Einzelbewerbung

Frage an Franziska Sylla, Journalistin von Pyrzraf Gbeab bezüglich Kultur

13. September 2013 - 09:53

Hallo Frau Sylla,

ich sage Ihnen bereits jetzt: meine Stimme haben Sie!

Was sind Ihre Ziele für Moabit? Das ist die einzige Frage die mich interessiert.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Torno :)

Frage von Pyrzraf Gbeab
Antwort von Franziska Sylla, Journalistin
13. September 2013 - 10:55
Zeit bis zur Antwort: 1 Stunde 2 Minuten

Dankeschön für Ihre Nachricht! Damit gehören Sie jetzt mit zu den Menschen im Kiez, die mich anlächeln beim Begegnen, obwohl wir uns persönlich noch nicht kennen?

Rückblick: Ich arbeite seit 2005 in Moabit und im Regierungsviertel, seit 2006 lebe ich in Moabit. Vieles ist in den Jahren besser geworden: Die soziale Kälte und das gegenseitige Misstrauen ist zurück gegangen. Der Otto-Park zieht Familien aller Art an, der Zwingliparcour sportlich interessierte Kinder, Jugendliche und Profis. Das tut in der Nachbarschaft gut, die Menschen sind heiterer. Hundehalter sammeln mehr die Geschäfte der Vierbeiner auf. Die zivilen Bürgerinitiativen der vergangenen Jahre haben viel erreicht, haben Einfluss auf die Politik und neue Unterhaltungsorte instaliert. Die Markthalle wandelte sich zum Positiven Stadt- und Kulturbeitrag. Die Spielhallenanzahl wird in den nächsten Jahren schrumpfen.

Auch in der Gotzkowskystraße, seit dem der Bürgersteig keinen vermeintlichen Radweg mehr hat, ist es netter geworden beim Miteinander. Man kann sich in Ruhe auf dem Bürgersteig aufhalten.

Ziele: Meine Ziele für Moabit: Noch mehr mal anhalten und den alten und jungen Nachbarn zuhören, Hilfsbereitschaft belohnen (es gibt private Müllentsorger, ehrenamtlich), noch weniger Müll in den Gassen und Parkanlagen, mehr mittlere und kleinere Unternehmen herlocken, es gibt noch viele leere Läden. Das Fahrradfahren auf den Gehsteigen den Kindern überlassen: Erwachsene gehören auf die Straße, auch wenn es holprig ist. Autos nicht im Stand laufen lassen.
Die Tram durch die Turmstraße oder durch Alt-Moabit hätte ich abgelehnt, wird aber wohl kommen. Ich fand die vorhanden Zubringermgöglichkeiten ausreichend.

Ein weiteres Straßenfest möchte ich jährlich organisieren, aber ohne Schuhverkauf ab 2,00 Euro (Turmstraßenfest ist auch besser geworden, vor allem für Kinder) und die engagierten Bürger und Vereine ect präsentieren. Mietpreisdeckelung bei Neubezug, mich öfter bei den Unternehmerstammtischen sehen lassen und Ideen sammeln, die Jugendtheater und Vereine einladen und zuhören. Zum Beispiel auch in den Bundestag.

Und: in Moabit weiter arbeiten und meine Wohnung bezahlen können.

Auf Wiedersehen!
Ihre Franziska Sylla