwege.
Für die Folgekosten des Braunkohleabbaus sollen die Konzerne aufkommen.
Position von Hans Decruppe: Stimme zu
Hier muss das Verursacherprinzip gelten. Wer Profit mit Braunkohle mach und gemacht hat, der muss auch für die Folgekosten einzustehen. Gewinne privatisieren, aber die Kosten auf die Gesellschaft abwälzen, lehnen wir als LINKE prinzipiell ab.
Das Land NRW soll ausreisepflichtige Personen nach Afghanistan abschieben.
Position von Hans Decruppe: Lehne ab
Afghanistan ist im Krieg. Es gibt keine sicheren Gebiete, der Terror und Verfolgung sind überall. Es ist menschenrechtswidrig, Menschen in solche unsicheren Regionen abzuschieben.
Die Hürden für Volksentscheide auf Landesebene sollen deutlich herabgesetzt werden.
Position von Hans Decruppe: Stimme zu
Bürger- und Volksentscheide sind wichtige demokratische Instrumente, die die Abstimmen bei Parlamentswahlen ergänzen. Die Hürden müssen abgesenkt werden, damit diese Instrumente nicht leer laufen sondern wirksam werden können.
Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen, sollen ein Betreuungsgeld erhalten.
Position von Hans Decruppe: Lehne ab
Betreuungsgeld ist nichts anderes als eine "Herdprämie", die insbesondere Frauen davon abhalten soll, berufstätig zu sein. Wir brauchen stattdessen ein höheres Kindergeld und bessere Ausstattung der Kitas.
Kitaplätze sollen künftig kostenlos sein.
Position von Hans Decruppe: Stimme zu
Kitas sind nicht Aufbewahrungsstellen für Kinder sonder Bildungseinrichtungen. Diese müssen - wie andere Bildungseinrichtungen Schule und Hochschule - kostenlos sein.
Das Schließen von Schwimmbädern oder Museen darf bei schwieriger Finanzlage kein Tabu sein.
Position von Hans Decruppe: Lehne ab
Wenn kommunale Einrichtungen geschlossen werden müssen, dann ist das immer das Ergebnis falscher Politik. Insbesondere ist es das Ergebnis falscher Finanzpolitik, weil die Kommunen nicht auskömmlich über Steuern finanziert werden. Mit einer Vermögenssteuer, wie sie DIE LINKE in Form einer Millionärssteuer fordert und die den Ländern zusteht und in Teilen an die Kommunen weitergereicht wird, könnte hier Abhilfe geschaffen werden.
Finanzschwache Menschen sollen ein kostenloses ÖPNV-Ticket erhalten.
Position von Hans Decruppe: Stimme zu
DIE LINKE tritt ein für einen fahrscheinlosen öffentlichen Personennahverkehr. Er könnte durch sozial gestaffelte Umlagebeiträge von allen finanziert werden und für finanzschwache Menschen daher kostenfrei sein.
Es ist in Ordnung, dass Bevölkerungsgruppen aufgrund ihres Aussehens von der Polizei kontrolliert werden.
Position von Hans Decruppe: Lehne ab
Das ist rassistisch und eine inakzeptable, menschenrechtswidrige Behandlung von Menschen. Ohne konkreten Verdacht sollte grundsätzlich keine Kontrollen geben.
Politiker sollen keine Posten in den Gremien der öffentlich-rechtlichen Sender besetzen dürfen.
Position von Hans Decruppe: Lehne ab
Demokratisch gewählte Mandatsträger*innen sollten selbstverständlich öffentlich-rechtliche Einrichtungen - wie Sender - kontrollieren dürfen.
Die Landesregierung soll wichtige Dokumente wie zum Beispiel Verträge der öffentlichen Hand und Gutachten im Internet veröffentlichen (Transparenzgesetz).
Position von Hans Decruppe: Stimme zu
Eine Kontrolle staatlichen Handelns ist für die Bürger*innen nur möglich, wenn staatliche oder behördliche Dokumente eingesehen werden können. Gesetzlich geregelte Transparenz ist damit unverzichtbar.
Es braucht einen Solidarpakt West, um zum Beispiel die Kommunen im Ruhrgebiet finanziell zu unterstützen.
Position von Hans Decruppe: Neutral
Strukturschwache Regionen, aber auch Regionen mit anstehendem Strukturwandel (wie in den Braunkohleregionen) müssen finanziell gefördert werden. Ob dazu ein "solidarpakt West" gehört, hinge davon ab, was darunter konkret zu verstehen ist.
Arbeitsplätze müssen Vorrang vor Umweltschutz haben.
Position von Hans Decruppe: Neutral
DIE LINKE fordert eine Politik, die gleichermaßen sozial wie ökologisch ist. Im Einzelfall kann der eine oder andere Aspekt vorrangig sein. Hier kann und darf es keinen Dogmatismus geben, sondern eine Abwägung aller Aspekte im Einzelfall.

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