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Elke Thomas
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Frage von Jan Ole U. •

Frage an Elke Thomas von Jan Ole U. bezüglich Soziale Sicherung

Frohes neues Jahr Frau Thomas,

leider haben Sie im Dezember gegen uns Feuerwehr- und Polizeibeamte gestimmt. Wir müssen jetzt Haushaltslöcher stopfen, so hat es jedenfalls Herr Nagel bei der öffentlichen Anhörung am 17.12.04 eingestanden. Es geht ergo nicht um eine Gesundheistkostenbeteilugng, sondern lediglich um Ausbügeln von Dellen im Haushalt. Alles was Sie (CDU) uns immer und immer wieder gesagt haben, dass wir uns an GESUNDHEITSKOSTEN beteiligen sollen, war ERSTUNKEN und ERLOGEN!

Wollten Sie sich nicht für uns einsetzen? So hatten Sie es mir jedenfalls im Rathaus beim Tag der offenen Tür versprochen. Einen Dialog wollten Sie mit uns führen. Da hat Ihnen wohl ihr Kurzzeitgedächtnis einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wo waren Sie denn, als es darum ging mit uns Feuerwehrkollegen zu diskutieren? Wo waren Sie, als die Fachgruppe-Feuerwehr von ver.di eine Diskussionsveranstaltung durchführen wollte?

Herzlichst ihr
Jan Ole Unger

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Unger,

Ihre Nachricht vom 6. Januar 2005 mit Ihren Anmerkungen und Fragen habe ich erhalten. Zunächst auch Ihnen ein gesundes Jahr 2005, in dem wir hoffentlich freundlicher miteinander kommunizieren werden als Sie es in Ihrem letzten Schreiben taten.

Tatsächlich habe ich in der Sitzung des Innenausschusses am 17.12.2004 für eine Beteiligung der Feuerwehr- und Polizeibeamten an der freien Heilfürsorge gestimmt. Diese Entscheidung ist der bekanntermaßen mehr als angespannten Haushaltslage geschuldet und wurde von mir nach reiflicher Überlegung mitgetragen. Dazu stehe ich also auch weiterhin. Auch wenn ich den Unmut einiger Betroffener darüber durchaus verstehe, zwingt uns die finanzielle Situation Hamburgs leider zu dieser Maßnahme. Der erdrückende Schuldenberg hat dazu geführt, dass die Stadt fast handlungsunfähig geworden ist.

Das, was Sie meiner Partei im Allgemeinen und mir im Speziellen meinen vorwerfen zu müssen, ist also sachlich falsch - und im Stil nahezu unerträglich. Bisher war ich es nicht gewohnt, dass man in einem so aggressiven Ton miteinander umgeht. Vielleicht erkundigen Sie sich einmal bei Ihren Kollegen bei der Freiwilligen Feuerwehr nach meinem Verhandlungston. Ich lege größten Wert darauf, dass man auch bei Auseinandersetzungen über konfltiktträchtige Themen den gegenseitigen Respekt wahrt - und ich habe auch gar keinen Zweifel daran, dass dieses bei meinen zahlreichen Kontakten mit Vertretern Ihrer Zunft weiterhin so sein wird.

Mein politischer Stil wird auch weiterhin durch klare Aussagen zu getroffenen Entscheidungen und dem unbedingten Versuch einer freundlichen und mitmenschlichen Zusammenarbeit geprägt sein.

Alles Gute für Sie und freundliche Grüße

Ihre Elke Thomas

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Unger,

Zu meiner Antwort möchte ich noch folgendes ergänzen:

In der Tat habe ich in der Sitzung des Innenausschusses am 17.12.2004 für eine Beteiligung der Feuerwehr- und Polizeibeamten an der Heilfürsorge
gestimmt. Diese Entscheidung ist der bekanntermaßen mehr als angespannten Haushaltslage geschuldet und wurde von mir nach reiflicher Überlegung
getroffen, zu der ich weiterhin stehe. Auch wenn ich den Unmut der Betroffenen darüber durchaus verstehe, zwingt uns die finanzielle Situation Hamburgs nach 44 Jahren SPD-Regierung leider zu dieser Maßnahme. Der erdrückende Schuldenberg hat dazu geführt, dass die Stadt nahezu handlungsunfähig geworden ist.

Es ist bedauerlich, dass Sie der CDU und damit auch mir vorwerfen, dass alles, - was wir gesagt hätten - sei "erstunken und erlogen". Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, dass ich keine Gespräche in einem solchen aggressiven Ton führe. Ich glaube, es hat wirklich keinen Sinn auf diesem Niveau weiter zu argumentieren.

Erkundigen Sie sich gerne bei der Freiwilligen Feuerwehr nach meinem Verhandlungston. Ich gehe davon aus, dass Sie Ihr Schreiben im Zustand
höchster Gemütsbewegung verfasst haben und weise Sie deshalb nicht explizit darauf hin, dass mir hier ein anderer Ton angebracht erscheint. Im Interesse
einer konstruktiven politischen Auseinandersetzung sollten wir uns um einen freundlichen und respektvollen Umgang - auch und gerade mit den Vertretern
anderer Ansichten - bemühen. So hoffe ich künftig auf eine sachliche und mitmenschliche Zusammenarbeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches neues Jahr und verbleibe

Mit den besten Grüßen

Ihre Elke Thomas