Gabriele Bannier
REP
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Frage von vfvqbe qrfvqren an Gabriele Bannier bezüglich Integration

# Integration 14. März. 2006 - 13:46

guten tag frau bannier,

wussten sie dass,der hund von frau leutheuser-schnarrenberg (f.d.p)dr.martin luther heisst(das ist kein karnavalscherz.wussten sie das in deutschland gebiete gibt wie z.b schwaben oder franken,wo die rathäuser und die bevökerung katholische symbole wie marienstatuen und marienbilder in öffentlichen plätzen streng verbietet.wussten sie das in oberbayerischen dörfer strassennamen umbenannt wurden,weil sie namen von grossen reformatoren wie calvin oder martin-luther trugen.das rieht streng nach konfessionelle apartheid in deutschland. nur eine kurze bemerkung zur christlichen miteinander. meine frage was halten sie von der emanzipation von homosexuellen,in dieser frage ist die türkei wahrlich nicht eu-reif.

mit freundlichen grüssen

Von: vfvqbe qrfvqren

Antwort von Gabriele Bannier (REP)

Sehr geehrter Herr Desidera,

nochmal vielen Dank für Ihr Interesse und die interessanten und provokanten Themen, die sie in dieses Forum einbringen!

Man könnte sicherlich trefflich darüber streiten , ob es opportun ist, seinen Hund nach einer historischen Persönlichkeit vom Range Martin Luthers zu benennen.

Ich gehe jedoch dem Grunde nach davon aus, daß in der Regel die Hundehalter eine enge Beziehung zu ihren Vierbeinern pflegen und sie lieben und schätzen.

Daher unterstelle ich den meisten und somit auch Frau L.-Sch., daß man bei der Namensgebung seines Lieblings keinen Namen wählt, der vom Halter negativ assoziiert wird.

Daß damit eine Herabwürdigung des Namens, der Person oder des Wirkens des Reformators Martin Luther verbunden sein könnte, möchte ich keinesfalls unterstellen oder interpretieren, schon gar nicht, wenn man im vorliegenden Fall möglicherweise die Assoziation zu dem amerikanischen Bürgerrechtler Dr. Martin-Luther-King herstellt.

In ihren weiteren Ausführungen erkenne ich einen gewissen Widerspruch in ihrer Wertung der Vorkommnisse und zwar in der Hinsicht, daß sie zwei Beispiele aufführen, die einerseits das Verbot katholischer Symbole betrifft, andererseits die Umbenennung von Straßen mit Namen von Reformatoren.
Das hat demzufolge nichts mit konfessioneller Apartheid zu tun, sondern ist ein allgemeiner Angriff auf christliche Werte, sowohl auf katholische, als auch auf evangelische.

Dieser Angriff erfolgt in skandalöser Weise durch die jeweils politisch Verantwortlichen in den entsprechenden Gemeinden und Einrichtungen.

Dies gipfelt letztlich sogar in der Forderung von moslemischen Patienten, die die Behandlung in einem Krankenhaus in christlicher Trägerschaft in Anspruch nehmen, auf Entfernung des Kreuzes aus dem Krankenzimmern, bzw. dem eigenmächtigen Entfernen des Kreuzes von der Wand des Krankenzimmers!!

Im Gegensatz dazu wird z. B. das Verbot des als fundamentalistisch einzustufende Symbol durch das Tragen eines Kopftuches im öffentlichen Dienst (bzw. speziell an Schulen oder auch ganz allgemein im öffentlichen Leben) oder die Genehmigung des Baues von immer mehr Moscheen heiß diskutiert. Dies zeigt, wohin die Reise mit dem christlichen Abendland geht.

Daß die Türkei noch nicht eu-reif ist und mit einiger Sicherheit nie sein wird, ergibt sich allein daraus, daß gelebter Islam niemals mit unserem Grundgesetz vereinbar sein wird. Es zeigt sich darüberhinaus an einer Vielzahl von Beispielen, die von weit größerer Tragweite sind, als die Diskriminierung von weiblichen und männlichen Homosexuellen (die im Übrigen nicht nur in der Türkei stattfindet, sondern von Moslems auch in unserem Lande praktiziert wird).

Mit freundlichem Gruß

Gabriele Bannier

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