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Dorothea Marx
SPD

Frage an Dorothea Marx von Treuneq Ubsznaa bezüglich Regionales

12. August 2009 - 12:22

Hallo Frau Marx,

sind Sie durch "Einheirat" Thüringerin geworden, d.h. mit erstem Wohnsitz in Sondershausen oder wo im Kyffhäuserkreis?

Ihr Landesvorsitzender lehnt es strikt ab, als Juniorpartner in eine Rot-Rote Landesregierung zu gehen. Gleichzeitig spricht er ständig von Politikwechsel im Freistaat. Nach den derzeitigen Umfragen kann man nicht davon ausgehen, dass der Wunsch ihres Landesvorsitzenden in Erfüllung geht. Eine Koalition mit der CDU bedeutet aber kein Politikwechsel in Thüringen. Was bleibt?

Was ist Ihnen persönlich lieber, eine Koalition mit der CDU oder mit Der Linken?

Falls die Grünen in den Landtag gewählt werden, wäre eine Rot-Rot-Grüne Landesregierung denkbar. Wie stehen Sie dazu?

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Direktmandat gewinnen.

Gruss
G. Hofmann

Frage von Treuneq Ubsznaa
Antwort von Dorothea Marx
12. August 2009 - 15:46
Zeit bis zur Antwort: 3 Stunden 24 Minuten

Sehr geehrter Herr Hofmann,

von 1992 - 1998 war ich hier in Sondershausen zunächst nur mit einem Nebenwohnsitz gemeldet, denn bis 1998 war ich SPD-Bundestagsabgeordnete für den hessischen Wahlkreis Wetterau und damit zunächst Pendlerin wie viele in diesen Jahren. Dass ich einen Thüringer kennenlernen und heiraten würde, hatte ich ja nicht geplant, als ich 1990 in den ersten gesamtdeutschen Bundestag eingezogen bin ....

Seit 1998 ist unser ausschließliches Zuhause und mein Hauptwohnsitz Sondershausen.

Zu möglichen Koalitionen nach der Landtagswahl:

Wir brauchen einen grundsätzlichen Politikwechsel in Thüringen. Die Althaus-CDU ist verbraucht und hat keine Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Eine rot-rote Koalition unter Führung von Christoph Matschie würde ich deshalb einer schwarz-roten Koalition vorziehen, wie dies auch unsere Landespartei mit großer Mehrheit beschlossen hat.

Rot-Rot-grün mit einem Ministerpräsidenten Christoph Matschie würde mir auch passen, wenn die Inhalte stimmen.

Zunächst gilt aber: Das Fell des Bären sollte nie verteilt werden, bevor er erlegt ist. Für Thüringens Zukunft ist vor allem entscheidend, dass wir die rote Laterne bei den Löhnen loswerden und die Abwanderung stoppen, das Recht auf eine gute Bildung und Ausbildung verwirklichen und mehr direkte Mitbestimmung für unsere Bürgerinnen und Bürger durchsetzen.

Dafür will ich mich einsetzen und bedanke mich für Ihre guten Wünsche

Dorothea Marx